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Windows XP und Office 2003
Am 14. April endete der Mainstream Support für Windows XP und Microsoft Office 2003. Bis April 2014 wird es im Rahmen des Extended Supports noch Sicherheitsupdates geben, aber keine neuen Service-Packs mehr. Mehrfach hatte Microsoft die Frist nach hinten geschoben, nachdem sich zunächst der Start von Vista verzögert hatte, und sich nach dem Verkaufsstart Akzeptanzprobleme zeigten. Außerdem wurden, anders als ursprünglich angekündigt, auch die Versionen Home und Media Center einbezogen. Normalerweise leistet Microsoft den Extended Support nur für Business- und Entwicklerprodukte.
Offensichtlich ist Windows XP nicht „totzukriegen“. Mehrfach musste die Firmenzentrale in Redmond den OEM-Herstellern Zugeständnisse machen. Schon bei der Einstellung des Verkaufs der Boxed-Produkte von Windows XP im Sommer 2008 hatte Microsoft den System Buildern eine zusätzliche siebenmonatige Gnadenfrist gewährt, die jetzt noch einmal um ein halbes Jahr verlängert wurde. So dürfen sie noch bis Ende Juli 2009 PCs mit XP-Recovery-Medien ausliefern, wenn auf diesen im Rahmen der Vista-Downgrade-Option vom Hersteller ein Windows XP installiert war.
Die Statistik von Statcounter, die das Betriebssystem von Internet-Surfern auswertet, weist aktuell für Deutschland einen Marktanteil von 64 Prozent für Windows XP, für Vista 29 Prozent aus, nach knapp 68 Prozent (XP) und knapp 27 Prozent (Vista) zum Jahreswechsel. Bei diesem Tempo würde es noch viele Jahre dauern, bis Vista seinen Vorgänger überholt, geschweige denn auf breiter Front ablöst. Das soll nun Windows 7 schaffen.
Das Ende von XP wird sich trotzdem weiter verzögern. So können PC-Hersteller bis zum 30. April 2010 PCs ausliefern, die zwar offiziell mit Windows-7-Lizenz verkauft werden, auf denen aber im Rahmen einer Downgrade-Option noch Windows XP installiert ist. Es ist bemerkenswert, dass Microsoft nicht darauf besteht, die Downgrade-Option nur für den direkten Vorgänger, also Windows Vista, zuzulassen. Die Downgrade-Option ist aller Voraussicht nach nicht mit allen Windows-7-Varianten zu haben, sondern nur für Professional, Enterprise und Ultimate, ähnlich wie bei der Einführung von Vista.
Netbooks haben‘s leichter
Unabhängig davon sind zudem die Hersteller von Notebooks und Netbooks berechtigt, bis Juni 2010 oder bis zu 12 Monate nach dem Verkaufsstart von Windows 7 ihre Geräte mit Windows XP auszustatten, in der Regel mit Tablet-PC-Versionen oder ULPC-Lizenzen, die weniger kosten, aber auf bestimmte Hardware-Ausstattungen begrenzt sind. Windows Vista war aufgrund der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Hardware auf diesen Geräten zum Teil nicht lauffähig, daher die längere Übergangsfrist, um direkt von XP auf Windows 7 wechseln zu können.
Diese Windows-Versionen werden nicht direkt angeboten, sondern nur an OEMs zur Vorinstallation ausgeliefert. Für sie gilt das Ende des Mainstream Supports nicht – allerdings gibt es den auch nicht für Endanwender, sondern nur für die OEMs. Die Versorgung der Kunden mit Updates und Patches läuft deshalb in der Regel über die Support-Websites der Hardware-Hersteller.
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