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Ältere Netze fit gemacht für moderne Analyseverfahren

Flow-Monitoring – Datenströme im Fokus

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Flow Monitoring: woher und wohin?

Ein gutes Flow-Monitoring-Programm sammelt die von der Hardware bereitgestellten Informationen, analysiert den Datenverkehr im Netzwerk und liefert dem Administrator strukturierte Informationen, ohne ihn dabei mit Unwichtigem zu belasten. Wichtig sind automatische Alerts und vordefinierte Reports, mit denen sich Engpässe und Gefahren schnell erkennen lassen.

Wichtige Flow-Monitoring-Funktionen sind:

  • Automatische Klassifizierung des Datenverkehrs nach Typ und Protokoll in Echtzeit
  • Identifizierung von Flow-Mustern über das Netzwerk in Echtzeit
  • Identifizierung von Datenverkehrsquellen und Datenverkehrszielen sowie der Geräte mit dem größten Bandbreitenverbrauch
  • Identifizierung von Datenverkehrszielen nach Gruppe, Domäne, Top-Level-Domäne (TLD) und Land
  • Identifizierung interner und externer Datenverkehrsquellen und -ziele
  • Identifizierung und Analyse des Datenverkehrs in LANs und WANs für Quality of Service-Verfahren zur Type of Service-(ToS-) oder DSCP-Klassifizierung
  • Gruppierung der Flow-Daten auf Basis gemeinsamer Parameter, zum Beispiel IP-Adressen nach Domäne, TLD oder Land
  • Automatische Identifizierung hoher Daten-Flows zu nicht überwachten Ports
  • Aufspüren von unzulässigen Anwendungen, wie etwa Plattformen für den Tausch von Daten und Musik
  • Erkennung fehlgeschlagener Verbindungsversuche

Diese Checkliste sollte man beim Software-Kauf dabei haben, denn bei weitem nicht jedes Netzwerk-Tool taugt auch wirklich zu einem praxisgerechten Monitoring.

Software-Flow-Monitoring: Hilfe bei Verständigungsproblemen

Messprotokolle wie NetFlow sind in moderner LAN-Hardware bereits standardmäßig integriert. Wer ein Netzwerk ganz neu hochzieht, ist also fein heraus und kann auf standardisierte Schnittstellen zugreifen. Nicht selten erweist sich der Standard aber auch als Hemmschuh. Denn in der Regel muss ja ein bestehendes LAN für Flow Monitoring nachgerüstet werden. Dabei zeigt sich, dass viele der installierten Komponenten hardwareseitig kein Flow Monitoring unterstützen. Dann bleiben bei der Analyse und Überwachung zahlreiche blinde Flecken.

Switches und Router zählen nicht gerade zu den Verschleißteilen in der EDV. Solche Geräte auf den Müll zu werfen, nur weil sie kein NetFlow beherrschen, ist unter Kosten-Gesichtspunkten nicht gerade die optimale Lösung. Denn eigentlich soll ja das Flow Monitoring gerade die Grundlage für eine sinnvolle Invest-Entscheidung liefern.

Für die die Verständigungsprobleme zwischen Legacy-Hardware und Flow-Monitoring-Programmen bietet der Markt aber inzwischen auch eine erste Software-Lösung. Flow Publisher von Ipswitch fängt als eigenständiger Agent den Raw Traffic von TAPs (Test Access Points), gespiegelten Ports oder direkt von Windows-Hosts ab und verwandelt diese Informationen in detaillierte NetFlow Records. Dabei werden NetFlow v1, v5 und v9 unterstützt. Damit stehen in jedem Segment alle Informationen über den Verkehr auf User-, Anwendungs- und Protokoll-Ebene zur Verfügung, ohne dass in neue Hardware investiert werden muss.

weiter mit: LAN-Optimierung: Flow-Daten als Grundlage

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