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Virtualisierung für kleine und kleinste Unternehmen Server-Virtualisierung von Microsoft und VMware – Teil 1

| Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Server-Virtualisierung und Green-IT sind in aller Munde. Lassen sich doch in vielen Fällen Betriebskosten sparen. Damit ist das Thema auf alle Fälle für große Firmen und Rechenzentren ein Muss. Aber wie sieht es bei kleinen Firmen mit begrenztem Budget aus? Welches Produkt kann genommen werden und wie viel muss mindestens Investiert werden?Teil eins der zweiteiligen Serie beleuchtet die Produkte von Microsoft und VMware.

Sonnige Aussichten für eine Virtualisierung
Sonnige Aussichten für eine Virtualisierung
( Archiv: Vogel Business Media )

Kleine Unternehmen arbeiten noch oft mit Branchen-Software, die für ein älteres Betriebssystem geschrieben wurde. Das kann die DATAV-Buchhaltung oder eine Hotelsoftware sein. Es lohnt sich dann einfach nicht, einen dedizierten Server oder eine Workstation für diese Anwendung bereitzustellen, da diese Geräte mit nur einer Anwendung nicht ausgelastet wären.

Es gibt aber auch kleine Firmen, wie Druckereien oder Werbeagenturen, die mit großen Datenmengen arbeiten und für die eine Investition in Hard- und Software ins Budget eingebaut ist. Hier liegt der Fokus dann auf Ausfallsicherheit zu einem günstigen Preis. Man sieht also, die Gründe für Server-Virtualisierung sind vielfältig.

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Markübersicht 2010 – viele freie Produkte

Dank einem wachsenden Wettbewerb im Server-Virtualisierungsmarkt erneuern die Anbieter VMware, Microsoft und Citrix ihre Produktpalette laufend und stellen neue Editionen zusammen. Kostenlose Produkte und Teststellungen sollen dem Kunden den Schritt in die Virtualisierung erleichtern.

Zu den freien „Hypervisor-Editionen“ gehören bei VMware der vSphere Hypervisor und bei Microsoft der Hyper-V-Server. Bei Citrix ist es der XenServer Hypervisor. Bei den kostenlosen Versionen darf man allerdings keine Verwaltungswunder erwarten, allenfalls rudimentäre Verwaltungsoperationen sind möglich.

Die Produkte sollen halt die Kunden auf dem Geschmack bringen. Die frei erhältliche VMware Server-Version benötigt einen Windows Computer als Host und eignet sich sehr gut als Testmaschine oder zur Bereitstellung von Windows NT o. ä.

Virtualisierung mit wechselnden Editionen

Die Hersteller restrukturieren gerne von Zeit zu Zeit Ihre Produktreihen. Bei VMware hieß die professionelle Produktreihe Infrastructure 3 (mit ESX 3, letzte Version 3.5 U5) und später vSphere 4 mit ESX 4). Hatte der ESX 4 Server noch eine integrierte Verwaltungskonsole, kommt der neue ESX4i-Server mit einem Hypervisor aus.

ESXi ist lizenzpflichtig, wohingegen die kostenlose Version eine per Lizenzschlüssel eingeschränkte Version ist. Mit dem richtigen Lizenzschlüssel macht man aus dem „Hypervisor“ einen „echten ESXi“. Hier hätte VMware mit seiner Namensgebung eindeutiger sein können, denn im Internet heißt es auf der Produktseite „VMware vSphere HypervisorTM (ESXi): Virtualisierung – kostenlos und einfach“. Immerhin findet man nach einigem Suchen auf der VMware-Homepage eine Vergleichstabelle (siehe auch Abbildungen), die die wichtigsten Fragen nach der Edition und Funktion beantwortet.

Bei Microsoft ist der Hyper-V –Server im Lieferumfang von Windows Server 2008R2 oder kann von der Homepage kostenfrei heruntergeladen werden. Aktualisierungen von Hyper-V haben sich bis zur R2-Version hinsichtlich Speicherverwaltung und Performance ausgewirkt. Die erweiterte Verwaltung der virtuellen Maschinen erfolgt neben dem rudimentären Tool von Hyper-V mit System Center Virtual Machine Manager (VMM) 2008 R2 oder Microsoft System Center Essentials 2010.

weiter mit: Hypervisor vs. Hosted, Lizenzmodell & Hardware

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