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USV-Konzepte in KMU – Tipps zu Planung, Umsetzung und Wartung (Teil 1)

USV-Anforderungen auf Grundlage abzusichernder Geräte kalkulieren

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Welche USV-Leistung wird benötigt?

Im nächsten Schritt wird die benötigte Leistung der USV berechnet. Sie sollte weder zu gering, noch zu hoch eingeschätzt werden. Ist die USV zu groß dimensioniert, hat man nicht nur zu viel Geld im Einkauf ausgegeben – auch die laufenden Kosten fallen durch den erhöhten Stromverbrauch für die nach Maximalbedarf konfigurierten Batterien höher aus.

Noch problematischer ist es, wenn die Leistung der USV zu gering bemessen ist. Eine unterdimensionierte USV kann im Ernstfall den Stromausfall nicht lange genug überbrücken oder nicht genügend Leistung für alle Geräte zur Verfügung stellen.

Der abzusichernde Leistungsbedarf errechnet sich folgendermaßen: Volt- und Amperewert jedes einzelnen Gerätes werden multipliziert, um den Voltampere-Wert (VA) zu erhalten. Der addierte VA-Wert aller Geräte ergibt die notwendige Mindestkapazität der USV. Es gilt die Faustregel, eine USV mit einer Leistungsreserve von 25 Prozent zu planen.

Häufig wird jedoch die USV aus Kostengründen nur so groß gekauft, dass sie die vorhandenen Lasten im Falle eines Stromausfalls gerade versorgen kann. Treten dann zusätzliche Stromspitzen auf, werden diese von der USV nicht abgedeckt.

Stand-by- sowie Line-Interaktive Systeme schalten dann in der Regel sofort ab, die Schutzfunktion fällt aus. Online-Geräte können zumindest kurzfristig Überlasten abdecken oder über den statischen Bypass Netzstrom zur Verfügung stellen.

Flexibilität dank modularer Systeme

An ihre Kapazitätsgrenzen kann die USV auch geraten, wenn nachträglich zusätzliche Lasten angehängt werden, für die sie nicht ausgelegt ist. Statt direkt ein großes System zu kaufen, besteht bei vielen USVs die Möglichkeit, die Leistung nachträglich durch Parallelschaltung mehrerer Module zu steigern.

Inzwischen gibt es sogar Technologien, die erlauben, dass die einzelnen Module unabhängig voneinander arbeiten. Fällt ein Modul aus, übernimmt das andere dessen Last automatisch und ohne Verzögerungszeit. Das erhöht die Ausfallsicherheit beträchtlich.

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