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Aus dem Alltag eines Netzwerkers – die Fehlersuche im System

Root Cause Analysis, Teil 2 - Flatternde Links und Auto-Negotiation

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Die umständliche Variante der Fehlersuche- und -beseitigung

Manchmal kostet die Suche nach Glück etwas mehr Zeit (Archiv: Vogel Business Media)

Der Netzwerk-Administrator bekommt eine Meldung vom Help Desk, dass sich Anwender über ein langsames Netz beschweren. Er schaltet sich per Telnet auf und sieht, wie die Pakete ordnungsgemäß auf den jeweiligen Switches hochgezählt werden. Als erfahrener Administrator analysiert er auch die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen den Switches (beide sind auf 100 Mbit gesetzt - okay) und die Link-Uptime (50 Tage - okay).

Komisch ist es nur, dass die User in den nächsten Tagen weiterklagen. Der Administrator beobachtet die Switches weiter, kann aber keine Fehler feststellen. Also muss es an den Applikationen liegen, denkt er, und informiert seine Kollegen von der Software-Betreuung. Aber auch diese finden keinen Fehler.

Nur durch einen riesengroßen Zufall schaltet sich der Administrator später genau zu dem Zeitpunkt auf, als die Auto-Negotiation sporadisch nicht funktioniert. Er erkennt, dass eine Seite mit 1 Gigabit und die andere mit 100 Megabit kommunizieren wollen. Der Fehler ist dann schnell behoben: Fixe Einstellung per Telnet auf 100 Megabit voll-duplex für beide Seiten.

Performance Management kommt ohne glücklichen Zufälle aus

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Der Admin sieht zudem im historischen Report, ob der Fehler permanent oder nur sporadisch auftritt. Weil ihm der Bericht gleichzeitig zeigt, dass die Bandbreite nur zu 30 Prozent ausgelastet ist, kann er eine Bandbreitenüberschreitung als Fehlerursache ausschließen.

So bleibt Auto-Negotiation als Fehlerursache und damit ist eine sofortige Fehlerbehebung möglich: fixe Einstellung per Telnet auf 100 Megabit voll-duplex für beiden Seiten.

Der größte Vorteil: Der Administrator muss nicht auf Glück und Zufall vertrauen, sondern kann den Fehler schnell und kompetent beheben – bevor sich Anwender beschweren.

Der Autor:

Peter Mörsch ist Senior Solution Strategist bei Computer Associates (CA). (Archiv: Vogel Business Media)

Peter Mörsch ist Senior Solution Strategist bei CA.

Der 1. Teil der Serie: Root Cause Analysis, Teil 1: Das Überschreiten von Bandbreiten

Der 3. Teil der Serie erscheint zum Thema: „Mit Root Cause Analysis Fehler im Web-Server suchen“

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