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IPv6-Botschafter Meinel macht mit Wissen Mut zur Migration

IPv6 schlägt IPv4 – Aber warum steigt keiner um?

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Gute Argumente für Ipv6

Doch laut IPv6-Botschafter Meinel wäre es falsch, den Umstieg zu fördern indem die Angst vor der Adressknappheit geschürt werde. IPv6 bietet viele Vorteile. Dazu zählt er die Möglichkeit der Autokonfiguration. So kann das Protokoll aus einer MAC-Adresse eine LLU IPv6-Adresse berechnen.

LLU = Link Local Unicast, lokale Adresse, die vom Router nicht weitergegeben wird. Link-lokale Präfixe können auf einem Gerät mehrfach vorhanden sein und damit unterschiedliche Netzsegmente im gleichen Adressraum beanspruchen.

LLU kann somit vom Endgerät zur Router-Suche im lokalen Netzwerk verwendet werden. Der Router sendet dabei Informationen über den IPv6-Adressbereich zurück, in dem das Endgerät seine Adresse wählt.

Die Funktion Duplicate Address Detection (DAD) sorgt dafür, dass keine Adressen doppelt vergeben werden. Die Konfiguration läuft somit ohne Nutzereingriff ab (stateless), kann aber durch DHCP6 (stateful) ergänzt werden. Zudem eignet sich IPV6 durch die Autokonfiguration insbesondere für mobile Endgeräte.

Ein grafischer Überblick über die Header-Strukturen von IPv4 und IPv6 zeigt deutlich die Vereinfachung, die mit dem neuen Standard einher geht. Bild: Meinel/HPI (Archiv: Vogel Business Media)

Einer der grundsätzlichen Vorteile von IPv6 gegenüber IPv4 ist die Header-Aufteilung. Sie ist zugleich einfacher und mächtiger bei nicht einmal einer Verdopplung der benötigten Bytes. Die Version vier benötigt mindestens 20 Bytes und eine Reihe von Optionen (siehe Bild). Die Header in Version sechs benötigen 40 Bytes.

Sie transportieren Metainformationen über ein Adress-Re-Numbering, Multicast sowie Anycast und erlauben Hierarchien. Dennoch hält sich IPv4 zäh. Das liegt laut Meinel an den vielen Werkzeugen, die das eigentliche Protokoll modern machen. Es gibt DHCP für IPv4 (DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol) für die automatische Einbindung eines Computers in ein bestehendes Netzwerk ohne manuelle Konfiguration, IPsec für IPv4 und ein Multiprotocol Label Switching (MPLS) für Service-Klassen und Sicherheit sowie ein Classless Inter-Domain Routing (CIDR) um die Größe von Routing-Tabellen zu reduzieren.

Aber Ipv4 kann das auch

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