In Berlin versammelte Extreme Networks jüngst Netzwerker aus aller Herren Länder und verbrachte mit ihnen einen Abend im Olympiastadion – das mit Extreme-Cloud-Technik für den WLAN-Empfang ausgestattet ist. Nabil Bukhari, Chief Technology & Product Officer von Extreme und der für EMEA zuständige Chief Technology Officer (CTO) Markus Nispel sprachen ausführlich mit IP-Insider.
Extreme unternimmt mit der in Berlin vorgestelltem Data Fabric-Lösung "ExtremeCloud Edge" einen weiteren Anlauf hin zu weniger Komplexität. Dabei handelt es sich um ein Software-Paket bestehend aus Anwendungen wie ExtremeCloud IQ, ExtremeCloud SD-WAN und Extreme Intuitive Insights, mit dem firmeneigene Clouds von jedem beliebigen Standort aus aufgebaut werden können.
(Bild: Dietmar Müller)
Wir haben diese Vision schon an der einen oder anderen Stelle gehört: Die IT und insbesondere die Netzwerke sind zu komplex und verbrauchen zu viel Betreuungs-Zeit und Ressourcen, sie müssen daher einfacher werden. Diesen Klassiker, der bekanntlich auch die Essenz der Strategie etwa von Apple darstellt, hat Extreme Networks auf seiner Connect-Konferenz in Berlin neuerlich gegeben.
„Netzwerke sind das Rückgrat der modernen Gesellschaft, wirklich alles hängt von Ihnen ab. Netzwerker haben daher eine natürliche Verantwortung für Netzwerke zu sorgen, die eine positive Auswirkung auf eben diese Gesellschaft haben“, so Nabil Bukhari, Chief Technology & Product Officer von Extreme gegenüber IP-Insider. „Das wiederum setzt voraus, dass wir die Netzwerke für die gesamte Gesellschaft zugänglich machen. Unser Ziel sind Netzwerke, die sowohl von einer 100-Milliarden-Firma als auch vom ‚Spätkauf‘ um die Ecke genutzt werden können.“
Dafür müssten sowohl die Komplexität als auch die Kosten der Nutzung reduziert werden. Beide haben in Folge von Covid-19 und anderer, allgemein bekannter Faktoren zugenommen. Zudem müssten sich die Netzwerke bedarfsgerecht konfigurieren lassen.
ExtremeCloud Edge baut eine Fabric auf – egal wo
Einen ersten Anlauf für weniger Komplexität hatte Extreme bereits vor zwei Jahren genommen, als es den ExtremeCloud IQ CoPilot als Beta freigab. Künstliche Intelligenz (KI) sollte Netzwerkadministratoren als Teil der Managementlösung ExtremeCloud IQ „nachvollziehbare Einblicke“ in komplexe Störungen geben. CoPilot erfasst dafür u.a. die Datenkategorien Wi-Fi-Effizienz, Wi-Fi-Kapazität, Power-over-Ethernet-Stabilität (PoE), ungünstige Datenverkehrsmuster, Uplink-Effizienz und Dynamic Frequency Selection Recurrence (DFS).
Einen weiteren Anlauf hin zu weniger Komplexität unternimmt der Extreme-CTO nun mit der in Berlin vorgestellten Data-Fabric-Lösung „ExtremeCloud Edge“. Es handelt sich dabei um ein Software-Paket inklusive Anwendungen wie ExtremeCloud IQ, ExtremeCloud SD-WAN und Extreme Intuitive Insights, mit dem firmeneigene Clouds von jedem beliebigen Standort aus – daher das „Edge“ im Namen – implementiert werden können. Das hat den Vorteil, dass die vordefinierten Richtlinien sowie Compliance- und Security-Vorgaben überall und sofort eingerichtet sind, ohne manuelle Eingriffe von Admins.
„Extreme bietet seinen Kunden jetzt die Flexibilität, den Netzwerkrand wann und wo immer sie wollen, zu erstellen“, so Bukhari. Bandbreitenintensive und latenzkritische Anwendungen wie Cloud-Management, Analytics und KI ließen sich damit unkompliziert an den Netzwerkrand verlagern, was zunehmend dezentral aufgestellten Unternehmen mit stark wachsender Nutzerzahl entgegenkomme. Zugleich verbessere die neu komponierte Lösung die Netzwerkleistung, weil es die Rechenleistung näher an die Anwender bringe und das Management sämtlicher Cloud-Implementierungen auf einer einzigen Plattform ermögliche.
Souveränität entlang des Networking Cloud Continuum
Bukhari hob gegenüber IP-Insider zudem hervor, dass sich die Datensouveränität der Anwender durch den Einsatz von ExtremeCloud Edge erhöhe. „Für jedes Unternehmen bedeutet Cloud etwas anderes, und die gewünschten Geschäftsergebnisse reichen von Geschwindigkeit und Agilität, die für die Public Cloud stehen, bis hin zu Compliance- und Datenschutzanforderungen, die die Sovereign Cloud ausmachen. Kein Kunde sollte an einen Cloud-Anbieter gebunden werden.“
Markus Nispel, Chief Technology Officer (CTO) für EMEA, assistierte und betonte die absolute Kontrolle über die Daten, die Anwender durch die ExtremeCloud Edge behalten könnten – „egal, an welcher Stelle des Kontinuums von zentralisierten Datenzentren bis hin zu den Endgeräten sich die ‚Edge‘ gerade befindet. Die Linux Foundation unterscheidet ja deutlich zwischen ‚Service Provider Edge‘ und dem ‚User Edge‘ – dafür wird die Netzwerkgrenze klar definiert, was insbesondere für kritische Infrastrukturen unverzichtbar ist, auch und gerade in Europa und Deutschland.“
Die Anwender könnten zum Marktstart der ExtremeCloud Edge Ende des Somers ein „intuitives Design“ erwarten, für das man extra eine eigene Abteilung ins Leben gerufen habe. „Für uns steht das Kundenerlebnis im Vordergrund“, so Nispel. „Die Technik dahinter gilt es zu ummanteln“. Extreme orientiere sich dafür an Apple, vielmehr noch aber an Tesla, dessen hochkomplexe Fahrzeugtechnik vom Fahrer praktisch nicht wahrgenommen werde.
Stand: 08.12.2025
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Auch neue Hardware gab es zu sehen
Extreme stellte in Berlin zudem einige Wi-Fi 6E Access Points sowie Universal-Switches vor:
Nabil Bukhari, ist seit drei Jahren Chief Technology & Product Officer (CTO) von Extreme Networks.
(Bild: Extreme Networks)
Markus Nispel ist der für EMEA zuständige Chief Technology Officer (CTO) von Extreme Networks.
(Bild: Extreme Networks)
Mit einer Leistungsaufnahme von nur 13,9 W ist der AP3000 ein Wi-Fi 6E Access Point mit dem aktuell niedrigsten Stromverbrauch auf dem Markt. Er ist in zwei Formfaktoren erhältlich und verfügt über 2x2:2 Dual-Antennen und die Option für externe Antennen mit erweitertem Temperaturbereich. Dadurch ist der AP 3000 auch für Kühlhäuser und heiße Klimazonen, Produktions- und Lagerhallen mit hohen Decken sowie Bildungseinrichtungen geeignet.
Mit dem 7520 und dem 7720 erweitert Extreme seine Universal Switching -Platform auf den Netzwerk-Core: Die Core- und Aggregation-Switches sollen automatisiertes Zero-Touch-Onboarding und Auto-Sensing sowie Hyper-Segmentierung ermöglichen. Der 7520 wurde für 1/10/25-Gbit-Server und Top-of-Rack-Anwendungen in Rechenzentren und Verteilerschränken entwickelt. Der 7720 ermöglicht es, Core-Switching-Anforderungen mit bis zu 32 x 100-Gbit-Ports zu erfüllen.
Der Extreme 8820-Switch für große Unternehmen und Service Provider kann im Rechenzentrum als Border-Leaf- oder Spine-Switch sowie zur Core-Aggregation eingesetzt werden. Er soll als 40 x 100GB oder 80 x 100Gb (QSFP28) Konfigurationen erhältlich sein, mit der Möglichkeit, auf 4 x 25/10Gb zu splitten, was entweder 80 x 40Gb, 144 x 25 Gb, 144 x 10 Gb oder – mit dem 8820-40C – 40 x 40Gb, 72 x 25Gb, 72 x 10 Gb Konfigurationen entspricht.
„Die auf der Extreme Connect 2023 vorgestellte neue Hardware ist ganz auf Flexibilität, Sicherheit und Wahlfreiheit ausgelegt. Das ermöglicht unseren Kunden die Bereitstellung eines Netzwerks, das ihre sich ändernden Anforderungen problemlos unterstützt und skaliert sowie beste Nutzererfahrung bietet“, so Bukhari.