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Etagenverkabelung
Mit der Etagenverkabelung verbindet man gemeinhin Schlagworte wie: Anbindung von Wanddosen in den Büros oder Arbeitsbereichen an den Etagenverteiler, universelle Dosen- und Steckertechnik, gegebenenfalls aufgeteilt nach Sprach- und Datenübertragung, Nutzung geeigneter Kabelwegsysteme wie Doppelböden, Brüstungskanäle, abgehängte Decken, Unterflursysteme, begehbare Kabelkanäle, netzunabhängige Verkabelung, beliebige Versetzbarkeit von Arbeitsplätzen, Erweiterbarkeit, Flexibilität.
Die Etagen-Verkabelung soll im Rahmen einer flächendeckenden Planung und Installation für alle Büroräume unter Berücksichtigung von Reserve-Anschlüssen erfolgen. Erst dann bleibt man von einer Nachverkabelung verschont und Umzüge sind so unproblematisch, wie man sich diese immer gewünscht hat.
Bei den Sekundär- und Tertiärbereichen ist es vor allem wesentlich, ausreichende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, da ohne Informations-/Verteilerräume keine sinnvolle Wartung des Gesamtkabelsystems möglich ist. Verteilerräume mit aktiven Komponenten erlauben Medienwechsel und sind die Basis eines universellen Verkabelungssystems.
Endgeräteanschluss
Mit dem Begriff des Geräteanschlusses verbindet der Fachmann den flexiblen Anschluss beliebiger Endgeräte an Outlets, dünne, gut verlegbare Kabel, keine sperrigen Komponenten. Zudem darf eine Stecker-Entfernung das Gesamtnetz nicht unterbrechen. Ein erster Ansatz für die Planung besteht z.B. darin, die für die Anwendungen und die Gerätewelt passenden Standard-LANs auszusuchen und aus der Vielfalt der Medien einen Subset zu wählen, das für möglichst viele logische Netzwerke genutzt werden kann.
Wichtig ist die Erkenntnis, dass es eine optimale und allumfassende Lösung vor allem im Sekundär- und Tertiärbereich nicht geben kann und dass man hier oft mit der „zweitbesten“ Lösung, die vielleicht nur 90 bis 95 Prozent der Endgeräte umfasst, oft wesentlich günstiger fahren kann.
So ist z.B. eine Standardverkabelung, an die ein paar Geräte nicht passen, einer doppelt so teuren Spezialverkabelung, die dann alles anschließbar macht, in jedem Fall vorzuziehen. Und wenn einem Unternehmen die Verkabelung eines Mainframe-Anbieters nicht gefällt und diese auch noch aus anderen Gründen unzweckmäßig ist, besteht ebenfalls überhaupt kein sinnvoller Grund, sich dennoch auf diese Verkabelung einzulassen.
Über den Autor
Dr. Franz-Joachim Kauffels ist seit über 25 Jahren als unabhängiger Unternehmensberater, Autor und Referent im Bereich Netzwerke selbständig tätig. Mit über 15 Fachbüchern in ca. 60 Auflagen und Ausgaben, über 1.200 Fachartikeln sowie unzähligen Vorträgen ist er ein fester und oftmals unbequemer Bestandteil der deutschsprachigen Netzwerkszene, immer auf der Suche nach dem größten Nutzen neuer Technologien für die Anwender.
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