Zertifizierung zum Microsoft-Profi

Darum lohnen sich MCSA, MCSE, MCP & Co.

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Eine Microsoft-Zertifizierung lohnt sich in der Regel sehr.
Eine Microsoft-Zertifizierung lohnt sich in der Regel sehr. (Bild: Joos / Microsoft)

Microsoft bietet seit Jahrzehnten Zertifizierungen für seine Produkte an. Zertifizieren sich Administratoren für mehrere Produkte, lassen sich Titel wie Microsoft Certified Solutions Expert oder Solutions Associate erreichen. Wir geben einen Überblick und erläutern, warum sich eine Zetrifizierung durchaus auszahlen kann.

Zertifizierungen zeigen Arbeitgebern und Kunden, dass ein sich Bewerber mit dem Produkt auseinandergesetzt und eine Prüfung erfolgreich absolviert hat, die zu diesem Zweck erstellt wurde. Microsoft-Zertifizierungen sind Standards, die weltweit anerkannt sind, wenn es um den Nachweis für Kompetenz in Microsoft-Netzwerken geht. Aus diesem Grund sind Zertifizierungen seit Jahrzehnten ein Einstellungskriterium und häufig auch der Grund für Gehaltssteigerungen. Auf der Seite „Microsoft-Zertifizierungsprüfungen“ sind alle aktuellen Zertifizierungen zusammengestellt.

Natürlich kann durch eine Zertifizierung kein umfassendes Wissen zu einem Produkt garantiert werden, das soll eine Zertifizierung aber auch nicht leisten. Zertifizierungen zeigen aber sowohl Arbeitgebern als auch Kunden, dass ein IT-Profi nach Meinung des Herstellers über ausreichendes Wissen zu einem Produkt verfügt. Zertifizierungen erleichtern so Gehaltsverhandlungen, Vorstellungsgespräche und den Vertrieb an Kunden.

MCSE und MCSA gehören zu den wichtigsten Zertifizierungen

Die beiden wichtigsten Zertifizierungen für Microsoft-Produkte sind MCSA (Microsoft Certified Solutions Associate) und MCSE (Microsoft Certified Solutions Expert). Microsoft bietet aber auch eine Reihe weiterer Zertifizierungen an, die sich vom Schweregrad voneinander unterscheiden.

Die Stufe MTA (Microsoft Technology Associate) stellt den Einstieg dar. Während sich die Zertifizierungen MTA, MCSA und MCSE an IT-Administratoren und -Berater richten, können sich Entwickler zum Microsoft Certified Solutions Developer (MCSD) zertifizieren lassen.

Der Pfad zur richtigen Zertifizierung

Wollen sich IT-Profis von Microsoft prüfen lassen, besteht der erste Schritt darin, sich zum MTA zertifizieren zu lassen. Durch diese Zertifizierung werden die Grundlagen für IT-Profis und Entwickler gelegt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, sich direkt zum MCSA und MCSE zertifizieren zu lassen, der MTA ist keine notwendige Voraussetzung, aber eine sinnvolle Grundlage.

Im weiteren Zertifizierungsverlauf stellt der MCSA die Grundlage zum MCSE dar. Microsoft bietet verschiedene Wege zum MCSA an. Ein Beispiel ist der MCSA: Windows Server 2016. Um diese Zertifizierung zu erhalten, müssen die drei folgenden Prüfungen bestanden werden:

Microsoft stellt ein PDF zur Verfügung, das über alle Pfade der Zertifizierung informiert und die Möglichkeiten aufzeigt, die IT-Profis haben, um sich zu zertifizieren. Das PDF enthält auch Informationen, wie sich abgelaufene Zertifizierungen auf den neusten Stand bringen lassen.

Microsoft bietet verschiedene Zertifizierungspfade an.
Microsoft bietet verschiedene Zertifizierungspfade an. (Bild: Joos / Microsoft)

So erhalten Administratoren ein Zertifikat

Zertifikate werden durch das Bestehen einer Prüfung erreicht, die in einem zertifizierten Prüfungszentrum abgelegt werden kann. Generell gehört zu jeder Zertifizierung auch ein passender Kurs mit Unterlagen. Wer in dem entsprechenden Gebiet bereits fit ist, kann einfach die Prüfung ablegen. Profis, die vorher einen Kurs besuchen, werden auf die Prüfung vorbereitet.

Prüfungen und Kurs-Unterlagen sind weltweit einheitlich. Daher sind Zertifizierungen auch weltweit anerkannt. Die Prüfungen können in verschiedenen Zentren abgelegt werden. Microsoft Learning Partner sind Unternehmen, die Kurse für die Prüfungen anbieten. Sie koordinieren auch die Teilnahme an der entsprechenden Prüfung.

Kurse sind in den meisten Fällen Vollzeit, lassen sich also nicht während der normalen Arbeitszeit besuchen. Der Vorteil besteht darin, dass sich Teilnehmer mit anderen Teilnehmern austauschen können und Fragen direkt vom Trainer beantwortet werden. Für die meisten Zertifizierungen gibt es bei vielen Anbietern auch Crash-Kurse. In diesem Fall werden die Inhalte in komprimierter Form vermittelt, und das meistens gleich für mehrere Prüfungen hintereinander. Dadurch kann in kurzer Zeit, teilweise in 10 Tagen, eine Zertifizierung zum MCSE erfolgen.

Kostenlose Online-Schulungen durch Microsoft

Microsoft bietet in der Microsoft Virtual Academy kostenlose Online-Schulungen an, mit denen ebenfalls eine Vorbereitung für die Zertifizierung zum MTA, MCSA, MCSE und MCSD durchgeführt werden kann. Die Online-Kurse sind auf die Prüfungen ausgerichtet und stellen eine gute Grundlage für das Bestehen von Prüfungen dar.

Wie lange sind Zertifizierungen gültig

Zertifizierungen sind nur eine Zeitlang gültig und müssen dann erneuert werden. Dazu stellt Microsoft eigene Prüfungen zur Verfügung, mit denen nachgewiesen werden kann, dass der Profi auch über das neuste Wissen verfügt. Alle MCSE- und MCSD-Prüfungen, die vor September 2016 veröffentlicht wurden, sind zum Beispiel am 31.03. 2017 ausgelaufen.

Wenn eine Zertifizierung aus dem Programm genommen wird, erhält sie den Status „Legacy“. Das zeigt, dass eine Zertifizierung vorliegt, diese aber abgelaufen (retired) ist. Microsoft zeigt detaillierte Informationen auf der Internetseite „Legacy-Zertifizierungen“.

MOS: „Microsoft Office Specialist“-Zertifizierung

Neben MTA, MCSA, MCSE und MCSD gibt es noch eine spezielle Zertifizierung für die Verwendung von Microsoft Office. Der Microsoft Office Specialist (MOS) muss für eines oder mehrere Office-Programme nachweisen, dass er über ausreichendes Wissen für diese Zertifizierung verfügt. Die MOS-Zertifizierung ist ein guter Einstieg für die Zertifizierung zum MCSA Windows 365 oder zum MCSE Productivity.

Fazit

Es lohnt sich für jeden IT-Profi, der mit Microsoft-Produkten arbeitet eine Zertifizierung abzulegen. Neben der besseren Verhandlungsposition bei Gehaltsgesprächen, haben Bewerber mit Zertifizierungen in den meisten Fällen auch eine bessere Chance auf neue Jobs. Kunden gegenüber zeigen Zertifizierungen, dass das Unternehmen – bzw. der dort angestellte Spezialist – über das notwendige Wissen verfügt.

Wer sich bereits mit dem entsprechenden Produkt auskennt, kann Prüfungen direkt absolvieren, ohne im Vorfeld Kurse zu besuchen. Online-Kurse der Microsoft Virtual Academy helfen allerdings dabei, einen Überblick zu erhalten, welches Wissen bei der entsprechenden Prüfung gefordert ist. Natürlich kann man sich immer darüber streiten, ob eine Zertifizierung zuverlässig zeigt, dass ein IT-Profi über das notwendige Wissen verfügt. In jedem Fall ist eine Zertifizierung aber kein Schaden.

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