Ältere Netze fit gemacht für moderne Analyseverfahren Flow-Monitoring – Datenströme im Fokus
Die Ursachen für schlechte Servicequalität im Netz können vielfältig sein – vom falsch konfigurierten Switch über gedankenlose Mitarbeiter bis hin zu gefährlichen Hacker-Attacken. Erst eine genaue Analyse der Datenströme schafft Klarheit über das Wieviel, Woher und Wohin. Neue Programme machen nun auch ältere Netzwerke „Ready for Flow Monitoring“.
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In Abwandlung des Parkinsonschen Gesetzes kann man sagen: Es steht im Netzwerk immer so viel Bandbreite zur Verfügung, dass sie gerade nicht ausreicht. Oder andersherum: stehen großzügig dimensionierte Ressourcen bereit, steigt die Versuchung, diese auch zu nutzen – und das nicht immer zum Vorteil des Unternehmens. Da wird Internet-Radio gehört, mal eben ein privates Fotoalbum im Internet angelegt oder die neuesten Youtube-Videos angeschaut. Die Netzwerk-Ressourcen bei „Engpässen“ einfach zu erweitern kann sich daher schnell als ausgesprochen teures Fass ohne Boden erweisen. Denn bald sind die neuen Möglichkeiten wieder ausgeschöpft und das Netzwerk ist wieder „zu langsam“. Wo die Kapazitäten letztlich geblieben sind, weiß aber keiner so genau.
Wer sein Netzwerk heute reibungslos und zu vertretbaren Kosten betreiben will, muss nicht nur wissen, wer oder was im Netz ist, sondern auch, welche Datenströme in welchem Umfang wohin fließen. Flow Monitoring gehört heute schon zum Standardprogramm im modernen LAN-Management. Denn wenn das Netzwerk in die Knie geht, dann muss das nicht an einer verantwortungslosen Belegschaft liegen. Die Ursachen können vielfältig sein.
Oft ist einfach das steigende Datenaufkommen schuld. Beispiel Medienarbeit: Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan. Wo früher einfache HTML-Internet-Seiten ausreichten, müssen heute interaktive, multimediale Inhalte her. Großformatige Videos sind in. Aber diese müssen auch produziert, verarbeitet und online gestellt werden. Web 2.0 lässt den Traffic schnell um das Zehnfache ansteigen. Dann ist ein bestehendes Backbone schnell überfordert, und die Performance im betroffenen Segment lässt zu wünschen übrig.
Zuweilen erweist sich sogar nagelneue Hardware als Flaschenhals: Intelligente Switches und Router wollen richtig konfiguriert sein, sonst leisten sie bei weitem nicht das, was der Anbieter verspricht − und was man bezahlt hat.
weiter mit: Performance-Schwäche: oft ein Hinweis auf Virenbefall
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