Mobile-Menu

Private-5G oder Wi-Fi 6/7? Wenn Campus-Funk zur Grundsatzfrage wird

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unternehmen stehen bei der digitalen Transformation vor der Wahl: Soll die drahtlose Infrastruktur auf Private-5G setzen oder genügen Wi-Fi 6 und Wi-Fi 7? Controlware zeigt die Unterschiede und verweist auf hybride Ansätze, die Vorteile beider Technologien kombinieren können.

Private-5G oder Wi-Fi 6/7? Controlware zeigt Stärken, Grenzen und hybride Optionen für Unternehmensnetze.(Bild:  KI-generiert)
Private-5G oder Wi-Fi 6/7? Controlware zeigt Stärken, Grenzen und hybride Optionen für Unternehmensnetze.
(Bild: KI-generiert)

Private-5G und Wi-Fi 6/7 markieren zwei unterschiedliche Wege, drahtlose Unternehmensnetze zu gestalten. Während Private-5G auf dedizierte Mobilfunktechnik setzt, bauen Wi-Fi 6 und 7 auf bestehenden Standards auf. Laut dem IT-Dienstleister Controlware seien viele IT-Abteilungen unsicher, welche Variante ihren Anforderungen gerecht werde. Es fehle oft an Ressourcen und Erfahrung, um die Optionen im Detail zu bewerten.

Private-5G erlaubt es Unternehmen, eigene Netze auf Betriebsgeländen zu errichten und granular zu steuern. Diese Unabhängigkeit verschafft hohe Kontrolle, besonders wenn sensible Daten geschützt oder regulatorische Vorgaben eingehalten werden müssen. Niedrige Latenzen und hohe Verfügbarkeit mache die Technologie attraktiv für Robotik, autonome Systeme oder Smart Factories. Network-Slicing könne zudem parallele virtuelle Netze ermöglichen. Dem gegenüber stehen hohe Kosten und ein erheblicher Aufwand für Wartung und Betrieb, der gerade mittelständische Firmen belasten dürfte.

Wi-Fi 6 und Wi-Fi 7 treten dagegen als Weiterentwicklungen etablierter WLAN-Strukturen an. Wi-Fi 6 erreicht Übertragungsraten bis 9,6 Gbps, Wi-Fi 7 sogar bis 30 Gbps, wenn das 6-GHz-Band genutzt wird. Mit Techniken wie MU-MIMO und OFDMA sollen Engpässe in Umgebungen mit hoher Gerätedichte reduziert werden. Anwendungen wie Virtual oder Augmented Reality lassen sich damit unterstützen. Die Einführung gelte als vergleichsweise kosteneffizient, da vorhandene Infrastrukturen oft weitergenutzt werden können. Zudem fallen keine Lizenzgebühren an, und der Betrieb bleibe überschaubar.

Branchenabhängige Anforderungen

Welche Technologie passt, hängt laut Controlware stark von der Branche ab. Für Gesundheitswesen, industrielle Fertigung oder Logistik gilt die Sicherheit als entscheidend. Hier könne Private-5G seine Stärken ausspielen. In weniger kritischen Bereichen, etwa in Bürokomplexen, sei Wi-Fi aufgrund niedriger Kosten und leichter Implementierung im Vorteil.

Die Auswirkung reiche dabei über den IT-Betrieb hinaus. Datenintensive Geschäftsmodelle wie Predictive Maintenance oder Echtzeitanalysen erfordern eine Infrastruktur, die Daten schnell erfasst und verarbeitet. Ein 5G-Netz könne diese Anforderungen abdecken. Unternehmen mit Schwerpunkt auf mobilem Arbeiten profitieren dagegen stärker von der Flexibilität und Skalierbarkeit der Wi-Fi-Standards.

Hybrid als Option

Laut Controlware sei die Entscheidung zwischen Private-5G und Wi-Fi 6/7 selten ein klares Entweder-oder. Häufig erweise sich eine Mischform als praktikabel, bei der unterschiedliche Bereiche von den jeweiligen Stärken profitieren. Vor Investitionen in eine 5G-Infrastruktur sei daher eine detaillierte Analyse sinnvoll, die bestehende Systeme, Sicherheitsanforderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen einbezieht.

Jens Müller, Teamleiter Business Development Network Solutions bei Controlware, erklärt: „Netzwerk-Verantwortliche müssen im ersten Schritt ihre langfristige digitale Strategie definieren und die bestehende Infrastruktur detailliert analysieren.“ Erst dann lasse sich entscheiden, ob ein eigenständiges 5G-Netz notwendig sei oder Wi-Fi 6/7 genügt – oder ob die Kombination den besten Weg darstellt.

(ID:50542038)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung