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Aus dem Alltag eines Netzwerkers – die Fehlersuche im System

Root Cause Analysis, Teil 2 - Flatternde Links und Auto-Negotiation

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Auto-Negotiation – Die Ausgangslage

Unternehmen XYZ besitzt ein großes, weit verzweigtes Kommunikationsnetz mit Switches von verschiedenen Herstellern und mit verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten (10 Megabit, 100 Megabit und 1Gigabit). Wegen des geringen Arbeitsaufwandes sind die Switches so konfiguriert, dass sie die Übertragungsgeschwindigkeit selbständig so aushandeln, dass sie sich an das jeweils schwächste Glied in der Kommunikationskette anpasst (Auto-Negotiation). Dadurch muss das Unternehmen nicht darauf achten, welche Switches in welcher Kombination konfiguriert werden müssen.

Auto-Negotiation ist in der Firmware der Switches hinterlegt und wird von den jeweiligen Herstellern oft anders interpretiert. Dadurch funktioniert die Abstimmung via Auto-Negotiation nicht immer so, wie sie eigentlich arbeiten sollte.

Die Folgen:

So kann es vorkommen, dass ein Gigabit-Switch, der mit seinem 100-Megabit-Pendant gewöhnlich via 100 Megabit kommuniziert, beispielsweise bei extrem hoher Auslastung sporadisch auf 1 Gigabit hochschaltet. Dann wird die Kommunikation unterbrochen, der Gigabit-Switch fährt später wieder auf 100 Megabit herunter, und Pakete müssen neu versendet werden.

Bei der nächsten Lastspitze jedoch tritt der Fehler erneut auf, und wieder müssen Pakete neu versendet werden – was die Kommunikation weiter verzögert und zusätzliche Bandbreitenprobleme verursacht.

Es entstehen ähnliche Effekte wie bei einem flatternden Link. Allerdings ist nur ein Teil der Kommunikation und nicht der gesamte Link betroffen, was die Fehlersuche noch weiter erschwert.

weiter mit: Die umständliche Variante der Fehlersuche- und -beseitigung

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