Mobile-Menu

IWLAN: Einsatz unter extremen Bedingungen 3 Tipps für das Monitoring von Industrial WLAN

Von Felix Berndt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Industrial WLAN (IWLAN) kommt in Fabrikhallen zum Einsatz und muss daher robuster und widerstandsfähiger sein als z.B. ein herkömmliches Unternehmens-WLAN. Extreme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, Staub und starke Vibrationen dürfen das Industrie-LAN nicht beeinflussen.

Im IWLAN können Techniker über ihr Smartphone oder Tablet mit beweglichen Maschinenteilen kommunizieren.(Bild:  © – panuwat – stock.adobe.com)
Im IWLAN können Techniker über ihr Smartphone oder Tablet mit beweglichen Maschinenteilen kommunizieren.
(Bild: © – panuwat – stock.adobe.com)

Maschinen, Anlagen und Systeme kommunizieren, die Produktion läuft weitestgehend automatisiert: Willkommen in der Smart Factory! Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Damit in der Fabrikumgebung alles smart läuft, muss die technische Basis stimmen. Dazu zählen auch drahtlose Netzwerke. Nur wenn Daten zuverlässig erfasst und übertragen werden, kann der moderne Fertigungsprozess reibungslos laufen. Neben drahtlosen Technologien wie 5G und Bluetooth ist auch das Industrial WLAN (IWLAN) ein gängiger Ansatz. Doch was ist eigentlich IWLAN und wie kann man es monitoren?

Ein zuverlässiges drahtloses Netzwerk in industriellen Umgebungen ist häufig deutlich kritischer als in anderen Unternehmen – insbesondere, wenn Prozess- und Sicherheitskontrollen darüber ausgeführt werden. Neueste WLAN-Standards bieten zwar Funktionen, die die Effizienz und Zuverlässigkeit der Signale steigern, aber dennoch ist die ständige Überwachung der drahtlosen Verbindungen sowie der zugrunde liegenden Infrastrukturen von essenzieller Bedeutung. Nur so lassen sich zeitnah fehlerhafte Verbindungen erkennen und Probleme beheben.

Ist dies gewährleistet, bietet die Integration von IWLAN viele Möglichkeiten. Für mehr Flexibilität lassen sich beispielsweise mobile Endgeräte verbinden. Techniker können über ihr Smartphone oder Tablet auf Produktionsdaten zurückgreifen oder sogar mit beweglichen Maschinenteilen kommunizieren. Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz verschiedener gängiger Industrieprotokolle wie PROFINET, SafetyBridge, MODBUS TCP/IP, über die eine Kommunikation möglich ist.

Mit einem geeigneten Monitoring-Tool lassen sich IWLANs einfach, sicher und zuverlässig überwachen. Diese Tipps erleichtern den Einstieg in das Monitoring von Industrie-LANs:

1. Drahtlose Netzwerkgeräte überwachen

Router, Access Points, Switches und andere Netzwerkgeräte sollten rund um die Uhr überwacht werden. Viele Netzwerkgeräte bieten SNMP-Funktionen und/oder eine REST-API, über die Statusinformationen abgerufen werden können. Diese Informationen dienen als Basis für Benachrichtigungen, wenn beispielsweise die Hardware ausgefallen ist. Darüber hinaus bieten viele Hersteller mittlerweile integrierte Tools an, die die Verantwortlichen über den Status der jeweiligen Geräteverbindung informieren.

2. Monitoring von angeschlossenen Geräten

Sind die verbundenen Geräte erreichbar? Bereits dieser Test kann Aufschluss über den Zustand des IWLAN geben. Ein einfacher Ping kann schon ausreichen: Antwortet ein Gerät nicht auf einen Ping, könnte es eine Fehlfunktion haben – dies könnte sogar ein Hinweis darauf sein, dass das drahtlose Netzwerk ausgefallen ist.

3. Monitoring-Daten zentral sammeln

Ein allgemeiner Best-Practice-Tipp für das Monitoring, der natürlich auch für die Überwachung drahtloser Netzwerke in Industrieumgebungen gilt: Es entlastet im Arbeitsalltag enorm, wenn alle gesammelten Monitoring-Daten zentral in einem Tool verwaltet werden. Auf diese Weise haben die Verantwortlichen im Unternehmen einen ganzheitlichen Überblick über die gesamte Infrastruktur – über alle Standorte, die OT-Umgebung, IIoT-Sensoren, LAN- und WLAN-Netzwerke und klassische IT-Geräte und -Systeme.

Felix Berndt.(Bild:  Paessler)
Felix Berndt.
(Bild: Paessler)

Über den Autor

Felix Berndt ist Business Development Manager for IIoT and Data Centers EMEA bei der Paessler AG.

(ID:49268909)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung