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Technologie soll motivieren, nicht frustrieren Studie zeigt: Employee Experience droht zu kippen

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Während der Pandemie haben viele Unternehmen ihren Mitarbeitern notwendige Tools für einen Remote-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt und dadurch deren Engagement und Produktivität gesteigert. Eine Citrix-Studie warnt: Diese Erfolge stehen kurz davor, wieder zunichte gemacht zu werden.

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Mitarbeiter sind frustriert. Unternehmen müssen Reibungspunkte und Unruhe bei der Arbeit beseitigen.
Mitarbeiter sind frustriert. Unternehmen müssen Reibungspunkte und Unruhe bei der Arbeit beseitigen.
(Bild: © – kieferpix – stock.adobe.com)

Laut der Studie „Work Your Way“ droht Technologie, die Mitarbeiter motivieren und produktiv halten soll, diese zu frustrieren und auszubremsen. Mitarbeiter hätten mittlerweile oft das Gefühl, zu viele Tools zu besitzen, aber dennoch zu wenige Möglichkeiten, ihre Arbeit effizient auszuführen. Das wiederum hindere sie dabei, ihre Arbeit zu erledigen.

„Mitarbeiter arbeiten genauso viel oder mehr Stunden, erreichen aber weniger, weil die Technologie ihnen im Weg steht“, kommentiert Tim Minahan, Executive Vice President of Business Strategy bei Citrix. „Wenn Unternehmen sich gerade um neue, hybride Arbeitsmodelle bemühen, müssen sie genauso die Rolle von Technologie und deren Einsatz in ihren Organisationen prüfen. So senken sie nicht nur die Frustration bei Mitarbeitern, sondern ermöglichen ihnen einen erfolgreichen Arbeitsalltag.“

Die Studie, für die Citrix in Zusammenarbeit mit OnePoll 1.000 IT-Entscheider und 2.000 Arbeitnehmer befragt hat, zeige einige signifikante Trends auf:

App-Ausbreitung gerät außer Kontrolle

Die Anzahl der Tools, die Mitarbeiter zur Erledigung ihrer Aufgaben verwenden müssen, habe genauso wie die dadurch verursachte Komplexität am Arbeitsplatz deutlich zugenommen. Laut der Work-Your-Way-Studie:

  • nutzen 64 Prozent der Arbeitnehmer mehr Kommunikations- und Kollaborationstools als vor der Pandemie,
  • 71 Prozent sagen, dass die Arbeit dadurch komplexer geworden sei.

„Mitarbeiter sind frustriert. Um sie weiterhin zu motivieren und gute Leistungen zu fördern, müssen Unternehmen Reibungspunkte und Unruhe bei der Arbeit beseitigen und Technologien bereitstellen, die sich an ihren Arbeitsstil anpassen, statt ihnen neue Arbeitsweisen aufzuzwingen“, meint Minahan.

Neue digitale Kluft zeichnet sich ab

Arbeitsstile hätten sich grundlegend geändert. „Menschen wollen nicht mehr so arbeiten wie vorher“, so Minahan weiter.

Die Studie bestätigt das: Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auch nach der Pandemie weiterhin flexibel von zu Hause und im Büro arbeiten möchten.

„Unabhängig von ihrem physischen Standort müssen Mitarbeiter mit Tools ausgestattet werden, die eine konsistente, sichere und zuverlässige Erfahrung bieten und es ihnen ermöglichen, so zu arbeiten, wie es für sie am besten ist“, sagt Minahan.

Digitale Arbeitsplätze sind die Zukunft der Arbeit

Vorausschauende Unternehmen hätten diese Notwendigkeit erkannt und würden in digitalen Arbeitsplätzen eine Chance sehen, dies zu erreichen. So könnten Unternehmen etwa:

  • Arbeit vereinheitlichen: Ob zu Hause, im Flugzeug oder im Büro hätten Mitarbeiter konsistenten und zuverlässigen Zugriff auf alle Ressourcen, die sie für produktives Arbeiten benötigen – über jeden Arbeitskanal, jedes Gerät und an jedem Standort.
  • Arbeit absichern: Kontextabhängiger Zugriff und App-Sicherheit würden dafür sorgen, dass Anwendungen und Informationen sicher bleiben – egal, wo gearbeitet werde.
  • Arbeit vereinfachen: Intelligente Funktionen wie maschinelles Lernen, virtuelle Assistenten und vereinfachte Arbeitsabläufe könnten das Arbeitserlebnis personalisieren, leiten und automatisieren und Mitarbeiter so frei von Störungen arbeiten und ihre beste Leistung erbringen.

Fast 90 Prozent der Teilnehmer der Work-Your-Way-Umfrage geben an, dass ihre Unternehmen Plattformen für digitale Arbeitsplätze nutzen, um hybrides/verteiltes Arbeiten zu ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen:

  • 72 Prozent der Mitarbeiter sagen, dass ihre Produktivität gestiegen sei,
  • 77 Prozent geben an, dass die Zusammenarbeit dadurch gefördert wurde.

„Wenn Unternehmen eine Ebene zwischen den Mitarbeitern und frustrierender Technologie schaffen, können diese effizient mit den erforderlichen Apps arbeiten – und so ihre Arbeit erledigen und ihre Ziele erreichen“, so Minahan.

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