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IT Infrastruktur-Konzepte für kleine Netzwerke, Teil 1

Welche Netzwerktechnik passt zu meinem Unternehmen? – ein Leitfaden

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Anbieter zum Thema

Empfehlungen für Kabel und Funknetz

Für die meisten kleinen Betriebe kann folgendes empfohlen werden (siehe auch Abbildungen):

  • Für Zukunftssichere: Die Haustechnik (Wandkabel) in Glasfasertechnologie – Der Rest in Kupferkabel, 1 GBit/s, Cat 6E oder 7. Nachteil: Preis für Glasfasertechnologie.
  • Kostengünstige Auswahl: Die Haustechnik in Kupferkabel (Cat 7) – Der Rest kombiniert in 100/1000 MBit-Switches. Je nach Modellausführung gibt es 2 x 1 GBit-Anschlüsse (Rest 100) oder Switches, die nur Gbit-Anschlüsse besitzen.
  • Drahtlos flexibel: Kabel und Funknetze können kombiniert werden. Um auf „Nummer sicher zu gehen“, kann ausschließlich auf Geräte eines Herstellers zurückgegriffen werden.

Voice over IP – Internettelefonie

Als Voice over IP (VoIP) bezeichnet man das Telefonieren über ein beliebiges Netzwerk mit dem Internet-Protokoll, wie beispielsweise über das Internet. Verschiedene Hersteller bieten VoIP-fähige Router und Telefonanlagen im Paketpreis an. Telefon und Daten teilen sich dann den Internetanschluss.

Ist die Datenleitung „schlecht“ oder überlastet, oder ist der VoIP-Router „zu billig“, dann leidet auch die Sprachqualität! Es gibt hierbei Anbieter, die koppeln Internet und Telefon zu einem sehr günstigen Preis, ohne dass auf die Art der Datenkommunikation und möglichen Nachteile offen hingewiesen wird. VoIP birgt weiterhin die Gefahr, dass Internet-Hacker Manipulationen vornehmen könnten. Ein kleiner Betrieb sollte daher prüfen, ob sich diese Anschaffung lohnt und ob etwaige Nachteile in Kauf genommen werden können.

Internetverbindungen

Filialen oder Heimarbeitsplätze können über das Internet und mithilfe einer verschlüsselten Kommunikation kostengünstig vernetzt werden. Dies lohnt sich auch schon bei sehr kleinen Betrieben, in denen einzelne Mitarbeiter oder der Chef auch gerne mal von Zuhause aus auf das Netzwerk in der Firma zugreifen möchten. Für die Anbindung an das Internet bestehen mehrere Möglichkeiten, deren Verfügbarkeit jedoch je nach Lage stark schwanken kann.

  • Internet über Satellit: Es werden zwei Wege benutzt – Zum Download eine Satellitenschüssel und für den Upload-Kanal (Rückleitung) eine herkömmliche langsame Leitung (z. B. ISDN). Die Nachteile sind: Funknetze sind generell wetterabhängig, die Rückleitung ist ein Flaschenhals und der Dienst ist unter Umständen teuer.
  • Internet über Mobilfunk:UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) kann eine Option sein, wenn es verfügbar und das Preis-Leistungs-Verhältnis mit anderen Technologien vergleichbar ist.
  • Internet über WLAN:Hotspots sind in vielen Städten bereits verfügbar. Stimmen Preis und Leistung des Anbieters – und liegt eine moderne Verschlüsselung vor – kann diese Option empfehlenswert sein.
  • Internet über Kupfer- oder Glasfaserkabel:Digital Subscriber Line (DSL) bezeichnet eine Reihe von Übertragungsstandards, die sich aufteilen in asymmetrisches und symmetrisches DSL. Bei asymmetrischem DSL ist das Herunterladen (Download) sehr schnell, wohingegen das Hochladen (Upload) langsam ist. Der Anbieter spart hiermit Bandbreite. Asymmetrisches DSL wird beispielsweise von der Telekom unter „T-DSL“ verkauft. Je nachdem welche Kabeltypen ein Anbieter verlegt hat, können Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s erreicht werden. Im Normalfall ist ADSL kostengünstig und daher zu empfehlen. Symmetrisches DSL ist teurer, da beide Kanäle gleich schnell arbeiten. Sind Heimarbeitsplätze zu verbinden ist diese Variante zu empfehlen. Firmen in ländlichen Gebieten erhalten manchmal keine oder nur geringe DSL-Leitungskapazität, da oft nur alte Kupferkabel verlegt sind, die wegen ihrer Dämpfung eine hohe Datenübertragung nicht zulassen bzw. die Wege zur nächsten Verstärkereinheit weit sind.

Welches DSL ist das richtige?

Hier kann man nur empfehlen Preis und Leistung sowie Verfügbarkeit (Ausfall, Service, etc.) von Anbietern genauestens zu prüfen. Viele versprechen viel und werben mit einer Bandbreite, die nur theoretisch erreicht wird.

Fazit

Netzwerke verbinden Computer, Menschen und ganze Kontinente. Kleine Betriebe sollten auf Industrieware von Markenherstellern für Switches und DSL-Router zurückgreifen. Derzeit sind 1 GBit-Switches eine gute Wahl. Bei der Vielzahl der Internetangebote ist auf die tatsächliche Datenrate zu achten, wobei sich wegen der Wetterunabhängigkeit Kabel-basierende Anschlüsse als erste Wahl empfehlen. Passend zum Anschluss sollte auf einem Router mit einer guten integrierten Firewall geachtet werden.

weiter mit Teil 2

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