Wenn es um die Frage geht, welche Technologie selbst bei Techniklaien alltäglich im Einsatz ist, dürfte das WLAN die Nase ganz weit vorn haben. Die zunehmende Verbreitung von Smart-Home-Geräten und der nächste Evolutionsschritt mit Wi-Fi 7 tragen dazu bei.
Ohne drahtlose Vernetzung kommt heute kaum noch ein Unternehmen aus. Und mit der Einführung von Wi-Fi 6 und Wi-Fi 6E kann WLAN auch in Sachen Performance voll überzeugen.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt recht unmissverständlich: Schon jetzt herrscht eine umfassende Vernetzung von Endgeräten vor, die voraussichtlich in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. Eine nahezu unverzichtbare Technik ist dabei WLAN („Wireless Local Area Network“).
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Die drahtlosen Netzwerke sind mittlerweile im Großteil aller Haushalte und Unternehmen sowie vielen öffentlich zugänglichen Orten installiert. Im WLAN tummelt sich eine große Gerätevielfalt, die von Smartphones über mobile Rechner bis hin zu Endgeräten wie TVs, Smart Speakern oder Smart-Home-Technik reicht. Die alltägliche Frage nach dem jeweiligen WLAN-Kennwort ist fast schon legendär.
Am hohen Bedarf an Vernetzung wird sich auch in den kommenden Jahren wenig ändern, wie etwa eine Studie von Aruba zeigt. Sie geht davon aus, dass es bis 2025 rund zehnmal mehr vernetzte Geräte als Menschen geben wird. Dazu tragen insbesondere die zunehmende Verbreitung von IoT-Geräten („Internet of Things“) und Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) bei. Hinzu kommen Faktoren wie zum Beispiel der Trend zur Heimvernetzung („Smart Home“) sowie der anhaltend starke Absatz von Smartphones.
Wi-Fi 7 kündigt sich an
Obwohl mit Wi-Fi 6E (802.11ax) der aktuellste WLAN-Standard gerade erst auf breiter Front Einzug in Heimnetze und Firmenumgebungen hält, zeichnet sich mit Wi-Fi 7 (802.11be, auch „Extremely High Throughput“, EHT) bereits der nächste Evolutionsschritt ab. Die Bezeichnung verrät auch gleich den wichtigsten Unterschied zum Vorgängerstandard: Theoretisch sind Datenströme mit mehr als 40 Gigabit pro Sekunde möglich, während Wi-Fi 6E maximal 9,6 Gigabit erreichen kann. Wi-Fi 7 nutzt dazu wie sein Vorgängerstandard die 2,4-, 5- und 6-Gigahertz-Frequenzbänder, erhöht die mögliche Bandbreite pro Kanal aber auf bis zu 320 statt 160 Megahertz. Um eine höhere Datenmenge einzubetten, wurde zudem das Signal von 1K QAM („Quadrature Amplitude Modulation“) bei Wi-Fi 6E auf 4K QAM beim kommenden Standard verbessert.
Im Fokus von Wi-Fi 7 steht aber nicht nur eine höhere Datenrate, sondern auch der zuverlässige und latenzarme Betrieb selbst bei hoher Nutzerzahl. Dazu nutzt Wi-Fi 7 unter anderem das MLO-Verfahren („Multi-Link Operation“). Entsprechende Geräte können sich damit gleichzeitig auf zwei Frequenzbändern verbinden und somit durch Aggregation flotter, zuverlässiger und präziser arbeiten. Etablierte Verfahren wie etwa MU-MIMO („Multi-User Multiple Input Multiple Output“) oder OFDMA („Orthogonal Frequency-Division Multiple Access“) werden auch weiterhin genutzt, um für stabile Verbindungen zu sorgen. Als Sicherheitsstandard ist WPA4 („Wi-Fi Protected Access“) vorgesehen.
Der Wi-Fi-7-Standard befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Mit der abschließenden Zertifizierung durch die Wi-Fi Alliance wird im Zeitraum 2023 bis 2024 gerechnet.
Enterprise-WLAN-Markt boomt
Die starke und weiter anhaltende Verbreitung vernetzter Geräte schlägt sich auch in den aktuellen Marktzahlen für Enterprise-WLAN-Lösungen nieder. So berichten die Marktforscher von IDC in ihrem „Worldwide Quarterly Wireless LAN Tracker“ von starken Zuwächsen: Allein im zweiten Quartal 2022 stieg das Marktvolumen auf 2,2 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 20,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde im Vergleich mit 2021 ein Zuwachs von 18,4 Prozent verzeichnet. Im Consumer-Bereich registrieren die Marktforscher weitgehend stabile Umsätze. Der Umstieg auf Wi-Fi-6-Geräte macht hier derzeit rund ein Drittel des Gesamtmarktes aus.
Wi-Fi 6 wird von den Experten auch als Grund für die positive Marktentwicklung im Enterprise-Bereich angegeben: So sind vor allem entsprechende Access Points aktuell sehr gefragt und verdrängen zunehmend Wi-Fi-5-basierte Lösungen (802.11ac). „Der Enterprise-WLAN-Markt ist allerdings nicht vor Herausforderungen sicher“, warnt IDC-Research-Manager Brandon Butler. Als wichtige Beispiele nennt er Unterbrechungen der Lieferkette und knappe Komponenten. „Allerdings belebt die starke Nachfrage nach Umrüstung auf Wi-Fi 6 – und zunehmend auch Wi-Fi 6E – den Markt und führt zu hohen Wachstumsraten“, so Butler.
Stand: 08.12.2025
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