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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 10

Verkabelungsbereiche, Standards und Qualitätsklassen

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Geländeverkabelung

Mit der Geländeverkabelung werden folgende Schlagworte verknüpft: Überbrückung großer Entfernungen, Blitzschutz, Einstreusicherheit, Abhörsicherheit, Zukunftsorientierung, Ausfallsicherheit, hohe Verfügbarkeit, Wartbarkeit, sichere und dokumentierte Trassenführung, Potentialtrennung zwischen Gebäudeerdungen, Integration unabhängiger Subnetze beliebiger Technologie, hohe Übertragungskapazität, redundante Auslegung und alternative Trassenverlegung für den Notfall.

Weiterhin sind im Einzelfall auch folgende Punkte bei der Geländeverkabelung von Interesse: Nutzung vorhandener baulicher Infrastruktur soweit als möglich, Kostenrahmen für Baumaßnahmen, nicht frei zugängliche Trassenführung und Verteilerräume, kein Einsatz von zentralen Verteilern, stabile und ununterbrechbare Spannungsversorgung aller aktiven Komponenten.

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All dies kann z.B. im Rahmen einer gut durchdachten Glasfaserverkabelung erreicht werden, da die Glasfaser gerade mit den ersten 8 bis 10 Anforderungen keinerlei Probleme hat, bei anderen Kabeltypen hierfür aber besondere Maßnahmen erforderlich werden können.

Bei der Geländeverkabelung muss zudem auf die Skalierbarkeit der Hauptverteiler für eine problemlose Integration von Neubauten geachtet werden. Eine Geländeverkabelung darf keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der logischen Strukturierung des Netzwerkes nach sich ziehen. Ein permanent einsatzbereites Überwachungssystem ist unabdingbar.

Gebäudeverkabelung

Mit der Geländeverkabelung werden folgende Schlagworte verknüpft: Modularität bei der Verkabelung der Etagen oder Bereiche, Aufbau und Betrieb von begehbaren Gebäude- und Etagenverteilern, wartbares Kabelsystem zur schnellen Fehlersuche, netzwerkunabhängige Verkabelung, Anpassbarkeit an die vorhandenen Steigbereiche.

Folgende Planungsaspekte sind bei der Gebäude-Verkabelung zu berücksichtigen:

  • Anpassung der Verkabelung an die Struktur des Gebäudes (Bürogebäude, Fertigungshalle), Entfernungen, Zahl möglicher Verteilerräume, erforderliche Verteilerraumdichte, vorhandene Steigbereiche, Doppelböden, Wandkanäle, Kabelpritschen, mögliche und nötige Biegeradien
  • Redundanz-Anforderungen
  • Leistungsfähigkeit, Backbone-Anschlusspunkte in den Etagenverteilern, Dienstleistungen in den Etagenverteilern, Übertragungsgeschwindigkeiten
  • Sicherheit, Wartbarkeit, Kosten für Baumaßnahmen

All dies führt zu unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten in Abhängigkeit von der Gebäudestruktur und den definierten Anforderungen.

weiter mit: Etagenverkabelung

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