Suchen

IP-Insider fragt bei FEC nach: Was ist und bewirkt Remote CAPI?

Ein Media-Gateway virtualisiert das Telefonieren und Faxen via ISDN

Seite: 2/2

CAPI als Basis

Die Geräte adressierten die Schnittstelle zwischen Telefonnetz und Lokal Area Networks. Um über einen Server Mails, Voicemails oder Telefaxe abrufen zu können, werden heute zumeist ISDN-Steckkarten benutzt, die auf einer CAPI-Schnittstelle basieren.

CAPI ist das Akronym für Common ISDN Application Programming Interface. Dieses sitzt zwischen Schicht 3 und 4 des OSI-Modells, steuert aber nur Schicht 1 und 3.

Der Vorteil von CAPI besteht im Wesentlichen darin, dass die Administratoren, häufig sogar Endanwender, damit umzugehen wissen. Der Nachteil der Steckkarten besteht im Wesentlichen darin, dass sie erstens nicht genormt sind und zweitens die Wartung und der Austausch während des Betriebs unmöglich ist.

Ein Server-Defekt erforderte einen manuellen Austausch der Karten und gegebenenfalls eine komplette Neuinstallation der dazugehörigen Treiber, falls sich die Server-Hardware geändert hat. Denn eine Server-Virtualisierung gab es bisher nicht, da keine Plattform ISDN-Karten unterstützt.

Das Gateway virtualisiert die Kommunikation

Die Media Gateways von FEC entstehen durch das Einstecken von Digitalen Signal Prozessor Modulen in die Router-Modelle der R-1000 Serie. Als Clou erweist sich jedoch die so genannte „Remote CAPI“. Sie stellt Voicemail- und Fax-Servern die im Media Gateway verbauten ISDN-Schnittstellen über ein LAN zur Verfügung.

Remote CAPI ist jedoch kein tief im System verwurzelter Treiber, sondern eine einfache Netzwerkanwendung. Sie lässt sich vom einfachen Microsoft-Windows-Client bis zum virtualisierten High-End-Server installieren.

Somit lassen sich die Media-Gateways nicht nur von einem Fax-Server, sondern auch von mehreren Servern gleichzeitig ansprechen. Sollten die vorhandenen Kanäle nicht ausreichen, können ohne Unterbrechung des Fax-Servers weitere Media-Gateways in Betrieb genommen und zugeschaltet werden.

Erklärungen anhand der Ausgangslage

Das macht die Geräte in vielen Szenarien einsetzbar. Im Video stellt FEC-Produkt-Manager Mayr zwei grundsätzliche Ausgangslagen dar. Erstens: Die vorhandene Nebenstellenanlage (PBX) soll um IP-Kommunikation erweitert, Telefone und Fax-Geräte jedoch weiterhin genutzt werden.

Zweitens: Anhand eines zweiten Architektur-Modells zeigt Mayr, die umgedrehte Situation. Jetzt nutzt ein imaginäres Unternehmen bereits hauptsächlich SIP-Telefonie beziehungsweise Communications-Server wie „OCS“ von Microsoft will aber weiterhin diverse Endgeräte verwenden.

Beide Szenarien entwickelt Mayer verständlich Schritt für Schritt und zeigt, wie der Übergang von einem IP- zu einem Zugangs- und Telefonnetz realisiert werden kann, ohne mit Produkt-Features zu überhäufen. Außerdem verrät er im Video, wie jeder ein FEC-Media-Gateway gewinnen kann.

Hier geht es zum Video und damit zum „bintec R 1200“-Gewinnspiel: „Mit Media-Gateways VoIPen, Faxen und ISDN virtuell nutzen“

Eine Produktbeschreibung, das Datenblatt und eine Präsentation gibt es bei den Links zum kosten- und registrierungsfreien Download.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2022872)