Derzeit verzeichnet Proxmox einen großen Zuwachs an Nutzern, die mit der neuen VMware-Lizenzpolitik nicht einverstanden sind. Hinzu kommt, dass der kostenlose ESXi nicht mehr zur Verfügung steht. Proxmox lässt sich dagegen auch kostenlos nutzen.
Der kostenlose VMware ESXi-Server steht nicht mehr zur Verfügung, lässt sich aber problemlos zu Proxmox migrieren.
(Bild: Joos - VMware)
Proxmox kann auch dazu genutzt werden, Windows Server 2022/2025 zu virtualisieren. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie die ISO-Datei zur Installation auf den Server geladen und anschließend eine VM mit Windows Server 2025 erstellt wird. Das funktioniert mit Windows Server 2019 und Windows Server 2022 identisch.
ISO zur Installation auf Proxmox laden
Um manuell eine VM auf Proxmox zu erstellen, ist es zunächst sinnvoll, die ISO-Datei für die Installation in die Virtualisierungsumgebung zu laden. Das erfolgt nach dem Aufrufen der Weboberfläche über das Anklicken des Datenspeichers des Proxmox-Servers und der Auswahl von „ISO Images“ in der Mitte des Fensters. Mit „Upload“ lassen sich neue ISO-Dateien in den Speicher laden. Sobald die ISO hochgeladen ist, lässt sich diese bei neuen VMs zur Installation auswählen.
Bei der Virtualisierung von Windows mit Proxmox ist es zudem sinnvoll, die aktuellen VirtIO-Treiber als ISO-Datei herunterzuladen und ebenfalls in Proxmox zu speichern.
VMs von ESXi migrieren: Proxmox aktualisieren
Die Migration von VMs aus ESXi ist ab Proxmox 8.1.8 möglich. Wenn die Version noch nicht installiert ist, sollten in der Weboberfläche nach dem Anklicken des Servers auf der linken Seite und der Auswahl von „Repositories“ auf der rechten Seite zunächst die Enterprise-Repositories mit „Disable“ deaktiviert und die beiden Repositories für „Test“ und „No Subscription“ mit „Add“ hinzugefügt werden. Danach kann mit „Refresh“ bei „Updates“ überprüft werden, ob Updates zur Verfügung stehen. Ist das der Fall, erfolgt die Aktualisierung mit „Upgrade“. Danach sollte oben links die aktuelle Version zu sehen sein.
VMs von ESXi migrieren
Nach einem Klick auf „Datacenter“ und dann auf „Storage -> Add“ sollte unten im Menü die Option „ESXi erscheinen. Hierüber erfolgt die Anbindung von ESXi über die Angabe des Namens und der Anmeldedaten. Der ESXi-Server erscheint danach unterhalb des Servers auf der linken Seite. Nach einem Klick sind im Fenster die VMs von ESXi zu sehen, die sich danach mit „Import“ zu Proxmox übertragen lassen. Die VMs müssen dazu aber auf dem ESXi-Server ausgeschaltet sein.
Neue VM für Windows Server 2022/2025 erstellen
Um eine neue VM zu erstellen, klickt man in der Weboberfläche rechts oben auf „Create VM“. Die Einrichtung erfolgt über einen Assistenten. Hier sind zunächst die Auswahl des Proxmox-Servers und eine eindeutige ID notwendig, mit der die VM im Proxmox-System identifiziert wird. Auf der nächsten Seite erfolgt bei „ISO Image“ die Auswahl der ISO-Datei zur Installation von Windows Server 2022/2025, die zuvor auf den Server geladen wurde. Bei „Guest OS“ wird in diesem Beispiel „Microsoft Windows“ und bei Version „11/2022“ ausgewählt. In den nächsten Editionen von Proxmox kommt hier noch die Auswahl für Windows Server 2025 dazu. Wenn gewünscht, können an dieser Stelle weitere ISO-Dateien mit zusätzlichen Laufwerken verbunden werden. Dazu wird „Add additional drive for VirtIO drivers“ aktiviert und die VirtIO-ISO-Datei ausgewählt, die zuvor auf Proxmox geladen wurde.
Über das Menü „System“ wird die Option „Qemu Agent“ aktiviert und bei „SCSI Controller“ die Option „VirtIO SCSI“. Danach erfolgt die Konfiguration der virtuellen Hardware. Hier ist es sinnvoll den lokalen Speicher des Proxmox-Servers (oder den gemeinsamen Speicher, wenn ein Proxmox-Cluster installiert ist) auszuwählen. Das gilt auch für das BIOS/UEFI. Parallel dazu können auch andere Einstellungen für virtuelle Grafikadapter oder das virtuelle SCSI-Laufwerk eingestellt werden.
Danach erfolgt die Konfiguration der virtuellen Festplatte der VM. Hier sollte SCSI als Bus verwendet werden und bei „Cache“ die Option „Write back“. Außerdem sollt „Discard“ aktiviert werden. Das gleiche gilt für die virtuelle CPU, den Arbeitsspeicher und den Netzwerkadapter. Hier ist die Einstellung „VirtIO (paravirtualized)“ ideal.
Die Einstellungen können angepasst oder auf den Standard-Einstellungen belassen werden. Nach der Erstellung steht die VM auf der linken Seite zur Verfügung, ist aber noch nicht gestartet. Vor dem Start sollte die VM noch angepasst werden. Danach erfolgen Start und Installation von Windows.
Windows Server 2022/2025 und Linux für Proxmox optimieren
Im Anschluss lässt sich die Installation von Windows Server 2022/2025 starten, indem man den Server mit der Schaltfläche „Start“ einschaltet. Über „Console“ öffnet sich das Fenster mit dem Bildschirm des Servers. Hier erfolgt die Installation, genauso wie bei anderen Virtualisierungslösungen auch. Startet die Installation nicht, kann es sinnvoll sein, bei „Options -> Boot Order“ festzulegen, dass die VM die ISO-Datei für den Startvorgang nutzt. Die Reihenfolge lässt sich per Drag & Drop in der Weboberfläche anpassen.
Stand: 08.12.2025
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Im Rahmen der Installation erkennt Windows Server 2022 den VirtIO-Treiber nicht automatisch. Durch das Hinzufügen der VirtIO-ISO als Laufwerk kann der Treiber aber über „Treiber laden“ auf der entsprechenden Seite ausgewählt werden. Die Treiber sind im Verzeichnis „\amd64\2k22“ zu finden. Danach fährt die Installation fort
Nach der Installation des Betriebssystems sollte in Windows im Gerätemanager der Treiber für den Netzwerkadapter ausgewählt werden. Dieser befindet sich wieder im Laufwerk der VirtIO-ISO im Verzeichnis „NetKVM\2k22\amd64“. Im Gerätemanager fehlen weitere Treiber. Diese sind im Verzeichnis "Balloon\2k22\amd64“ zu finden. Im Anschluss wird noch die Installation von virtio-win aus dem Stammverzeichnis der VirtIO-ISO-Datei durchgeführt. Diese startet nach einem Doppelklick auf „virtio-win-guest-tools.exe“. Nach einem Neustart ist die Installation abgeschlossen.
Über „Summary“ zeigt die Weboberfläche den Status der VM sowie die Auslastung von CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk an. Anpassen lässt sich die virtuelle Hardware der VM über den Bereich „Hardware“.