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St. Joseph ermöglicht Roaming-Zeiten im Millisekundenbereich

Xirrus wirbelt im WLAN des St. Josefs Hospitals in Wiesbaden

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Wenig Gerät, schneller Einbau

Xirrus-Messestand auf der Interop, die vom 16. bis 19.11.2009 in New York statt fand. Laut Wikipedia wurde Xirrus 2003 von Dirk Gates, Patrick Parker, and Steve DeGennaro gegründet. Nach 2,5 Jahren Entwicklungsarbeit kam im März 2006 das erste Produkt-Release. Es folgten vier Patentanträge, für das innovative Antennendesign wurde Xirrus das Patent erteilt. 2006 rangierte Xirrus unter den „Top 10“ Networking Start-ups. Mehr als 10.000 installierte Funkzellen sowie Produkttests und -Berichte von unabhängigen Testlabors untermauern die Auszeichnung. (Archiv: Vogel Business Media)

In der Ausschreibung stellte sich neben den bekannten WLAN-Anbietern HP, 3COM und Cisco auch der hierzulande nahezu unbekannte Anbieter Xirrus dem Auswahlverfahren. Heinemann erinnert sich: „Die Ergebnisse des kostenfreien Site Surveys durch unseren IT-Partner Baum-Systems waren beeindruckend.“

Vermerktet werden die Xirrus-Produkte hierzulande von der Brainworks Computer Technologie GmbH, München Der Installationsaufwand für die Xirrus Technologie soll dramatisch geringer sein als bei den vergleichbaren Produkten.

Für eine lückenlose WLAN-Abdeckung des Krankenhauses im 802.11 a und b/g Bereich wurden lediglich 28 der so genannten „Arrays“ ermittelt. „Da hatten es die Mitbewerber schwer mit ihren Schätzungen von rund 80 benötigten Access Points“, so der DV-Leiter.

Ein Array

xs 2900 von Xirrus: Viel Technik auf wenig Raum (Archiv: Vogel Business Media)

Eine „All-in-One“-Lösung von Xirrus beinhaltet bis zu 16 Funkzellen, Onboard WLAN Controller, Gigabit Switch, integrierte Firewall sowie Wi-Fi Threat Monitoring. Mit einer zentralen Management-Plattform können die Access Points von jeder Stelle des Netzwerks aus bequem und gezielt überwacht und gesteuert werden.

Der geringe Bedarf an Access Points erwies sich als schlagendes Argument. In nur zwei Tagen inklusive Verkabelung waren die erforderlichen 28 Arrays mit vier beziehungsweise acht Funkzellen einsatzbereit. Der Wunsch nach „Unsichtbarkeit“ der Access Points konnte durch die Unterdeckenmontage der Arrays erfüllt werden. Ein zentrales Management erleichtert die kontrolle und die Performance sei mit Roamingzeiten im Millisekundenbereich überdurchschnittlich, so Anwender und Projektpartner.

Das Design des relativ flachen Xirrus-Array erinnert an ein Ufo. (Archiv: Vogel Business Media)

Den Implemetierungspartner Baum-Systems aus Hünstetten sprach aber auch die Möglichkeit einer kostenfreien Site Survey an. „Dadurch allein konnten wir 5.000 bis 7.000 Euro sparen,“ erläutert DV-Leiter Heinemann. Darüber hinaus hofft er, dass die vertraglich zugesicherte Bandbreite vor nachträglichen Zusatzinvestitionen schützen kann.

Nach einer kurzen Testphase folgte schon bald die erste Erweiterung in verschiedenen Gebäudetrakten. Inzwischen wird die Authentifizierung der Gäste im WLAN durch ein Abrechnungssystem geregelt. Mit dem Einsatz des „Hot Spot Manager“ von Firedigit wird das Thema Lawful Intercept abgedeckt. Denn der Hot Spot Manager liefert das erforderliche Reporting für einen gesetzeskonformen Nachweis des Datenverkehrs mit. Zusätzlich strebt das Krankenhaus die HL7-Integration mit der eingesetzten Patientenverwaltung an.

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