Polycom identifiziert sieben Top-Trends

Collaboration prägt den Arbeitsplatz der Zukunft

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Unser Arbeitsplatz verändert sich. Polycom geht davon aus, dass die visuelle Kommunikation dazu einen enormen Beitrag leisten wird.
Unser Arbeitsplatz verändert sich. Polycom geht davon aus, dass die visuelle Kommunikation dazu einen enormen Beitrag leisten wird. (Bild: ra2 studio – Fotolia.com)

Collaboration-Technologien werden den Arbeitsplatz der Zukunft produktiver und effizienter gestalten und Unternehmen jeglicher Größe zu Kosteneinsparungen verhelfen – so sehen es die Experten von Polycom. Ihrer Ansicht nach werden neue mobile Geräte Arbeit und Büro mehr und mehr entkoppeln.

Die weltweite Weiterentwicklung von Collaboration-Tools wird nach Meinung des Collaboration-Spezialisten Polycom dazu führen, dass im Jahr 2015 immer mehr Arbeitnehmer die Forderung nach flexiblen Arbeitsumgebungen und -bedingungen stellen werden, um ihrer Arbeit dort produktiv nachkommen zu können, wo sie möchten. Unser Arbeitsplatz verändere sich und es sei davon auszugehen, dass die visuelle Kommunikation dazu einen enormen Beitrag leisten werde. Polycom hat sieben Top-Technologie-Trends identifiziert, die unseren Arbeitsplatz zukünftig bestimmen werden.

1. Wachsende Bedeutung von Collaboration-Tools

Die Globalisierung führe dazu, dass immer mehr Menschen über mehrere Zeitzonen, Grenzen und Kulturen hinweg mit anderen zusammenarbeiten. Tools, mit denen Unternehmen ihre Geschäftstätigkeiten und die Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter über zeitliche und räumliche Distanzen hinweg ermöglichen können, würden immer wichtiger. Erfolgreich könnten Unternehmen aber erst dann sein, wenn sie eine Kultur der Zusammenarbeit etablierten und dabei ihren Mitarbeitern die Wahl ließen, welche Tools sie nutzen – sei es E-Mail, Telefon, Social Media oder Video- und Content-Sharing. Insbesondere die visuelle Kommunikation werde in diesem Jahr weiter an Bedeutung gewinnen und dazu beitragen, Grenzen in der Kommunikation zu überwinden.

2. Integration, nicht nur Interoperabilität

Videokonferenzen verändern Geschäftsmodelle – Polycom beruft sich hier auf das Whitepaper Revolutionizing the Future Workplace von Zukunftsforscher Jack Uldrich. Bereits heute sei Video eines der am häufigsten verwendeten Tools für die Zusammenarbeit und es sei zu erwarten, dass Video im Jahr 2016 die E-Mail als bevorzugtes Kommunikationsmittel überholt haben werde. Das könne aber nur dann passieren, wenn Collaboration-Tools wie Voice-, Video- und Content-Sharing in bestehende Kommunikationssysteme, Unternehmensanwendungen und Arbeitsabläufe integriert würden. Neue Technologien wie WebRTC, neue Protokolle wie SVC, eine Vielzahl von SDKs (Software Development Kits) und ein tiefes Verständnis von Unified-Communication-Applikationen würden ebenfalls dazu beitragen, dass sich die Nutzung von Video weiter ausbreite. In diesem Jahr würden zudem neue branchenspezifische Lösungen – besonders im Gesundheitswesen, bei Regierungen, bei Finanzdienstleistungen und im Handel – den Gebrauch und die Relevanz von Video enorm steigern.

3. Wandlung des Arbeitsplatzes

Polycom sieht derzeit bei vielen Unternehmen einen Wandel vom Einzelbüro hin zu offenen Arbeitsflächen, um Immobilienfläche und damit verbundene Kosten zu reduzieren, sowie ein wachsendes Angebot flexibler Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter. Neue Technologien, wie Geräuschdämmung, Beleuchtungseinstellungen und digitale Whiteboards sowie der steigende Wunsch nach einfacherer Zusammenarbeit verändern unsere gewohnten Arbeitsumgebungen weiter und der derzeitige officebasierende Arbeitsbereich werde bald überholt sein. Zukünftig wichtiger werde es dagegen, an jedem Ort und zu jeder Zeit mit dem Rest der Welt in Kontakt treten zu können.

4. „Zeitalter der Supermobilität“

Jack Uldrich geht in „Revolutionizing the Future Workplace“ davon aus, dass bis zum Jahr 2018 die Anzahl der Smartphones auf etwa 2,4 Mrd. Geräte ansteigen wird – im Vergleich zum PC ein Verhältnis von 6:1. Man könnte es das „Zeitalter der Supermobilität“ nennen, das jetzt anbricht: Mobile Endgeräte seien mit allen Tools und aller Technologie ausgestattet, die Arbeitnehmer benötigen, um unterwegs produktiv sein zu können – von Voice- über Video- bis Content-Collaboration-Lösungen. Diese „Supermobilität“ werde eine erhöhte Nutzung von Nahfeldkommunikation (NFC), Wi-Fi, Ultraschall und anderen drahtlosen Technologien mit sich bringen und Nutzern mobiler Endgeräte einen leichteren und sichereren Zugang zu visuellen Collaboration-Tools von Unternehmen verschaffen.

5. Collaboration-Lösungen aus der Cloud für den Mittelstand

Von den Entwicklungen um Mobilität und Cloud angeheizte Dienste auf Abonnementbasis bieten Unternehmen die Möglichkeit, die Zusammenarbeit im Unternehmen zu verbessern. Mehr denn je würden mittelständische Unternehmen cloudbasierende VoIP, Video- und Content Sharing-Dienste nutzen. Zudem werde die traditionelle Festnetzinfrastruktur (PSTN) bald überholt sein – mit der gesetzlichen Anordnung, sämtliche Voice Services innerhalb der nächsten fünf Jahre vom Festnetz zu nehmen, werde der Gebrauch von cloudbasierender Sprache, Video und Content dramatisch ansteigen. Neue Applikationen und Leistungen, die bisher nur schwer in die traditionellen Lösungen integrierbar waren, seien bei cloudbasierenden Collaboration-Services zudem sehr viel leichter einzusetzen.

6. Collaboration-Lösungen auf Browserbasis

Unternehmen, die derzeit auf der Suche nach einfacher und effektiver Kommunikation sind, werden Polycom zufolge im kommenden Jahr den Webbrowser als bevorzugte Lösung in Erwägung ziehen. Hierzu würden auch die Entwicklungen rund um WebRTC beitragen. Einfachheit in der Anwendung sei entscheidend, da immer mehr Unternehmen nach einem schnellen und leichten Einsatz von Video suchten. WebRTC werde 2015 immer mehr an Zugkraft gewinnen, aber nur grundlegende Funktionen abdecken können – wer also erweiterte Funktionen wünscht, wird nach Ansicht von Polycom nach wie vor auf Unternehmenslösungen zurückgreifen müssen.

7. Meetings werden sich zum Positiven verändern

Meetings verändern sich, denn Technologien werden weiterentwickelt und eröffnen neue Wege der Kommunikation. Dank besserer Qualität und einfacherer Anwendung der Collaboration-Lösungen werde sich virtuell ebenso gut zusammenarbeiten lassen, wie wenn sich die beteiligten Personen im selben Raum befänden. Videokonferenzlösungen könnten zukünftig außerdem leicht mit Audiolösungen anderer Anbieter wie etwa Skype for Business (Microsoft Lync) verbunden werden.

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