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Die Transformation zum Service-Provider führt über all-IP-Netze

Nokia Siemens Networks stellt ein Benchmarking-Tool für Provider vor

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Google macht alle platt?

Laut Henricsson ist Google ein Beispiel dafür, wie die neuen Mitspieler mit modernster Technik ihr eigenes Ökosystem aufbauen und andere Formen des Kundenzugangs nutzen, um Services zu verkaufen. Traditionelle Provider müssen ihre Netze und ihr Geschäft so umbauen, dass sie den Markt als sich ständig ändernde Herausforderung begreifen und gestalten können.

Er identifiziert fünf Schlüsseltechnologien, die diese Transformation unterstützen:

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  • die Migration zu All-IP-Netzen: „Die Zukunft besteht aus Paket-Netzwerken“, sagt Henricsson.
  • eine flache und damit einfachere Transport-Architektur
  • Technik für nahtlose Übergänge von einem Netz ins anderen, inklusive Femtocell, WiMAX, LTE, Fixed Networks und WLAN
  • die Konvergenz von Core-Netzen
  • Virtualisierung

Die Transformation zu All-IP-Netzen steht jedem Provider ins Haus. Die neuen Wettbewerber tun sich allerdings leichter. Sie brauchen weder auf bestehende technische, noch auf organisatorische und Kunden-Infrastrukturen Rücksicht zu nehmen. Der Bau neuer Netze ist zwar teuer, aber die neue Technik erlaubt nicht nur flachere Netze, sondern auch mehr Leistung und schnellere Prozesse im Service und neue Dienste.

Modernisieren ist das Ende der Netzneutralität

Traditionsunternehmen hingegen müssen modernisieren. Die Kosten dafür entständen an ganz anderen Stellen, so Henricsson.

Letztlich jedoch ginge kein Weg daran vorbei, die Netzneutralität aufzuheben. Alle Provider seien mit dem Problem konfrontiert, das rund 5 Prozent der Nutzer 80 Prozent des Verkehrs verursachten. Es stelle sich somit die Frage, wie die Operatoren damit umgehen sollten. Zum Beispiel ließe sich ein Download in der Nacht günstiger anbieten als Freitagnachmittag, wenn alle ins Netz wollten.

Laut Henricsson brauchen unterschiedliche Kunden eine andersartige Behandlung: „Sonst gibt es für alle eine Kostenexplosion, die niemandem gut tut“, sagt der NSN-Experte.

Olof Henricsson: „Vor zwei Wochen hatte die Swisscom einen Ausfall im Kommunikationsnetz. Man konnte zwar noch telefonieren, aber nicht mehr surfen. Da wird einem erst einmal bewusst, was alles am Daten-Netz hängt, zum Beispiel die M2M-Kommunikation; so waren die Kartenleser in den Zügen ausgefallen und niemand konnte bezahlen.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Das Benchmarking mit Cimix hält nicht die Antwort darauf parat, wie Service gestrickt sein sollen, ob lieber Phantom DSL oder FTTH, ob Geschäftskunden- oder Consumer-Geschäft, ob M2M-Geschäft, ob Skype zulassen oder behindern, ob Cloud- oder Outsourcing. „Unsere Kunden müssen sich fragen: Was ist der Wert eines Netzbetreibers? Für wen wird das Netz gebaut? Und dann: Wie wird das Netz gebaut?“ NSN habe die gesamte Kette im Blick.

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