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Netzwerk-Grundlagen – Rechenzentrumsnetze im Umbruch, Teil 8

Server- & Netzwerkvirtualisierung – Strukturaspekte für Konvergenz und Konzentration

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Die VLAN-Instanz im Backbone

PLSB basiert wie TRILL auf IS-IS und benötigt eine VLAN-Instanz im Backbone; BVLAN. IS-IS verteilt Topologie- und Service-Informationen und Updates im Rahmen des BVLANs. Für das Forwarding im Backbone benutzt man die MAC-Adressen der Backbone-Switches. Durch IS-IS Announcements werden Nachbarn entdeckt und im Rahmen des Shortest Path Protocols dynamisch eine Topologie aufgebaut.

Man weiß durch den Provisioning Prozess ja von wo und wohin Ethernet-Pakete durchgeleitet werden müssen. Auf Basis der Shortest Path Topologie wird die Ethernet Forwarding Datenbank programmiert. Dadurch entsteht sozusagen oberhalb der aus den Switches und Verbindungen bestehenden Infrasrtukturschicht ein Services Layer, der streng genommen eine durch das Shortest Path Protokoll definierte Untermenge der Infrastrukturschicht ist, bestehend eben nur aus den Switches und Verbindungen, die man im Rahmen einer Servicebeziehung zwischen Endpunkten benötigt.

Ein Service ist dadurch nur an den Endpunkten definiert, das Protokoll übernimmt den Rest. Unicast Datenströme basieren auf den Knoten-MAC-Adressen, Multicasts werden als Bäume basierend auf den Endpunkt-Konfigurationen definiert.

Für Corporate Networks bedeutet dies, dass man (ggf. in Kombination mit einem schnellen Verfahren zur Redundanzsteuerung) in allen Bereichen zu einer sehr übersichtlichen Lösung mit dem vollen angestrebten Funktionsumfang kommt. Für Provider Netze bedeutet dieser Vorschlag einen erheblichen Schritt in Richtung Kostensenkung.

Alternativen für den Netzkern sind herstellerspezifische Verfahren, die teilweise mit enormer Leistung aufwarten können, wie Cisco VSS oder VBS sowie Junipers Virtual Chassis.

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