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Optionale Features
Über ein optionales Feature kann ein mobiler Active Directory-Account aktiviert werden. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei Microsoft. Ein Benutzer kann sich mit seinem Domänen-Account anmelden, obwohl er keinen Netzwerkzugriff auf die Domäne hat. Das Apple Active Directory-Plug-in kann Zertifikate für den mobilen Account des Benutzers bei der ersten Anmeldung an Active Directory in seinem Cache speichern, um sie später wieder zu verwenden.
Ein weiteres wichtiges Feature ist die Angabe derjenigen Active-Directory-Gruppenkonten, die auf dem Apple-Computer administrative Berechtigungen haben sollen (siehe Abbildung 4). Somit sind Administratoren einer Firma/Organisation in der Lage, auch den jeweiligen Apple-Computer zu administrieren.
Zusammenfassung der Einrichtungsschritte
Zusammenfassend sind folgende Einstellungen auf dem Apple-Computer notwendig, um diesen in die Windows-Welt zu bringen:
- Netzwerkeinstellungen (IP-Adresse, IP-Adresse des Routers, DNS-Server, Domänenname) in der Systemsteuerung sind vorzunehmen, alternativ kann auch Windows DHCP verwendet werden.
- Die Zeitsynchronisation mit dem Windows Domänencontroller ist obligatorisch, da ansonsten das Apple-Plug-In seinen Prozess mit der Fehlermeldung 14910 beendet. Informationen zu Fehlermeldungen sind in den OS X Manual Pages zu finden (siehe Linksammlung).
- Einstellungen im Plug-in „Active Directory“, Dienstprogramm „Verzeichnisdienste“ sind vorzunehmen (Reiter „Dienste“), wie aus Abbildung 4 zu entnehmen ist.
- Optional kann im Plug-In Dienste – unter den erweiterten Optionen – ein mobiler Account, ein lokaler Benutzerordner auf das Startvolume, der UNC-Pfad von Active Directory, das SMB-Protokoll und die Benutzer-Shell eingerichtet werden.
- Die Login-Konfiguration in der Systemsteuerung ist so abzuändern, dass die automatische Anmeldung deaktiviert ist.
Auf den Windows-Servern müssen folgende Einstellungen durchgeführt werden:
- Der Apple-Computer erhält einen IP-Eintrag im DNS-Server (A-Record), alternativ kann auch Windows DHCP verwendet werden, das seinerseits automatisch die Einträge in DNS vornimmt.
- Microsoft-DHCP kann verwendet werden, falls es nicht bereits schon Standard ist.
Fazit
Der Active Directory-Client von Apple hat die dringend erforderliche Renovierung erhalten. Apple macht somit sein MacOS als Windows-Client durchaus empfehlenswert. Da auf den nunmehr auf Intel-Prozessoren basierenden Apple-Computern auch Microsoft Software virtualisiert laufen kann, wachsen beide Betriebssysteme noch stärker zusammen. Die ersten Schritte sind somit getan. Wünschenswert für die Zukunft wären weiterführende Verwaltungsstrukturen, um einen MacOS-Computer vollständig und remote von einer Active Directory-Domäne ausgehend verwalten zu können.
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