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FPS-Betriebsverfahren Frame Relay
Frame-Relay wurde zunächst als Zubringerprotokoll für ISDN entwickelt und ist ein Standard für ein verbindungsorientiertes Protokoll zwischen einer Datenendeinrichtung und einer Datenkommunikationseinrichtung und löst auf diese Weise X.25 ab.
Ein Frame-Relay-Netz führt bezüglich der angeschlossenen Stationen genau wie ein X.25-WAN ein Multiplexverfahren durch, behandelt also Datenströme zwischen Endeinrichtungen im Rahmen virtueller Schaltkreise für die Übertragung identifizierter Datenpakete.
Frame-Relay-Pakete enthalten Adressen der OSI Schicht 2 und sind von variabler Länge. Frame-Relay erlaubt eine transparente Datenkomunikation und das Multiplexen unterschiedlicher logischer Verbindungen bei für WANs relativ hohen Datenraten zwischen 56 kbit/s und 45 Mbit/s. Zugelassen sind 56 kbit/s. in den USA, sowie N x 64 kbit/s. in Europa, 1,544 Mbit/s in den USA (Primärmultiplexrate) bzw. 2,048 Mbit/s in Europa sowie 34 und 45 Mbit/s, woran man die enge Bindung an ISDN erkennt.
Frame-Relay ist z.B. dazu geeignet, die ISDN-Kanäle D, B und H aber auch T1 und E1-Leitungen zu nutzen. Es werden auf diesen Systemen fest geschaltete virtuelle Verbindungen (Permanent Virtual Circuits) vorausgesetzt. Die Frame Relay-Technik ist durch internationale Standards (CCITT/ANSI) festgelegt. Frame Relay führt zu einer synchronen Übertragungstechnik.
Rahmendefinition
Ein Frame-Relay-Rahmen kann bis zu 8 kByte Nutzinformation übertragen, die durch eine 16-Bit-Prüfsumme abgesichert ist. Außer Flags für Beginn und Ende des Rahmens gibt es nur noch das DLCI-Feld (Data Link Connection Identifier) von 2-4 Bytes Länge, welches eine bestimmte virtuelle Verbindung (die der Rahmen benutzt) eindeutig beschreibt.
Wie bei konventionellen X.25-Datenpaketnetzen beschreibt Frame Relay unter anderem ein Nutzer-Netzwerk-Interface, welches Frame Relay Interface (FRI) genannt wird (CCITT I.122 FRI-Spezifikation, CCITT Q.921 Frame-Format).
Der Frame Relay Dienst kann in Form von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (z.B. zwischen zwei Routern) oder an nutzereigenen Frame-Relay-Knoten (FR-Kommunikationsprozessoren) realisiert werden. Zwischen diesen Kommunikationsprozessoren können dann irgendwie geartete andere Leitungen oder Netze liegen, die natürlich mindestens die geforderte Frame-Relay-Datenrate unterstützen müssen. Der Frame-Relay-Dienst ist primär verbindungsorientiert auf PVC-Basis, allerdings gibt es auch SVC-Spezifikationen.
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