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Grundbegriffe
Ein paar Begriffsklärungen sollen helfen, das Wissensdefizit auszugleichen.
- VoIP oder Voice over IP bezeichnet die Echtzeit-Sprachkommunikation über paketorientierte IP Netze.
- VoIP unterscheidet zwischen Protokollen für die Datenübertragung und für die Signalisierung.
- - Datenübertragung: Übertragung von Audioinformationen.
- - Signalisierung: Gesprächs Auf- beziehungsweise Abbau sowie Steuerung.
Datenübertragung
Realtime Transport Protocol (RTP)
- Trägerprotokoll für die Audio- bzw. Sprachdaten.
- Auf UDP aufgesetztes, ungesichertes Protokoll.
Realtime Transport Control Protocol (RTCP)
- Kontrollprotokoll, welches in RTP integriert ist.
- RTCP ermöglicht den VoIP Komponenten eine Beurteilung der Sprachqualität, um eventuell dynamisch die Übertragungsbedinungen anzupassen
Payload
Die „Payload“ ist die eigentliche Sprachinformation (Daten) des jeweiligen RTP-Pakets, welche am RTP-Header angefügt wird.
Codecs

Verfahren um analoge Sprache oder Video in digitale Daten zu wandeln. Am häufigsten wird das PCM (Pulse Code Modulation) Verfahren eingesetzt.
- Es gibt komprimierende und nicht-komprimierende Codecs: G.723, G.726, G.728, G.729 oder iLBC sind komprimierende Codecs.
- CELP (Code-Excited Linear Prediction) oder DPCM (Differential Pulse Code Modulation) sind hier gängige Verfahren.
- G.711A und G.711µ sind nicht-komprimierende Codecs. PCM (Pulse Code Modulation)
- Komprimierungsverfahren arbeiten in der Regel verlustbehaftet (Qualitätsverlust) und benötigen mehr Rechenleistung.
- Je mehr Rechenleistung benötigt wird, desto mehr erhöht sich auch die Sende- bzw. Empfangsverzögerung (Delay). Dabei steht das Delay wiederum in Abhängigkeit zu der Prozessor-Leistung der RTP erzeugenden Komponenten.
- Rechenleistung wird in MIPS (Millions of Instructions per Second) angegeben.
weiter mit: Das Session Initiating Protocol (SIP)
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