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Fliegender Wechsel vom WLAN zum Mobilfunknetz

Mitarbeiter der KWS Saat AG müssen stets erreichbar sein

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Schnurlos: Dect oder VoWLAN

Für die Schnurlostelefonie wurde zuvor ein Dect-Funknetz (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) mit etwa 100 Endgeräten genutzt, das aber im Zuge der Umstellung auf VoIP wegfiel. Der Grund: Damals gab es noch keine passenden Endgeräte, um drahtlos im IP-Netz per Voice over WLAN (VoWLAN) zu telefonieren. Stattdessen sollte die mobile Erreichbarkeit auf dem Betriebsgelände nun über normale GSM-Mobilfunkhandys (Global System for Mobile Communications) gewährleistet werden.

„Doch damit hatten unsere Mitarbeiter an manchen Maschinen und in einigen Gebäuden mit speziell beschichteten Fenstern schlechten bis gar keinen Empfang“, erinnert sich Augenreich. Wenn ein Handwerker in einem solchen Bereich unterwegs war, konnte schon eine gewisse Zeit vergehen, bis er bemerkte, dass er an anderer Stelle dringender benötigt wurde.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Jochen Flemnitz, Leiter Einkauf und Bau-Management bei KWS, erwog Chef-Techniker Augenreich deshalb verschiedene Alternativen. So wurde die Möglichkeit, das Firmengelände für den besseren GSM-Einsatz durch den Einbau von Antennen in die betroffenen Gebäude aufzurüsten, aus wirtschaftlichen Gründen bald wieder verworfen.

Die nächste Idee: neue Endgeräte, die sowohl Dect- als auch GSM-fähig sind. Diesen Grundgedanken, Festnetz und Mobilfunk in eine einzige Lösung zu integrieren, griff Axel Emser auf, Vertriebsleiter bei Siemens Enterprise Communications in Kassel.

Sein Vorschlag lautete: Die bestehende Kommunikationsplattform zunächst um ein drahtloses lokales Netzwerk (WLAN) zu erweitern, das für die Sprach- und Datenkommunikation genutzt werden kann. Eine Lösung für die so genannte Fixed Mobile Convergence (FMC) sollte dann für das übergangslose Handover zwischen WLAN und Mobilfunknetz sorgen, wodurch sich die Mobilität der Mitarbeiter auf dem Firmengelände jederzeit gewährleisten lässt.

Denn sobald einer der Gesprächspartner den Empfangsbereich des Drahtlosfunks verlässt, wird automatisch und ohne Unterbrechung das teurere GSM-Netz genutzt. Dadurch kann auch in abgelegeneren Bereichen des Betriebsgeländes mobil telefoniert werden, ohne das gesamte Areal aufwändig mit einem WLAN abdecken zu müssen.

weiter mit: Hipath vom Feldversuch zur Serienreife

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