Die Corona-Pandemie hat die digitale Transformation in Unternehmen beschleunigt – und gleichzeitig Schwachstellen aufgedeckt. Denn für die Umsetzung von sicheren Multicloud- und Hybrid-Strukturen fehlt es vielerorts am entsprechenden Know-how.
Eine optimale Netzwerkumgebung aufzubauen, ist eine Herausforderung – und eine zuverlässige Automatisierung oft der Schlüssel zum Erfolg, sagt Martin Bichler von Megaport, und erläutert in seinem Beitrag, warum.
(Bild: Megaport)
Die letzten zwei Jahre der Corona-Pandemie sind an keinem Unternehmen spurlos vorübergegangen. Viele Firmen mussten in dieser Zeit digitale Transformationen drastisch beschleunigen, die bis dahin nicht abgeschlossen waren. Kein Wunder, oftmals mussten sie ihre gesamte Belegschaft über Nacht ins Homeoffice schicken. Darauf waren die Netzwerke aber selten vorbereitet. Häufig wurden Faktoren wie die Sicherheit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit von Netzwerklösungen vernachlässigt, und es entstanden unübersichtliche IT-Architekturen.
Trotz der digitalen Veränderungen der Arbeitswelt war zahlreichen Unternehmen die Abhängigkeit von ihren Netzwerken nicht bewusst. Dies bestätigt der IDC-Bericht „Network Transformation in Deutschland 2021“, der die Ziele, Anforderungen und Technologien für die Modernisierung der IT-Infrastruktur in Unternehmen untersucht. An der Umfrage nahmen branchenübergreifend IT-Führungs- und -Fachverantwortliche aus 158 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in Deutschland teil. Das Ergebnis: In knapp der Hälfte der befragten Firmen wird das eigene Netzwerk lediglich als Kostenstelle angesehen und auf seine Konnektivität reduziert.
Ein großer Fehler, denn eine gesunde, agile und widerstandsfähige Netzwerk-Architektur kann zahlreiche Möglichkeiten als transformativer Business Enabler bieten. Zwar steht bei vielen Unternehmen die vollständige digitale Transformation noch aus. Mit einem robusten Netzwerk lassen sich aber Sicherheit und Compliance gewährleisten.
Bessere Security für die Cloud-Adaption
Für den modernen Arbeitsalltag verwenden Unternehmen zunehmend Applikationen mit Verbindungen in Private oder Public Clouds. Dieses Vorgehen ermöglicht zwar das flexible Verschieben von IT-Workloads zwischen den Systemen, es erhöht aber auch den kontinuierlichen Datenaustausch und somit die Belastung für die Infrastruktur. Dedizierte, physische Verbindungen zwischen den verschiedenen Cloud-Datacentern oder „Cloud Interconnect“-Lösungen sind oft unflexibel und mit langen Bereitstellungszeiten behaftet. Nicht selten dauert es bei klassischen Anbietern einige Wochen bis diese Verbindungen genutzt werden können.
Hier schaffen moderne NaaS-Lösungen (Network-as-a-Service) eine Alternative. Gemeinsam mit einem zuverlässigen Partner, der über die entsprechende Expertise verfügt, können Unternehmen ihre Cloud-Verbindungen damit im Hinblick auf Sicherheit, Flexibilität und Automatisierung untersuchen und optimieren.
Um die digitale Transformation besser bewältigen zu können, verwenden Firmen zahlreiche Cloud-Services, auf die sie von verschiedenen Orten aus zugreifen. Die genutzten Clouds sollten daher in der Lage sein, untereinander Daten auszutauschen, um die Anforderungen an eine zuverlässige Verfügbarkeit der Informationen erfüllen zu können. Andererseits kann aber dieser gegenseitige Datenaustausch das Sicherheitsrisiko erhöhen und eine Schwachstelle der IT-Infrastruktur darstellen. Abhilfe schafft auch hier ein modernes NaaS, mit dem sich verschiedene Clouds über private Netzwerke schützen und miteinander verbinden lassen. Über SD-WAN Integration bietet ein solcher Service auch Edge-Lokationen und Zweigstellen einen direkten und sicheren Zugriff auf die Cloud. Dies verringert außerdem die Latenz und führt zu geringeren Kosten durch Datenegress – ein deutlicher Mehrwert für die IT-Infrastruktur.
Vorteile durch Automatisierung der Netzwerkverwaltung
Für die tägliche Arbeit eines Unternehmens ist der zuverlässige und ausfallsichere Netzwerkbetrieb essenziell. Allerdings wurden 2021 die meisten Netzwerke noch manuell verwaltet – 55 Prozent laut IDC. Damit sind jedoch nur reaktive und rückwirkende Ansätze möglich, die sich oft zu langsam umsetzen lassen, um einen Ausfall und damit Folgeschäden zu verhindern.
Moderne IT-Architekturen sollten daher die Automatisierung und Analyse sämtlicher Management-Prozesse ermöglichen. Dadurch lassen sich Fehlerquellen reduzieren und frühzeitig erkennen sowie Netzwerk-Ressourcen einfacher bereitstellen und verwalten. Und das wiederum führt zu reduzierten Kosten und einem geringeren Aufwand bei der Bereitstellung durch die Verwendung von Infrastructure-as-Code (IaC).
Zu diesem Zweck eignet sich beispielsweise ein Cloud-Netzwerk-Automatisierungstool mit Terraform und offener API, dessen Code auch für den Kunden verfügbar ist. Mithilfe von Terraform lässt sich IaC einfach in Hybrid- und Multicloud-Umgebungen verwenden. Offene Schnittstellen unterstützen die Entwicklung sowie Integration individualisierter Strukturen und bieten die Möglichkeit einer stärkeren Automatisierung auf mehreren Plattformen. Dadurch können Anwender bestimmte Elemente an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen und sogar maßgeschneiderte Umsetzungen durchführen. Zur Veröffentlichung des Codes eignet sich hier beispielsweise GitHub. Natürlich kommt es auch auf die Kommunikation mit dem Entwickler-Team an – idealerweise über ein nutzerfreundliches Tool. Damit lassen sich Fehler schnell melden und Vorschläge für Code-Verbesserungen einbringen.
Stand: 08.12.2025
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Fazit
Unternehmensnetzwerke werden zunehmend virtualisierter und automatisierter. In der heutigen Zeit ist es daher wichtig, dass Unternehmen ihre IT-Prozesse zuverlässig schützen, um hohe finanzielle Schäden durch schlechte Verfügbarkeit oder Cyber-Angriffe zu vermeiden. Konkret heißt das: Strukturen evaluieren, Schwachstellen feststellen und die Infrastruktur absichern. Zudem sollten die Verantwortlichen ein umfassendes Verständnis der Rolle und des Stellenwerts des Netzwerks mitbringen. Da heutige Architekturen durch den Einsatz von Hybrid- und Multiclouds immer komplexer werden, ist zudem entsprechendes Know-how gefragt.
Die Herausforderung, eine optimale Netzwerkumgebung aufzubauen, wird häufig unterschätzt. Idealerweise lassen sich nahezu alle Netzwerkfunktionen einer IT-Abteilung über Software-definierte Systeme ausführen, die direkt mit anderen Anwendungen kommunizieren. Hier ist eine zuverlässige Automatisierung der Schlüssel zum Erfolg. Dabei empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner, der über langjährige Expertise verfügt.
Martin Bichler.
(Bild: Megaport)
Auf Basis einer neutralen Plattform lässt sich außerdem sicherstellen, dass das gesamte IT-Ecosystem von deren Skalierbarkeit und Reaktionsfähigkeit profitiert und dass Sicherheit und Compliance gewährleistet sind. Das interne Netzwerk ist dadurch nicht mehr eine reine Kostenstelle, sondern entwickelt sich zum transformativen Business Enabler.
Über den Autor
Martin Bichler ist Head of Channel EMEA, bei Megaport.