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Security-Anbieter werben um Microsoft-Klientel Alternativen zu Forefront TMG 2010

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Verschiedene Security-Anbieter wollen eine Lücke füllen, die Microsoft mit der Abkündigung des Forefront TMG 2010 gerissen haben soll. Aktuell schlägt KEMP Alarm, weil der Mainstream Support vergangene Woche endete.

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KEMP integriert das ESP in die Load-Balancer-Reihe LoadMaster.
KEMP integriert das ESP in die Load-Balancer-Reihe LoadMaster.
(Bild: KEMP)

Am 14. April endete Microsofts Mainstream Support für Microsoft Forefront Threat Management Gateway 2010 Enterprise (TMG). Höchste Zeit für einen Umstieg, findet Load-Balancing-Experte KEMP Technologies (KEMP). Detlef Lilje, Director Central and Eastern Europe bei KEMP, begründet: „Ein seit Ende 2012 abgekündigtes Produkt sollte der einschlägigen Markt-Meinung nach vollen Hersteller-Support haben [...] oder eben abgelöst werden – ich würde es als Unternehmer bei einem solchen, sicherheitssensiblen Element in der Kommunikationskette jedenfalls nicht auf den Versuch ankommen lassen.“

Microsoft bietet für das 2012 abgekündigte Forefront TMG allerdings noch einen bis 2020 gültigen Extended Support an. Zu diesem gehören laut Microsoft Support Lifecycle Sicherheitsupdates, kostenpflichtiger Support und produktspezifische Informationen. Detlef Lilje zweifelt jedoch offen am praktischen Nutzen von Microsofts Support-Versprechen: „Im Zweifelsfall wird vermutlich der Aufwand zur Entwicklung und Bereitstellung eines Updates der jeweiligen Sicherheitsrelevanz gegenüber gestellt.“

Mit dem "Edge Security Pack (ESP)" ist KEMP freilich nicht der einzige Anbieter, der die bisherige Zielgruppe des Forefront TMG abholen will. Sicherheitsexperte Sophos wirbt beispielsweise für einen Wechsel von TMG zu einem Unified Threat Management (UTM) und hat bereits einen entsprechenden Replacement Guide aufgelegt.

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