Nicht nur Hightech-Unternehmen benötigen eine moderne und sichere IT-Infrastruktur. Mit der Digitalisierung sind es auch gemeinnützige Organisationen wie die Caritas, die in Sachen IT aufrüsten müssen. Gerade bei Organisationen, die über viele Jahre hinweg gewachsen sind, ist eine solche Aufgabe jedoch ein langfristiges Projekt.
Robert Babic ist Geschäftsführer von Byon und erläutert in seinem Beitrag, wie der Deutsche Caritasverband seine IT modernisiert und konsolidiert.
(Bild: Byon)
Ende des 19. Jahrhunderts gründete eine kleine Gruppe katholischer Sozialreformer in Köln den Deutschen Caritasverband https://www.caritas.de/ mit dem Ziel, Hilfsangebote für Menschen in Not zu vereinen. Im Laufe der Zeit hat sich die damalige Initiative zum größten deutschen Wohlfahrtsverband entwickelt. Im Sinne des Auftrags „Not sehen und handeln“ leistet der Deutsche Caritasverband e.V. neben Hilfe vor Ort mittlerweile auch Online-Beratung. Seit den 1950er Jahren ist die Caritas auch international in der Notfall- und Katastrophenhilfe tätig – heute in über 80 Ländern weltweit.
Die Verbandszentrale des Deutschen Caritasverbands mit Sitz in Freiburg zählt rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommen Hauptvertretungsstandorte in Berlin, Brüssel und in weiteren relevanten Orten der politischen Interessenvertretung. Unter dem Dach des Deutschen Caritasverbands sind insgesamt 27 Diözesan-Caritasverbände, 19 caritative Fachverbände sowie rund 6.000 örtliche und regionale Caritasverbände als rechtlich selbständige Träger organisiert.
IT-Verantwortlichkeit zentralisieren
Der Deutsche Caritasverband e.V. gilt in der vielschichtigen Organisationstruktur als Know-how-Träger und Organisator für übergreifende Verwaltungsaufgaben. Der Dachverband ist bereits seit zehn Jahren Kunde der Byon GmbH. In dieser Zeit gab es bereits verschiedene Aufgabenstellungen mit unterschiedlichen Anforderungen, die eine individuelle Lösung erforderlich machten. Ursprünglich stellte Byon lediglich eine BlueJeans-Videokonferenzlösung bereit und unterstützte im Laufe der Jahre bei der Umstellung von SIP-Trunks. Diese waren am Hauptstandort in Freiburg sowohl für die Katholische Hochschule als auch für den Caritas Dachverband vorhanden – allerdings unstrukturiert. Byon hat deshalb eine Aufteilung der SIP-Trunks vorgenommen und die beiden Systeme somit klar voneinander abgegrenzt.
Nach und nach und durch einen Wechsel des IT-Leiters im Dachverband wuchs in der komplexen Verbandsstruktur der Wunsch, einen zentralen Dienstleister für alle IT-Lösungen zu etablieren. Der konkrete Bedarf des Caritasverbands lag vor allem darin, einen professionellen IT-Partner an seiner Seite zu haben, der nicht nur die bestehende IT verwaltet, sondern die interne Technik strategisch weiterentwickelt und Innovationen voranbringt. Hierfür ist eine SD-WAN-Lösung der Grundstock, um für künftige Netzwerkanforderungen im Digitalisierungsprozess gewappnet zu sein.
Schrittweise Netzwerkmigration
Im Jahr 2022 hat Byon begonnen, den Anschluss des Deutschen Caritasverband e.V. zu analysieren und weiter zu migrieren. Dabei wurde in einem ersten Schritt das bestehende Netzwerkkonstrukt überarbeitet und von einer SD-WAN-Lösung mit reinen Internetzugängen an den Standorten abgelöst. Die neue Byon SD-WAN-Lösung bietet seit März 2023 als Underlay-Netzwerk reine IP-Access-Produkte, also die physische Konnektivitätsbasis, während das Overlay-Netzwerk mithilfe der Fortinet Security Fabric den Datenverkehr (von Standort zu Standort) sichert. Die Vernetzung zwischen den Standorten erfolgt auf Basis von IPSec-Tunneln. Diese Migration dauerte rund drei Monate.
Neben dem Hauptstandort kamen und kommen zudem immer wieder neue, kleinere Nebenstandorte hinzu und werden in das Netzwerk integriert. Grund hierfür ist, dass die kleineren Standorte zum Teil noch an bestehende Vertragslaufzeiten des vorherigen IT-Dienstleisters gebunden sind. Mit der engen Kundenbetreuung durch Byon kann die Integration der verschiedenen Standorte flexibel und individuell über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen. Die lokalen Internet-Breakouts werden durch den Einsatz von FortiGate abgesichert. Mit den Geräten als SD-WAN-Endpunkt wird das Netzwerk zu einem Secure SD-WAN mit Next-Generation-Firewall-Funktionen. Die gesamte Netzwerklösung wird von Byon in der Cloud gemanagt. Die dafür nötige Management- und Analyseplattform betreibt Byon in seinen Rechenzentren in Frankfurt.
Als eine Art Pilotprojekt hat Byon außerdem an einem Caritasverband-Standort in Berlin MS Teams als zentrale Kollaborationsplattform implementiert, da sich die verschiedenen Microsoft-Anwendungen ohnehin in der gesamten Organisation etabliert haben. „Wir sind gespannt, welche Erfahrungen unsere Beschäftigten mit Microsoft Teams als Kollaborationsplattform inklusive Telefonie machen. Übergreifend haben wir uns allerdings dazu entschieden, vorerst bei der Telefonanlage von Innovaphone zu bleiben und die Investition in eine MS-Teams-Migration erst in Zukunft anzugehen“, so Rainer Beck, Leiter Referat Informationstechnologie beim Deutschen Caritasverband e.V.
Dem Ziel ein Stück näher
Mit der SD-WAN-Lösung hat der Deutsche Caritasverband am Hauptstandort in Freiburg die Weichen für die Weiterentwicklung der IT gestellt. Trotz der verzweigten Organisationsstruktur und der über Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur, ist der Deutsche Caritasverband e.V. dem Wunsch nach Standardisierung ein gutes Stück nähergekommen, ohne die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Standorte aus den Augen zu verlieren. Als nächstes Projekt steht an, die beiden Telefonanlagen der Caritas-Zentrale und der Katholischen Hochschule in den jeweiligen Rechenzentren zu vereinheitlichen und in die Cloud zu migrieren.
Stand: 08.12.2025
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Außerdem hat sich die interne IT-Abteilung mit zukunftsorientiertem Blick dazu entschieden, im November 2023 einen Security-Workshop mit Byon umzusetzen, um nach und nach die IT-Sicherheitsstrategie auszuarbeiten. „Nach der gemeinsamen Strategieentwicklung stehen wir für die Umsetzung mit unserem 360-Grad-Blick für den Deutschen Caritasverband e.V. bereit. Für Byon steht jeder Unternehmenskunde mit seinen individuellen Anforderungen an Netzwerkanbindung und Arbeitsplatz im Fokus – so können wir den Modern Workplace mit unseren Services bedarfsgerecht weiterentwickeln“, sagt Markus Michael, Geschäftsführer der Byon GmbH.
„Durch die Zusammenarbeit mit Byon haben wir nun einen zentralen IT-Dienstleister, der ein umfassendes Verständnis unserer Bedarfe von Netzwerk über Security bis hin zu Telefonie mitbringt. Und nicht nur das: Wir schätzen die enge Abstimmung und den Blick über den Tellerrand, der es uns ermöglicht, Schritt für Schritt unsere IT-Infrastruktur zu transformieren“, beschreibt Rainer Beck die erfolgreiche Zusammenarbeit.