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Windows Admin Center: Modernized Gateway basiert auf Microservices Verbessertes Gateway zur Verwaltung von Microsoft-Netzwerken

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Microsoft arbeitet derzeit am Nachfolger des bisherigen Windows Admin Centers. Das modernisierte Gateway (modernized Gateway) bietet mehr Leistung und neue Einstellungsmöglichkeiten, auch im Rahmen der Installation. Der Beitrag gibt einen Überblick.

Das Windows Admin Center (WAC) mit modernisiertem Gateway ist nun Microservice-basiert und eng mit dem .NET Core verzahnt.(Bild:  Joos - Microsoft)
Das Windows Admin Center (WAC) mit modernisiertem Gateway ist nun Microservice-basiert und eng mit dem .NET Core verzahnt.
(Bild: Joos - Microsoft)

Das neue Windows Admin Center "Modernized Gateway" stellt eine Verbesserung des bisherigen Windows Admin Centers (WAC) dar. Die wichtigste Neuerung des WAC ist die Umstellung von einer monolithischen Struktur auf eine Microservice-Infrastruktur. Hinzu kommen zahlreiche Verbesserungen in puncto Stabilität und Leistung.

Die Installation bietet jetzt mehr Einstellungsmöglichkeiten und auch bei der Verwendung stehen flexiblere Möglichkeiten zur Verfügung. Das WAC hat bisher immer einen einzelnen Prozess genutzt. Das moderne Gateway arbeitet mit mehreren Prozessen, was Leistung und Stabilität verbessert. Das WAC nutzt verschiedene Plug-Ins, mit denen die Funktionen der webbasierten Oberfläche erweitert werden. Beim Einsatz des modernen Gateways werden auch für die Plug-Ins verschiedene Prozesse und Unterprozesse erstellt. Durch die Microservices-Struktur ist das WAC nun wesentlich stabiler und performanter als die klassische Version des WAC.

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Das neue WAC mit Windows Server 2022/2025 nutzen

Das neue WAC arbeitet problemlos mit Windows Server 2022, lässt sich aber auch mit Windows Server 2025 nutzen. Eine parallele Installation des klassischen WAC und des modernisierten Gateways ist ebenfalls möglich. Die generelle Oberfläche des neuen WAC und auch die Möglichkeiten zur Verwaltung entsprechen der klassischen Variante.

In den Einstellungen, die über das Zahnradsymbol am oberen Rand zu finden sind, haben sich verschiedene Einstellungen geändert. Für Testzwecke ist es möglich, das moderne Gateway mit der klassischen Variante parallel zu installieren. Das ist auch wichtig, um zu überprüfen, ob die verschiedenen, eingesetzten Plug-Ins noch funktionieren. Die Kommunikation zwischen Plug-Ins und den einzelnen, an das WAC angebundenen Servern, läuft im neuen WAC jetzt anders ab, da sich APIs, Authentifizierung und Struktur geändert haben. Außerdem unterstützen nicht alle Plug-Ins die Kommunikation mit .NET Core, was beim neuen WAC aber zwingend ist. Daher sind hier grundlegende Tests wichtig, um die Funktionalität aller Erweiterungen bzw. Plug-Ins sicherzustellen.

Generell hat sich die Installation des WAC dahingehend verändert, dass Admins nun festlegen können, ob der Zugriff auch von extern oder nur von einem einzelnen PC aus möglich sein soll. Das steuert schlussendlich auch die verwendeten Ports, deren Verwendung sich bei der manuellen Installation granularer steuern lässt. Im Rahmen der Installation lässt sich zudem festlegen, ob die Authentifizierung über das HTML-Formular das Gateways oder mit NTLM/Kerberos über Windows erfolgen soll. Grundsätzlich ermöglicht das WAC im Rahmen der Installation aber sehr viel mehr Einstellungsmöglichkeiten als bisher.

Als Webserver nutzt das modernisierte WAC einen Kestrel-Webserver. Dieser bietet zahlreiche Vorteile, die ihn zu einer optimalen Option für die Bereitstellung von Webanwendungen wie dem Windows Admin Center machen. Kestrel nutzt die asynchrone I/O-Bearbeitung, was eine effiziente Handhabung von Anfragen ermöglicht, und die Serverlast minimiert. Durch die Integration in das .NET Core Framework profitiert Kestrel von einer engen Verzahnung mit der.NET-Infrastruktur, was die Entwicklung für das und die Wartung vom Windows Admin Center erleichtert. Da das modernisierte Gateway ohnehin auf dem .NET Core aufbaut, ergibt sich dadurch eine wesentlich höhere Stabilität und Geschwindigkeit, auch in Verbindung mit den Microservices.

Remotezugriff auf WAC steuern: Integration in Entra ID

Das modernisierte Gateway wird nicht mehr über die Update-Einstellungen des WAC aktualisiert. Daher hat Microsoft den Menüpunkt "Updates" daraus entfernt. Über den Bereich "Freigegebene Verbindungen" und "Gatewayzugriff" wird im modernisierten Gateway gesteuert, wer von wo auf das Gateway zugreifen darf. Diese Einstellungen sind jetzt unterhalb von "Gateway" zu finden.

Hier lässt sich auch festlegen, dass die Authentifizierung am Gateway auch über eine Anmeldung mit Entra ID/Azure AD erfolgen kann. Hinzu kommt die Angabe der Gruppen, die Zugriff auf das Gateway erhalten sollen. Benutzer, die Mitglied dieser Gruppen sind, erhalten Zugriff auf die Funktionen des Gateways. Bei "Freigegebene Verbindungen" können Admins zentral im Gateway eine Verbindung zu anderen Servern, Clustern, PCs und Azure-VMs aufbauen, die andere Administratoren nutzen dürfen. Diese Art der Verbindungen wird im modernisierten Gateway in den Einstellungen bei "Gateway" gesteuert. Melden sich andere Administratoren am WAC an, tauchen die freigegebenen Verbindungen in einem eigenen Bereich auf.

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