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Im IP-Insider Test: Ipswitch MoveIT Central 7.0

Enterprise-Dateitransfer – schnell, sicher und universell

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MoveIT als Datenschaufel

Für unseren Test haben wir die aktuelle Version 7.0 von MoveIT Central herangezogen. Dieses haben wir direkt von der Website des Herstellers geladen. Auch den Lizenzschlüssel und die notwendige Dokumentation erhielten wir direkt vom Hersteller. Die Dokumentation wird, zumindest für einfache Arbeiten, nicht benötigt, das spricht für das Programm. Dennoch sollte der Administrator die Handbücher in jedem Fall zumindest querlesen, denn es finden sich eine Menge Hinweise und Hilfen für die erweiterten Funktionen und Besonderheiten des Tools darin.

Die Installation des Produktes ist schnell vorgenommen. Laut Hersteller verlangt MoveIT Central einen Windows Server ab der Version 2003. Dieser wurde auch im Test eingesetzt. MoveIT besteht genaugenommen aus zwei Tools: dem eigentlichen Serverprogramm und der Verwaltungskonsole. Im Test richteten wir beide Module auf dem gleichen Server ein.

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Bei der Installation werden die wichtigsten Konfigurationsparameter in einem mehrstufigen Dialog abgefragt. MoveIT benötigt zur Ablage der Konfigurationseinstellungen, der Transferaufträge und vor allem der Audit- und Log-Informationen eine Datenbank im Hintergrund. Hierbei griffen wir auf das integrierte MySQL zurück.

Zusammen mit dem Setup werden außerdem die Zugangsdaten zu einem E-Mail-Server abgefragt.

Tasks steuern den Datenaustausch

Nach der Installation startet die Verwaltungskonsole und der Administrator kann mit den ersten Transferaufträgen loslegen. Die Verwaltungskonsole von MoveIT unterscheidet fünf zentrale Reiter: Hosts, Tasks, Scripts, Status und Debug Log.

Die Hosts stellen die Kommunikationsobjekte dar. Dabei kann es sich um FTP-Server, E-Mail-Server, Verzeichnis-Freigaben in Dateisystemen, AS1-, AS2- und AS3-Hosts sowie spezielle MoveIT-Server handeln. Die ersten drei Varianten (FTP-Server, E-Mail-Server und Freigaben) müssen wohl kaum näher erläutert werden. Bei den AS1-, AS2- und AS3-Hosts handelt es sich um eine spezielle Application-to-Application-Kommunikation von EDI-Systemen. Der MoveIT DMZ-Server ist eine weitere Variante aus dem MoveIT-Portfolio. Dieser Server wird in der DMZ platziert und regelt den Dateitransfer vom und zum Unternehmen.

Hosts als Datenquellen oder Senke

Für unseren ersten Test haben wir als Quellhost einen FTP-Server auf einem weiteren Windows Server 2003 und als Ziel eine Dateifreigabe auf dem lokalen Rechner eingerichtet. Über einen Knopf „Add Host“ wird der Dialog zum Erzeugen der Hosts angestoßen. Zu den Konfigurationseinstellungen der Hosts gehören, neben dem Typ des Hosts jeweils spezifische Angaben.

Für den FTP-Host sind dies beispielsweise die Angaben zum Namen und der IP-Adresse des FTP-Server, die Zugriffs-Credentials, die Angaben ob der Transfer als ASCII oder in binär erfolgen soll und vieles mehr. Nach der Definition der Datenquellen und -senken, der Hosts, sind im zweiten Schritt die eigentlichen Transferjobs zu beschreiben.

Dies passiert durch die Tasks. Im Test haben wir nun den FTP-Download von dem vorher eingerichteten FTP-Server definiert. Das Vorgehen und die Logik beim Anlegen der Tasks sind in der Regel selbsterklärend. Nach der Selektion des Reiters „Task“ startet der Administrator durch den „Add Task“-Knopf einen Dialog der alle benötigten Parameter abfragt.

Zu dessen Konfigurationsparametern zählen unter anderem der Host, die zu übertragenen Dateien und diverse Angaben zum Transfer. Es sind just diese Vielzahl der Einstellungen, die eine Tool wie MoveIT auszeichnen. Es geht dabei nicht einfach um die Übertragung von Dateien, sondern all die Besonderheiten, die zu beachten sind, wenn beispielsweise Dateien fehlen, der Transfer nicht stattfinden kann, was mit doppelten Dateien passieren soll oder ob NAT und MD5-Checksummen verwendet werden sollen.

Auch kann beispielsweise bestimmt werden, was nach einem erfolgreichen Transfer der Daten zum Ziel mit den Quelldateien gemacht werden soll. Hierbei stehen die Optionen zum Löschen oder Umbenennen der Dateien zur Auswahl. Ferner lässt sich festlegen, ob der Datentransfer gesichert und verschlüsselt erfolgen soll.

Die Logik und Mehrzahl der Parameter sind für den, in der Thematik versierten Administrator, sicher selbsterklärend. Im nächsten Schritt ist das Ziel des Downloads zu bestimmen. Hierbei werden die folgenden Optionen geboten: Ablage der Daten in einem Verzeichnis, FTP-Upload auf einen Server und Versand der Dateien als E-Mail-Attachment.

weiter mit: Tasks regeln den Datentransfer

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