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Vernetzung ist ein Muss
Außerdem werden die Verschränkungen von Cyberspace und realer Welt immer dichter, zum Beispiel durch die Abbildung von RFID- und GPS-gestützten Informationen sowie durch den Einsatz und die Auswertung von Internet-Kameras. In der Arbeitswelt macht sich das durch neue Lernformen bemerkbar, etwa durch Edutainment-Angebote. Das ist umso wichtiger als Informations-Arbeiter lebenslang dazulernen müssen.

Auch in anderen Ländern sind diese Trends erkannt. So stellt Singapur seinen Einwohnern breitbandige Internet-Anschlüsse kostenfrei zur Verfügung.
Einen eheblichen Einfluss auf die Arbeitswelt hat die demografische Entwicklung. Während die Weltbevölkerung wächst, nimmt die Zahl der Deutschen ab. Die Geburtenrate betrug 1960 hierzulande 2,6 Prozent, derzeit liegt sie bei 1,4 Prozent. Um den jetzigen Status zu halten, müsste sie jedoch 2,3 Prozent ausmachen.
Der Anteil der über 40jährigen an der arbeitenden Bevölkerung lag 2005 ohnehin bereits über 50 Prozent. Bis 2050 werden bei der jetzigen Gesetzeslage überhaupt nur 30 Prozent der Bevölkerung arbeiten. 100 Jahre alt zu werden, ist zumindest für Frauen dann keine Ausnahme mehr. Letztendlich bedeutet der demografische Wandel, die Deutschen müssen länger arbeiten und deshalb ist der Erhalt von geistiger und körperlicher Fitness unverzichtbar. Arbeiten und Ruhestand wird die Norm, Frauen gehören mehr denn je ins Erwerbsleben.
Greise und Millennials
Doch nicht nur die Alten sorgen für ein massives Umkrempeln der Arbeitswelt. Generation Y und noch stärker die so genannten „Millennials“, die um die Jahrtausendwende Geborenen, sorgen für viel frischen Wind. Sie zeichnen sich unter anderem durch eine geringe Bindung an ein Unternehmen aus. Sie wollen und dürfen viel verdienen und werden es bekommen. Sie wollen flexible Arbeitszeiten, sind eher ergebnis- als prozessorientiert, pflegen einen offenen Dialog, verstehen und benötigen neuste Technik, erwarten umgehende Feedback und funktionierende Teams.

Das alles fördert den Trend zur Urbanisierung. Megacities werden mächtiger als Nationalstaaten“, so Bauer. Während 1970 erst ein Drittel der Menschheit in Städten lebte, werden es 2050 zwei Drittel sein. Schon seit 2007 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten.
Das 750 Kilometer lange Städteband zwischen Boston und Washington über New York City, Philadelphia und Baltimore, auch Megalopolis BosWash genannt, beheimatet mit 45 Millionen Menschen rund 15 Prozent der US-Bevölkerung auf nur 3 Prozent der Staatsfläche. Dort sitzt mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,3 Billionen Dollar die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt.
Ohne Telematic, virtuelle-reale Communities und so etwas wie „Smart Home“, „Smart Work“ oder generell „Smart Living“ lässt sich ein Leben in den Megacities gar nicht mehr bewältigen. Es ist schon ein Problem, von einem Ende der Stadt zum anderen zu gelangen.
Dazu kommen die Kosten für die Mobilität. Ohnehin wird der Bedarf an Erdöl bis 2030 um 40 Prozent steigen. Der Energieverbrauch steigt, aber die Ressourcen verknappen.
Die Erderwärmung steigt; die Frage ist lediglich ob um 2,5 Prozent, für den Fall, dass „der Umweltschutz Gas gibt“, oder um 4,5 Prozent, wenn nichts geschieht, so Bauer. Absehrbar ist aber, dass Umweltkatastrophen zunehmen.
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