Communication Service Provider (CSPs) in den USA, Großbritannien und Deutschland sehen das vernetzte Edge Computing zunehmend nicht nur als langfristige Priorität, sondern auch als Chance, in naher Zukunft Gewinne zu erzielen. Dies geht aus einer Studie von Canonical und Omdia hervor.
Der Studie zufolge hat vernetztes Edge Computing ein Marktpotenzial von 26 Mrd. US-Dollar bis 2032.
(Bild: Canonical)
Laut dem Bericht mit dem Titel „Cloud-native network transformation and the 5G edge“ (Cloudnative Netzumwandlung und der 5G-Edge) gehen CSPs die Realisierung des vollen Potenzials von 5G-Netzen mit wachsendem Optimismus an.
Ohne „Killer-App“ keine Nachfrage, die das Wachstum des vernetzten 5G Edge Computing vorantreibt – noch vor Kurzem schürten solche Bedenken die Unsicherheit bei CSPs hinsichtlich der Anwendungsfälle und der Nachfrage. Die Studie zeigt jedoch, dass sich diese Situation drastisch verändert hat, was teilweise auf das wachsende Interesse an KI-gestützten Anwendungsfällen zurückzuführen ist. Tatsächlich sind 86 Prozent der CSPs optimistisch, was die Zukunft des Edge Computing in Telekommunikationsnetzen angeht.
Dieser Optimismus treibt zum Handeln an: CSPs setzen jetzt verstärkt auf Cloud Native, um einen ausgereiften Ansatz für vernetztes Edge Computing zu verfolgen. Laut der Studie erwarten 90 Prozent der CSPs, dass sie innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig kommerzielle Edge Computing-Implementierungen einführen.
Der Networked-Edge-Markt ist 26 Mrd. US-Dollar schwer
Fast alle Befragten gaben an, dass sie in Zukunft einige (60 %) oder erhebliche (39 %) neue Einnahmen aus dem Edge Computing erwarten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wenn die Datenverarbeitung näher an die Endnutzer und -geräte heranrückt und in die Netzfunktionen integriert wird, können die Workloads im Hinblick auf niedrige Latenzzeiten und Bandbreiteneinsparungen optimiert werden, während die Anwendungen in der Nähe oder auf dem Gelände des Kunden ausgeführt werden können, um die Anforderungen an Datenschutz, Kontrolle und Leistung zu erfüllen.
Voraussichtlicher Zeitrahmen für die kommerzielle Einführung von Edge Computing durch CSPs.
(Bild: Omdia)
Der Optimismus, das Vertrauen in die Nachfrage und die Wachstumserwartungen werden zusammen mit den Expansionsplänen von Edge-Infrastrukturen zu einem allgemeinen Marktwachstum führen. Omdia geht davon aus, dass die Nutzung von vernetzten Edge-Infrastrukturen in den nächsten Jahren zunehmen wird, was das Volumen des IaaS- und SaaS-Markts bis 2032 auf mehr als 26 Mrd. US-Dollar steigen lassen wird.
Die CSPs sind sich jedoch bewusst, dass die Cloudifizierung des Netzes von entscheidender Bedeutung ist, um das Potenzial des Edge Computing voll auszuschöpfen. Die Umfrage ergab, dass die Cloudifizierung des Netzwerks in allen Netzwerkbereichen – Kern, RAN und Transport – der größte erwartete Treiber für das Edge Computing für Telekommunikationsunternehmen ist.
Kerem Arsal, Senior Principal Analyst bei Omdia, erläutert: „Unsere Studie zeigt, dass das vernetzte Edge Computing in den nächsten Jahren deutlich wachsen und reifen wird“, und ergänzt: „CSPs erkennen, dass die Cloudifizierung des Netzwerks der Schlüssel zur Nutzung von Edge Computing ist. Aufgrund der zahlreichen Vorteile – sowohl aus technischer als auch aus betrieblicher Sicht – räumen sie dem Umstieg auf die Cloud hohe Priorität ein.“
Herausforderungen: Technik, Interoperabilität und Netzbereitschaft
Zweifellos stehen CSPs immer noch vor Herausforderungen, wenn es darum geht, die Vorteile des Edge Computing in die Realität umzusetzen. Die Studie zielte darauf, diese Herausforderungen differenziert zu ermitteln. Die Mehrheit der CSPs nannte technische Probleme, wie z.B. Konflikte zwischen Cloud- und Legacy-Systemen, als Haupthindernis für die Einführung von Edge-Anwendungen. Die Bereitschaft der Netze für Edge Computing, insbesondere mangelnde Fortschritte bei vRAN, 5G Core und Containerisierung, wurde als weiteres Haupthindernis genannt. Um diese Herausforderungen zu überwinden, ist für die Befragten die Verbesserung der Interoperabilität durch die Cloudifizierung des Netzes eine der wichtigsten Aufgaben.
Cloudnative Technologien können bei der Bewältigung vieler dieser Herausforderungen hilfreich sein. Cédric Gégout, VP of Product bei Canonical, erklärt: „Cloudnativ zu werden, geht über vernetztes Edge Computing hinaus. Es geht darum, Plattformen wie Kubernetes, LXD und OpenStack zu nutzen, um verschiedene Systeme zu vereinen. Kombiniert mit der Interoperabilität, die Open-Source-Komponenten wie Ceph für verteilten Speicher und OVN für softwaredefinierte Netzwerke bieten, hilft dies, alles von der Bereitstellung und Wartung bis hin zur kontinuierlichen Optimierung zu automatisieren und zu orchestrieren. Durch den Einsatz von cloudnativen Technologien können CSPs ihre Netzwerke flexibler gestalten und neue Dienste wie KI-gesteuertes Management und Echtzeitanalysen schneller bereitstellen. Dieser Ansatz steigert nicht nur die Effizienz, sondern sorgt auch dafür, dass CSPs wettbewerbsfähig bleiben und bereit sind, die neuen Möglichkeiten des Network Edge Computing zu nutzen.“
Stand: 08.12.2025
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CSPs sollten die Umstellung auf Cloud Native nicht nur als einen Weg sehen, die Vorteile des vernetzten Edge Computing zu nutzen. Es sollte als ein solider strategischer Schritt betrachtet werden, der auch Bestandskunden hilft, neue Einnahmequellen erschließen und noch bestehende Hindernisse zu überwinden.