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Wireless Mesh Networks – drahtlose Netzwerktechnologie der Zukunft

Mesh Networks auf WLAN-Basis – unterschätzte Schlüsseltechnologie

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Höchste Ausfallsicherheit

Wenn ein Mesh-Knoten ausfällt oder gewaltsam außer Betrieb gesetzt wird, macht das für den Rest des Netzes kaum etwas aus: die Nachbarn des betroffenen Knotens merken sofort, dass etwas nicht stimmt und führen das Layer-2-Routing einfach so aus, als sei der Knoten nie existent gewesen. Dadurch kompensieren sie den Ausfall vollständig.

Diese Konstruktion erreicht ihre Grenzen lediglich dann, wenn der ausgefallene Knoten der einzige Nachbar eines am Rand des Mesh Netzes liegenden Knotens war. Denn dann wäre dieser bei einem Ausfall seines Nachbarn isoliert. Dies kann man aber bei der grundsätzlichen Konstruktion des Netzes berücksichtigen.

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Damit ist ein Wireless Mesh Netz sozusagen unzerstörbar. Doch wo kann man derartige Fähigkeiten wirklich brauchen? Nun, ein Beispiel ist die Vernetzung von Überwachungskameras. Eine einzelne Kamera kann man z.B. durch Ansprühen mit Farbe außer Gefecht setzen und jedes Kabel kann man kappen. Also ist die Funkvernetzung der Kameras ein guter Ansatz, die Sicherheit zu erhöhen. Macht man das jedoch mit einem herkömmlichen WLAN, so wäre ein Angriff auf einen Access Point verheerend, denn die Bilder aller von ihm versorgten Kameras würden ausfallen.

Stattet man dagegen jede Kamera mit einem Mesh-Knoten aus, so können zwar immer noch einzelne Kameras lahm gelegt, aber niemals ein gesamter Bereich ausgeschaltet werden.

Das gilt im übertragenen Sinne auch für jede Art von Einsatzfahrzeugen, weshalb Mesh Networks in den USA bspw. bei Polizeibehörden, Zoll und Feuerwehren besonders beliebt sind. Aufgrund der geschilderten Unabhängigkeit des Konzepts von bestimmten Funkschnittstellen kann man in diesen Fällen z.B. Funk in lizenzierten Bändern mit hoher Reichweite einsetzen. In San Francisco werden so z.B. auch Polizeiboote durch das SFPD flexibel in den Funkverkehr eingebunden.

weiter mit: Höchste Bandbreiten

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