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VMware Imager: Windows automatisiert als VM installieren Golden Images für VDI-Umgebungen und Netzwerke

Von Thomas Joos

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VMware Imager ist ein Fling von VMware, mit dem Virtualisierungsumgebungen auf Basis von VMware bezüglich der Betriebssysteminstallation automatisiert werden können. Flings sind Erweiterungen und Tools von VMware, die Admins in Ihrer Umgebung meistens kostenlos einsetzen können.

Mit dem VMware-Fling "Imager" lassen sich die Erstellung von VMs, die unbeaufsichtigte Installation von Betriebssystemen und die Installation von Updates automatisieren. Thomas Joos zeigt, wie das geht.
Mit dem VMware-Fling "Imager" lassen sich die Erstellung von VMs, die unbeaufsichtigte Installation von Betriebssystemen und die Installation von Updates automatisieren. Thomas Joos zeigt, wie das geht.
(Bild: © New Africa - stock.adobe.com )

Mit VMware Imager lassen sich die meisten Schritte der Bereitstellung von Betriebssystemen mit VMware-Produkten automatisieren. Dazu gehören die Erstellung der VM, die unbeaufsichtigte Installation des Betriebssystems und die Installation von Updates. Auch das Verallgemeinern der Installation über Sysprep ist mit dem Tool möglich. Das zeigt, dass der Fokus der Anwendung im Installieren eines goldenen Images liegt. Die Verwendung des Tools entspricht der Oberfläche der VMware vCenter Server Appliance (VCSA).

Das Image kann für die Bereitstellung in VDI-Umgebungen zum Einsatz kommen, aber auch für die Verteilung von Windows auf herkömmlichen PCs. Auch die Installation einzelner Testcomputer ist mit VMware Imager möglich. Die VMs lassen sich mit ESXi/vSphere und mit VMware Workstation nutzen.

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VMware Imager in der Praxis

Das etwa 400 MB große Tool ist leicht zu bedienen. Nach dem Download und der Installation startet mit „New“ der Assistent, mit dem sich eine neue VM erstellen lässt. Für den Betrieb von VMware Imager ist entweder VMware Workstation oder VMware Player nötig.

Der erste Schritt besteht darin, eine WIM-Datei oder ein ISO-Image mit einer WIM-Datei zu verbinden. Auf dieser Basis erfolgt die Erstellung der VM. Generell ist das Tool für die Erstellung von Images auf Basis von Windows 10 oder Windows 11 gedacht, es lassen sich aber auch Windows Server 2019/2022 nutzen. Interessant ist das zum Beispiel für Test- und Entwicklungsumgebungen.

Sobald VMware Imager die WIM-Datei geöffnet hat, lässt sich auch die Edition von Windows auswählen, die aus der WIM-Datei ausgelesen werden soll. Danach zeigt der Imager den Ablauf der Erstellung des Images an. Dieser trägt die Bezeichnung „Plan“. Hier ist es möglich die Workflows an beliebigen Stellen zu beenden. Dazu wird bei der entsprechenden Stelle, zum Beispiel bei „Provision Software“ die Schaltfläche „Stop Here“ betätigt. Die Schaltfläche ist aber auch bei „Update OS“ oder „Sysprep“ zu finden, sodass an jeder Stelle des Prozesses ein Haltepunkt gesetzt werden kann. Mit „Next“ wechselt das Tool auf die nächste Seite des Assistenten, auf dem weitere Anforderungen konfiguriert werden können.

Erstellte VM konfigurieren

Wenn die VM erstellt ist, kann deren virtuelle Hardware angepasst werden. Hier stehen Anpassungsmöglichkeiten für die virtuellen Prozessoren, den Arbeitsspeicher, der Festplatte und weitere Optionen zur Verfügung. In diesem Rahmen ist es auch möglich bei „Operating System“ die Anmeldeinformationen für den lokalen Administrator zu steuern.

Neben dem Kennwort ist es auch möglich den Anmeldenamen zu definieren. Generell ist es sinnvoll den Namen „Administrator“ zu ersetzen, da dieser Benutzername häufig als Ziel von Angriffen dient. Der Standard-Administrator wird durch VMware Imager im Rahme der Sysprep-Generalisierung gelöscht. Es ist aber möglich mit der Option „Keep admin user“ den lokalen Administrator zu behalten.

Die VMs können aber noch tiefgehender angepasst werden. Dazu lassen sich PPKG-Dateien in das System integrieren, die zum Beispiel das Windows ADK erstellen kann. Dieses Bereitstellungstool stellt Microsoft kostenlos zur Verfügung. Über diesen Weg ist es zum Beispiel möglich Anwendungen automatisiert zu installieren. Die Pakete lassen sich über „Add Package“ hinzufügen.

Wenn alle Einstellungen gesetzt sind, kann das Tool mit dem Windows-Bordmittel „Syspep“ generalisiert werden, sodass das Image auch für andere Belange eingesetzt werden kann. Wenn mit dem Windows ADK auch eine Antwortdatei auf XML-Basis erstellt wurde, kann diese hier ebenfalls mit eingebunden werden. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eine VMware-VM handeln. Mit „Build Image“ wird das Image schließlich erstellt und steht auf Basis der vorgegebenen Einstellungen zur Verfügung.

VMware Imager erstellt die Images selbstständig

Wenn alle Einstellungen vorgegeben wurden und der Vorgang mit der Schaltfläche „Build Image“ gestartet ist, beginnt VMware Imager mit seinen Aktionen. Der aktuelle Fortschritt ist im Fenster zu sehen. Nach Abschluss des Vorgangs, lässt sich VMware Imager mit „Done“ beenden. Die erstellten Images bleiben innerhalb von VMware Images im Dashboard erhalten und lassen sich von hier aus auch öffnen. Die Images bestehen im Grunde genommen aus allen Dateien, die in VMware-Virtualisierungsumgebungen und auf virtuellen Festplatten zum Einsatz kommen. Die VM kann entweder mit den bekannten VMware-Virtualisierungslösungen direkt geöffnet werden, oder es erfolgt eine Konvertierung mit VMware Converter.

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Nach dem ersten Start der VM startet der Einrichtungsassistent von Windows 10 oder Windows 11, über den zunächst die Region und Zeitzone eingerichtet werden. Danach erfolgt der Abschluss der Aktion und die VM steht zur Verfügung.

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