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Ältere Netze fit gemacht für moderne Analyseverfahren

Flow-Monitoring – Datenströme im Fokus

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Performance-Schwäche: oft ein Hinweis auf Virenbefall

Mangelnde Performance kann aber noch viel gefährlichere Ursachen haben. Hacker-Infiltrationen oder per USB-Stick eingeschleppte Viren können emsig Daten nach draußen schaufeln und im schlimmsten Fall den Mail-Server als Spam-Schleuder missbrauchen. Dann hilft nur noch die schnellstmögliche Intervention, will man nicht einen unrühmlichen Spitzenplatz auf diversen Blacklists einnehmen. So sind es gerade die strengen Compliance-Vorgaben, die ein konsequentes Flow-Monitoring unerlässlich machen. Denn auch neue und von Virenscannern und Firewalls noch nicht erfasste digitale Schädlinge fallen schnell durch verdächtige Aktivitäten auf – wenn der Admin die richtigen Tools zur Verfügung hat.

Flow Monitoring ist also sowohl eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen als auch ein probates Mittel zu Überwachung und Optimierung im laufenden Betrieb.

Messprotokoll: Die LAN-Hardware spricht NetFlow

Auf der Hardware-Seite spielt beim Flow-Monitoring das so genannte NetFlow-Protokoll eine entscheidende Rolle. Diese ursprünglich von Cisco entwickelte Technologie ist mittlerweile in der Version 9 ein offener Standard. Die Protokolle jFlow (Juniper) und Netstream (Huwei) sind technisch identische Pendants zu NetFlow. Bei NetFlow handelt es sich um ein passives Messverfahren. Die Messung selbst hat also keine Auswirkungen auf den Traffic. Die NetFlow-Daten werden von den einzelnen Komponenten der Netzwerk-Hardware geliefert.

Ein Flow enthält typischerweise folgende Informationen:

  • Versionsnummer und Sequenznummer
  • Zeitstempel
  • Byte- und Paketzähler
  • Quell- und Ziel-IP-Adressen
  • Quell- und Ziel-IP-Ports
  • Ingress- und Egress-Port-Nummern
  • TOS-Informationen
  • AS-Nummern (BGP 4)
  • TCP-Flags
  • Protokoll-Typ (z.B. TCP, UDP oder ICMP)

NetFlow ist zwar mittlerweile ein verbreiteter Standard, aber beileibe nicht der einzige. Da gewachsene Netzwerke immer aus einer heterogenen Hardware-Kombination bestehen, unterstützen zeitgemäße Programme wie Ipswitch Flow Monitor viele verschiedene Flow-Management-Formate, darunter auch sFlow oder jFlow. Wichtig für den reibungslosen Einsatz: Ein Flow-Monitoring-Programm muss mit Switches und Routern verschiedenster Hersteller zurechtkommen, zum Beispiel Cisco, Juniper, Extreme, Entrasys oder Packeteer.

weiter mit: Flow Monitoring: woher und wohin?

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