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Nicht Produkte, sondern Lösungen für Big Data, Virtualisierung und Ausfallsicherheit

Durchgeplant: Ein neues IT-Design im Rechenzentrum

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Der Einsatz von EMC VPLEX

Systeme unterbrechungsfrei anbieten zu können bedeutet: Möglichst alle Komponenten redundant auszulegen, Anwendungen zu Clustern oder auf Fehlermechanismen wie HA und FT zurück zu greifen um eine hohe Absicherung gegen den Ausfall von virtuellen Servern oder den darunter laufenden Hypervisoren zu erreichen. Da sich in virtuellen Zeiten alles als Datei auf einem Storage befindet, fällt auch alles aus, wenn der äußerst seltene Fall eines Storage-Ausfalls eintritt.

Um diesem Umstand entgegen zu wirken, wird eine weitere Abstraktionsschicht nötig. EMC bietet mit VPLEX eine Lösung, mit welcher LUNs auf räumlich getrennten Storage-Systemen zu einem virtuellen Volumen verschmolzen werden.

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Durch den Zugriff der Hosts auf das verteilte virtuelle Volumen werden bei einem Ausfall oder einer geplanten Downtime des Speichersystems alle Verbindungen auf den zweiten aktiven Storage umgeleitet. Dieser Vorgang geschieht für den Host oder die VM vollständig transparent und ohne jedwede Unterbrechung.

Verbindung von Storage-Systemen unterschiedlicher Machart

Des Weiteren lassen sich über diesen Abstraktions-Layer in Form einer Storage-Virtualisierung Migrationen zwischen herstellerunterschiedlichen Speichersystemen durchführen. „VPLEX“ gibt es in den Versionen „Local“, „Metro“ und „Geo“ (siehe: Abbildung 6). Bei der Local-Variante handelt es sich um eine Speichervirtualisierung, mit welcher unterschiedliche Storage-Systeme als ein logisches Speichersystem dem Host bereitgestellt werden.

VPLEX Metro und VPLEX Geo unterscheiden sich durch ihre Datensynchronität, welche auf die maximalen Entfernungen der Systeme zurückzuführen ist. Metro dient zur Verbindung von Datacenter über kleine und mittlere Entfernung und führt eine synchrone Datenspiegelung durch. Die Variante Geo ist hingegen für weltumspannende Verbindungen gedacht und arbeitet in einem asynchronen Modus.

Für kleine Umgebungen wurde Mitte 2012 eine „VPLEX Express“-Version vorgestellt. Bei dieser Version wird je Seite eine Engine und eine Volumenlizenz von 40 Terabyte für das verteilte virtuelle Volume geliefert. Die Lizenzierung des virtual Volume bei Standard VPLEX Systemen erfolgt Terra-Byte genau. Eine Skalierung ist durch das Hinzufügen weiterer Engines möglich.

Ohne Split Brain

Zur Vermeidung des bekannten Split-Brain-Problems kann an einen dritten unabhängigen Standort ein so genannter „Witness“ installiert werden (siehe: Abbildung 7). Der Witness koordiniert den Failover und führt alle dazu nötigen Schritte durch.

Bei dem Witness handelt es sich um eine virtuelle Maschine, welche auf einem ESX Host an die VPLEX Systeme beider Standorte angebunden wird. Die Themen Disaster Recovery, Skalierbarkeit und zentrales Management sind nicht nur Anforderungen an das Speichersystem in einem Datacenter. Vielmehr ziehen sich die Anforderungen wie ein roter Faden über alle Ebenen des Rechenzentrums hinweg und gelten genauso für die zur Virtualisierung nötigen Host-Systeme. Ein Kandidat ist das „UCS“-System von Cisco als Server Blade.

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