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So kommen die Programme zum Anwender, Teil 1

Neue Techniken der Applikationsbereitstellung

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Mobiler Wildwuchs anstelle x86-PC

Die Benutzergeräte der Vergangenheit waren PCs, die entweder als stationäre Desktops oder mobile Notebooks zum Einsatz kamen. Sie unterscheiden sich lediglich im Formfaktor, der Größe, des Gewichts und der technischen Leistungsreserven - waren im Kern aber allesamt gleich. In deren Inneren werkelte immer eine CPU von Typ x86. Maus und Tastatur waren die Eingabemedien. Dieser Standard in der Hardware und dem Betriebssystem sorgte für die notwendige Ausführkompatibilität der Programme. Für alle Rechenvarianten konnten die gleichen Anwendungen eingesetzt werden. Entwicklungskits und Compiler erzeugten daher immer x-86-Codemodule.

Die Geräte der Zukunft gleichen einem Zoo an unterschiedlichen Modellen. Sie werden als Tablet, Notebook, Netbook, PDA, Smartphone, verwalteter und unmanaged Thin Clients bezeichnet. Deren Unterscheidung geht weit über den reinen Formfaktor hinaus.

Die extremen Unterschiede der Geräte und deren hardwaremäßige Leistung und Möglichkeit verlangen nach unterschiedlichen Programmen. Anwendungen für Google Android, Symbian, Blackberry OS, Apple iOS und Windows Mobile sind allesamt nicht austauschbar. Hinzu kommt: die kleineren Geräte weisen in der Regel keine getrennte Tastatur auf. Stattdessen erfolgt hierbei die Bedienung durch Touchscreens.

Auch hinsichtlich der Prozessoren teilte sich die Welt auf. Viele der kleineren Gerätetypen sind nicht 86-kompatibel. Damit trennen sich auch hier die Umgebungen. Und auch bei den Betriebssystemen gehen die modernen und kleineren Geräte eigene Wege. Infolgedessen müssen die Anwendungen entweder mehrfach erstellt werden oder die Geräte werden zu reinen Anzeigeninstrumenten degradiert. HTML und seine Apps stellen dabei einen Mittelweg dar. Der Großteil der Programme läuft dabei auf zentralen Servern. Die Benutzergeräte sind intelligente Eingabesysteme.

Doch auch bei den traditionellen Windows-Rechnern stehen Umwälzungen an. Beim Einsatz von Techniken der Desktopvirtualisierung müssen statt der PCs leistungsstarke Server im Data Center bereitgestellt werden, die diese virtuellen Desktops tragen können. Hinzu kommen Thin Clients oder auch bestehende Desktops als Endgeräte für die Benutzer.

weiter mit: Fluch oder Segen: Bring-your-own-Device?

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