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Fahrzeughersteller Iveco tritt mit Thin Print und Xen App auf die Kostenbremse

Virtuelle Druckertreiber schonen WAN-Bandbreite und Geldbeutel

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Auszug aus dem Pflichtenheft

Doch das waren längst nicht alle Herausforderungen an das Projekt. Weitere Punkte im Pflichtenheft des der MSG Systems waren:

  • Auf den Endgeräten in den Außenstellen sollte keinerlei Software-Installation nötig sein.
  • Es war eine Kontrolle der von den Druckdaten belegten Bandbreite erforderlich.
  • Die Druckdaten sollten komprimiert werden.
  • Trotz des Einsatzes der 64-bit-Lösung von Citrix sollten weiterhin Drucker mit 32-bit-Treibern unterstützt werden.

Den Design-Vorschlag, den das Systemhaus unterbreitet, wurde binnen einer Woche in die Tat umgesetzt.

Die Drucker lassen sich Skript-gesteuert aktualisieren

Komprimierung sorgt dafür, dass Drucker-Jobs das WAN nicht verstopfen, Grafik: Thin Print (Archiv: Vogel Business Media)

Auf dem zentralen Druck-Server im Turiner Rechenzentrum wurde die „.print Server Engine“ und auf allen Citrix-Servern der virtuelle Druckertreiber „Thin Print Output Gateway“ installiert. Ein eigens von der MSG Systems AG erstelltes Skript erfragt nun in einem 12-stündigen Turnus bei den dezentralen Druck-Servern der Stützpunkte – Windows-Maschinen mit .print Clients –, ob von den jeweiligen Administratoren vor Ort neue Drucker installiert wurden.

Diese neuen Drucker werden dann mit Hilfe einer Schablone automatisch unter Verwendung des virtuellen Treibers von Thin Print auf dem Druck-Server in Turin angelegt. So stehen alle Drucker, die in den Stützpunkten neu installiert werden, spätestens nach zwölf Stunden in der Citrix-Umgebung zur Verfügung. Meldet sich ein Anwender in der Session an, wird der richtige Drucker verbunden.

Durch den Einsatz des Output Gateway wird erreicht, dass in Turin keinerlei administrativer Aufwand für das Anlegen der Hersteller-Druckertreiber entsteht. Käme ein weiterer Stützpunkt hinzu, wäre lediglich ein Eintrag im Script erforderlich. Das ist nur ein Aufwand von wenigen Minuten.

Der für das Projekt zuständige MSG-Mitarbeiter Frank Meisl beschreibt den Ansatz als ungewöhnlich: „Keinen Admin im Rechenzentrum zu haben, sondern nur autarke Admins in den Außenstellen, das ist ein völlig anderer Ansatz als in sonst üblichen Zentralisierungs-Szenarien. Das war eine interessante Aufgabe!“

ROI in drei Monaten

Bis zu 98 Prozent kann sich durch Kompression das zu übertragende Druckdaten-Volumen reduzieren; Bild: Thin Print (Archiv: Vogel Business Media)

Doch nicht nur die Aufgabe, sondern auch die Ergebnisse sind interessant. So konnte eine Erhöhung der Leitungskapazitäten ebenso vermieden werden wie ein höherer Personaleinsatz im Rechenzentrum. Gleichzeitig profitieren die Endanwender von schnellen Druckergebnissen.

Zudem können auch unter 64-bit-Betrieb die Drucker im Einsatz bleiben, für die nur 32-bit-Druckertreiber erhältlich sind. Der Return on Investment (ROI) des Projektes war bereits nach drei Monaten erreicht.

Auch bei Iveco zeigt man sich zufrieden. Alexander Nindel, der Projektverantwortliche bei der Iveco Magirus AG sagt: „Seit der Implementierung ist bis dato kein weiteres Eingreifen in das System nötig gewesen. Die Bandbreitenkontrolle funktioniert effektiv und einwandfrei. Die Ausdrucke erfolgen am jeweiligen Standort ohne Verzögerungen und ohne Beeinträchtigung anderer Dienste auf den WAN Leitungen.“

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