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USV-Konzepte in KMU – Tipps zu Planung, Umsetzung und Wartung (Teil 1)

USV-Anforderungen auf Grundlage abzusichernder Geräte kalkulieren

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Welche Überbrückungszeit wird benötigt?

Neben der USV-Leistung muss auch die Überbrückungszeit berechnet werden. Dabei handelt es sich um die Zeitspanne, die ein System wie der Server bei Stromausfall weiterarbeiten soll, um ein sicheres Abschalten zu gewährleisten.

Dieser Zeitraum – üblicherweise zwischen fünf Minuten und einer halben Stunde, oft aber auch weitaus länger – muss vorab ermittelt werden. Denn zusammen mit der Leistung bestimmt er das spezifische USV-Modell, das alle Anforderungen optimal erfüllt.

Je größer die Batteriekapazität (Menge der Batterien und Leistung/h) konzipiert wird, desto länger ist auch die Überbrückungsdauer der USV. Größere Line-Interaktive oder Double-Conversion-USVs ab etwa 1500 VA Leistung lassen sich außerdem meist nachträglich noch mit Batteriemodulen erweitern.

Wichtig ist auch die Steuerung und Überwachung der Batterien. Mit einer Monitoring-Software lässt sich ihr Ladezustand jederzeit überprüfen. Darüber hinaus gibt es heute spezielle Technologien, bei denen die Batterien nach vorbestimmten Algorithmen geladen werden. Die Akkus werden also nicht permanent aufgeladen, sondern in Abhängigkeit von mehreren Messwerten. Dadurch korrodieren weniger und erreichen so bis zu 50 Prozent mehr Lebensdauer als herkömmliche Ladesysteme.

Nachdem wir nun die Verbraucher im unternehmensweiten Stromnetz kennen und den USV-Bedarf ermittelt haben, können wir uns nach passenden USV-Technologien umsehen. Hierzu muss man allerdings auch um mögliche Spannungsprobleme wissen. Auf diese Aspekte gehen wir im zweiten Teil dieser USV-Artikelserie ein.

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