Um ein Netzwerk auf den aktuellen Stand zu bringen, können Unternehmen Windows Server 2022 auch als direkte Aktualisierung auf die Server spielen. Gerade beim Einsatz von Domänencontrollern ist das empfehlenswert.
Von Windows Server 2012/2012 R2 oder Windows Server 2016/2019 lassen sich produktive Domänencontroller inplace zu Windows Server 2022 aktualisieren. Wir zeigen, wie.
(Bild: Microsoft / Joos)
Wenn die Hardware noch für Windows Server 2022 geeignet ist und Treiber für das Betriebssystem zur Verfügung stehen, macht es durchaus Sinn, bei Aktualisierungen zu Windows Server 2022 direkt ein Inplace-Update durchzuführen. Wenn zudem Domänencontroller als VMs im Einsatz sind, ist die direkte Aktualisierung ebenfalls sinnvoll, denn hier ändert sich nicht mal die (virtuelle) Hardware des Servers.
Das funktioniert bei Windows Server 2022 zurück bis zu Windows Server 2012/2012 R2. Die direkte Aktualisierung zu Windows Server 2022 kann aber auch von Windows Server 2016/2019 erfolgen. Der Vorteil bei der direkten Aktualisierung ist klar: Nach kurzer Zeit steht der Server mit gleichen Namen und gleicher Konfiguration zur Verfügung und alle Programme sind weiterhin verfügbar.
Wir zeigen im folgenden Beitrag die einzelnen Schritte der Aktualisierung eines produktiven Domänencontrollers zu Windows Server 2022. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf dem Domänencontroller Windows Server 2012/2012 R2 oder Windows Server 2016/2019 installiert ist. Grundsätzlich ist auch die direkte Aktualisierung von Windows Server 2008/2008 R2 zu Windows Server 2022 möglich. Ob das sinnvoll ist, lässt sich aber natürlich nicht allgemein festhalten.
Vorbereitung: Domänencontroller zu Windows Server 2022 aktualisieren
Wenn die Aktualisierung von einem Domänencontroller zu Windows Server 2022 erfolgt, steht dieser anschließend noch genauso zur Verfügung, wie vor der Migration. Da es bezüglich Active Directory in Windows Server 2022 ohnehin keine Neuerungen gegeben hat, muss vor allem bei der Migration von Windows Server 2016/2019 nichts berücksichtigt werden. Der maximale Betriebsmodus für Domäne und Gesamtstruktur ist weiterhin Windows Server 2016.
Vor der direkten Aktualisierung stehen natürlich die obligatorischen Vorbereitungen. Zunächst sollte der Server gesichert werden, um bei Problemen eine Wiederherstellung durchführen zu können. Ein Screenshot des Gerätemanagers schadet ebenfalls nicht, um zu überprüfen, welche Geräte verbaut und Treiber installiert sind.
Für die direkte Aktualisierung sollte der Domänencontroller fehlerfrei laufen. Daher sollte im Vorfeld eine Analyse des Servers mit „dcdiag“ erfolgen und auch sichergestellt sein, dass auf dem Server alles optimal funktioniert. Eine vorherige Aktualisierung der eingesetzten Treiber macht genauso Sinn, wie das Installieren der aktuellen Updates für das bereits installierte Betriebssystem.
Besonders wichtig sind Agenten für Virenschutz, Datensicherung und Überwachung. Diese müssen für Windows Server 2022 freigegeben sein, bevor eine Aktualisierung des Servers erfolgen kann. Während der Aktualisierung startet der Server einige Male neu. In dieser Zeit steht er für Benutzer zur Anmeldung nicht zur Verfügung. Die Betriebsmasterrollen in der Domäne können so bleiben wie sie sind, das spielt für die Aktualisierung keine Rolle.
Aktualisierung zu Windows Server 2022 durchführen
Zunächst muss das aktuelle Betriebssystem gestartet werden. Danach kann entweder die ISO-Datei von Windows Server 2022 gemountet, ein USB-Stick in den Server eingesteckt oder die Installations-DVD von Windows Server 2022 eingelegt werden. Über „setup.exe“ startet die Installation von Windows Server 2022. Generell ist es sinnvoll, dem Server eine Internetverbindung zur Verfügung zu stellen, damit er Updates für die Installation von Windows Server 2022 herunterladen kann.
Im ersten Schritt erscheint die Information, dass Windows Server 2022 installiert werden kann. Mit „Weiter“ fährt der Installationsassistent fort (siehe Abbildung 1). Wenn der DC über eine Internetverbindung verfügt, kann er die Updatedateien bereits jetzt aktualisieren und startet danach die Aktualisierung neu (siehe Abbildung 2). Bis an diese Stelle ist der Server noch ganz normal verfügbar.
Danach erfolgt die Eingabe des Product Keys (siehe Abbildung 3). Setzen Sie eine Version ein, bei der das nicht notwendig ist, erscheint keine Eingabe. Für die Aktualisierung wird ansonsten der Produktschlüssel benötigt. Abhängig vom eingegebenen Product Key kann als Nächstes die Edition von Windows Server 2022 ausgewählt werden, die installiert werden soll. Hier steht entweder die Core-Edition (Windows Server 2022 Standard/Datacenter) oder die Desktop-Installation (Windows Server 2022 Standard/Datacenter (Desktopdarstellung)) zur Verfügung (siehe Abbildung 4). Anschließend erfolgt die Bestätigung der Lizenzbedingungen mit der Schaltfläche „Akzeptieren“ (siehe Abbildung 5).
Stand: 08.12.2025
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Im nächsten Schritt muss bei „Wählen Sie aus, was Sie behalten möchten“ die Option „Beibehalten von Dateien, Einstellungen und Apps“ gewählt werden (siehe Abbildung 6). Danach sucht der Installationsassistent noch nach Updates (siehe Abbildung 7).
Danach erscheint die Seite „Bereit für die Installation“. Hier sollte überprüft werden, ob die richtige Edition ausgewählt ist und auch alle Daten übernommen werden. Mit „Installieren“ beginnt die eigentliche Installation von Windows Server 2022 (siehe Abbildung 8).
Danach beginnt die Installation. Ab dieser Stelle steht der Domänencontroller nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Abhängig von der Leistung des Servers dauert dieser Vorgang durchaus 1-2 Stunden, kann aber auch nach 20-30 Minuten abgeschlossen sein (siehe Abbildung 9). Im Rahmen der Aktualisierung integriert der Server auch Updates für das Betriebssystem. Auch in diesem Rahmen startet der Server einige Male neu (siehe Abbildung 10). Nach dem letzten Neustart steht Windows Server 2022 zur Verfügung und der Domänencontroller kann wieder genutzt werden.
Erste Schritte nach der Aktualisierung zu Windows Server 2022
Nach der Aktualisierung kann mit „winver“ überprüft werden, ob das Betriebssystem installiert ist. Hier ist auch die Build-Nummer zu sehen. Der Domänencontroller steht jetzt wieder zur Verfügung (siehe Abbildung 11).
Es ist sinnvoll nach der Aktualisierung zu Windows Server 2022 gleich eine Aktualisierung des Betriebssystems durchzuführen. Microsoft stellt bereits kumulative Updates zur Verfügung, die in jedem Fall schnellstmöglich installiert werden sollten (siehe Abbildung 12). Der Status der Aktualisierung ist ebenfalls im Fenster zu sehen (siehe Abbildung 13).
Nach der Aktualisierung ist in den Eigenschaften des Domänencontroller-Kontos bei „Betriebssystem“ die neue Version „Windows Server 2022“ zu erkennen (siehe Abbildung 14). In der Eingabeaufforderung kann mit „ver“ die Build-Nummer des Servers angezeigt werden (siehe Abbildung 15). Nach der Aktualisierung ist in den meisten Fällen noch ein Neustart notwendig (siehe Abbildung 16). Dieser sollte auch schnellstmöglich durchgeführt werden.
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