Anbieter zum Thema
Wi-Fi-Interferenzen verstehen und vermeiden
Interferenzen sind ein Hauptproblem für Wi-Fi-Netzwerke, die in einem nicht regulierten Band betrieben werden. Als Interferenzen werden unerwünschte Funksignale (z.B. Rauschen) bezeichnet, die den normalen Systembetrieb unterbrechen. Legitime Übertragungen werden bei Interferenzen möglicherweise nicht ordnungsgemäß übertragen. Wenn ein 802.11-Gerät ein Signal hört, schiebt das Gerät die Übertragung auf, bis das Signal ruht, unabhängig davon, ob das Signal ein Wi-Fi-Signal ist oder nicht. Daher können Funkstörungen einen Access Point auch zum Stillstand bringen.
Herkömmliche Wi-Fi Access Points verwenden Rundstrahlantennen, die Energie verschwenden, Interferenzen für benachbarte Access Points erzeugen und nur wenig Kontrolle über Übertragungen bieten, da Rundstrahlantennen Energie wahllos in alle Richtungen ausstrahlen.
Um das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) zu maximieren, setzen „optimierte“ oder „intelligente“ Access Points hochleistungsfähige Antennen oder Verstärker ein. Das verursacht jedoch häufig eine Verschlimmerung der Interferenzprobleme auf der Makroebene und kann zu anderen unerwünschten Nebeneffekten führen, zum Beispiel dazu, dass mobile Clients mit einem Access Point verbunden bleiben müssen, lange nachdem sie zu einem näherliegenden Access Point hätten wechseln sollen.
Eine herkömmliche Technik gegen Interferenzen in einem WLAN ist das Wechseln in einen „saubereren“ Funkkanal. Damit ein Access Points Kanäle wechseln kann, müssen die verbundenen Clients die Verbindung lösen und dann erneut herstellen. Dies führt zu Unterbrechungen in Sprach- und Videoanwendungen. Darüber hinaus kann es zu einem Dominoeffekt kommen, weil benachbarte Access Points ebenfalls ihre Kanäle wechseln müssen, um Co-Kanal-Interferenzen zu vermeiden. Für eine weit gespannte Kanalanpassung im gesamten WLAN sind möglicherweise eine Standortumfrage und manuelles Tuning erforderlich.
In der Realität ist das Wechseln von Kanälen oft nicht praktizierbar. Die große Mehrheit von Wi-Fi-Geräten nutzt heute das 2,4-GHz-Funkband, das oft nur drei nicht überlappende Kanäle bietet. Selbst mit dem 5-GHz-Band sind nur elf nicht überlappende Kanäle verfügbar, ganz abgesehen von den zahlreichen Nicht-Wi-Fi-Interferenzquellen wie Mikrowellen, kabellose Telefone und Videoüberwachungskameras, die zwischen mehreren Funkfrequenzen springen.
„Das Wechseln von Kanälen sollte ein letzter Ausweg sein. Es ist wesentlich besser für das Makronetzwerk, wenn Access Points die Wi-Fi-Übertragung automatisch über Pfade leiten können, die bekanntermaßen frei von Funkstörungen sind“, sagt Steve Martin. „Zwar ist das Erkennen und Identifizieren von Wi-Fi-Interferenzen seit Jahren mit einer Reihe von kostengünstigen Spektrumanalysesystemen möglich, aber bis vor kurzem konnten Wi-Fi-Access Points Interferenzen nicht in Echtzeit abwehren und unterdrücken.“
weiter mit: Intelligentere Wi-Fi-Systeme als Lösung
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:2045073)