Remotely ist ein Open-Source-Projekt, mit dem Administratoren eine Fernzugriffslösung selbst hosten können. Im Zusammenspiel mit Immybot können Admins dann Arbeitsstationen bereitstellen und eine Remote-Steuerung implementieren. Remotely läuft aber auch ohne Immybot.
Mit dem Open-Source-Tool Remotely lässt sich eine Remote-Access-Lösung zur Fernwartung von Clients und Servern im eigenen Unternehmen hosten.
(Bild: Joos - Immense Networks)
Remotely ist eine seit Jahren bekannte Open-Source-Lösung für den Aufbau einer Remote-Lösung im eigenen Netzwerk. Neben dem Betrieb als Standalone-Lösung lässt sich Remotely aber auch in die Deployment-Lösung Immybot integrieren. Dadurch können Admins Arbeitsstationen und Notebooks bereitstellen und gleichzeitig eine Remote-Support-Lösung integrieren. Die dabei verwendete Remote-Control-Library steht ebenfalls als Open Source zur Verfügung. Die Bereitstellung als interne Support-Lösung ist schnell abgeschlossen. Soll der Zugriff auch über das Internet möglich sein, ist parallel noch die Einrichtung eines Reverse-Proxys notwendig.
Remotezugriff über Webbrowser konfigurieren
Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser. Vom Webbrowser aus können Admins auf Clients zugreifen. Die Clients laden sich dazu vom Server den Agenten herunter und starten ihn direkt. Danach erfolgt die Anzeige einer ID, die für den Zugriff benötigt wird, ähnlich wie bei TeamViewer.
Durch die Bereitstellung mit Docker, ist das Remote-Portal in wenigen Minuten einsatzbereit und lässt sich auch über das Internet nutzen. Neben Windows und Linux auf Arbeitsstationen, unterstützt Remotely auch den Zugriff auf Windows Server 2019/2022. Hierfür kann der Client installiert und für unbeaufsichtigte Zugriffe konfiguriert werden.
Remotely als Docker-Container und mit Proxmox bereitstellen
In Zusammenarbeit mit Immybot wird die Remote-Lösung Remotely als Docker-Container bereitgestellt. Das macht die Integration im Netzwerk einfacher, vor allem wenn ohnehin bereits Container im Einsatz sind. Wer auf Proxmox setzt, kann Remotely aber auch hierüber bereitstellen. Am Beispiel eines Ubuntu-Systems mit Docker erfolgt die Integration von Remotely mit:
Der Befehl erstellt das notwendige Verzeichnis und lädt das aktuelle Image für Remotely herunter. Danach startet das System den Container auch gleich. Standardmäßig nutzt der Container den Port 5000 für den Remotezugriff. Das lässt sich vor dem Start des Containers aber auch ändern. Sobald der Container gestartet ist, lässt sich das Setup mit „docker ps“ überprüfen. Wenn der Container gestartet ist, kann man die Weboberfläche aufrufen. Dazu wird die IP-Adresse des Docker-Hosts zum Port 5000 im Container umgeleitet. Damit ist die Installation bereits abgeschlossen.
Remotely einrichten
Nach dem Zugriff auf die Weboberfläche von Remotely erfolgt die Registrierung am Server. Danach stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, um Remotely zu nutzen. Der erste Benutzer, der angelegt wird, ist der Admin des Portals. Über die Schaltfläche „Account“ lassen sich Anpassungen für das Adminkonto vornehmen und auch die MFA aktivieren.
Über den Menüpunkt „Organization“ wird die Remote-Steuerung des Unternehmens eingerichtet. Hier lassen sich Gruppen definieren und Benutzer einladen. Parallel dazu kann bei „Server Config“ festgelegt werden, wie der Zugriff auf die Clients erfolgen soll. Hier lassen sich die Reverse-Proxies hinterlegen und festlegen, dass der Zugriff nur über HTTPs gestattet ist. Das Sperren von Geräten ist an dieser Stelle ebenfalls möglich. Dazu kommen die Benachrichtigungsmöglichkeiten per SMTP, die an dieser Stelle konfiguriert werden können. Die Anbindung an Microsoft 365 und Exchange Online ist damit problemlos möglich. Alle Aktionen und Änderungen am Remotely-Server speichert die Lösung in Protokolldateien. Diese sind über die Weboberfläche bei „Server Logs“ zu finden.
Remote-Zugriff mit Remotely durchführen
Über die Weboberfläche von Remotely erfolgt auch der Zugriff auf die angebundenen Arbeitsstationen und Server. Dazu steht der Menüpunkt „Remote Control“ zur Verfügung. Dieser kann auch direkt mit http://<IP oder Name des Servers>:5000/RemoteControl/Viewer aufgerufen werden. Für den Zugriff wird der Name des Admins eingegeben und die Session-ID, die auf dem Client angezeigt wird, wenn der Client gestartet wird. Ist der Client auf einem PC noch nicht verfügbar, kann ihn sich der Benutzer einfach vom Remotely-Server herunterladen. Dazu ist keine Registrierung notwendig. Nach dem Aufrufen der Remotely-Weboberfläche steht bereits ohne Anmeldung der Bereich „Downloads“ zur Verfügung. Hier sind Clients für Windows und Linux verfügbar, die Anwender einfach herunterladen und auf ihrem PC starten können. Eine Installation des Clients ist nicht notwendig, der Client kann direkt starten.
Stand: 08.12.2025
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Nach dem Start ist direkt die ID zu sehen, die der Admin im Remote-Fenster benötigt. Sobald der Zugriff beginnt, muss der Benutzer diesen noch gestatten. Danach erfolgt die Remotesteuerung über die Webseite. Im oberen Bereich steht eine Menüleiste zur Verfügung, mit der Admins die Steuerung konfigurieren können. Es ist an dieser Stelle möglich, zwischen verschiedenen Monitoren zu wechseln, wenn der Benutzer an einem Mehr-Monitor-System arbeitet. Auch der Austausch mit der Zwischenablage ist möglich sowie das Sperren von Remoteeingaben durch den Benutzer. Über den Menüpunkt mit den drei Punkten oben rechts lassen sich weitere Benutzer zur Sitzung einladen, Dateien übertragen und Audio-Einstellungen festlegen.
Remotely mit Windows- und Linux-Server nutzen
Der Remotely-Agent lässt sich auch installieren und so einrichten, dass der Zugriff ohne Zustimmung der Benutzer erfolgen kann. Das geht auch mit Linux-Servern und mit Windows Server 2019/2022. Die Befehle dazu sind im Remotely-Portal über „Downloads“ zu sehen.