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SONET-Netzkonfigurationen
Die SONET-Netzelemente müssen in systematischer Art und Weise zusammengeschaltet werden, wobei sich verschiedene Netzwerk-Konfigurationen ergeben, die auch nach gewissen Regeln, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen, kombiniert werden können.
Punkt-zu-Punkt-Konfiguration
Der SONET-Multiplexer, ein pfadbegrenzender Terminal Multiplexer des Eintrittsniveaus, arbeitet als Konzentrator für DS-1n und andere Teilnehmer-Datenströme. Die einfachste Ausführungsform ist die Verbindung zwischen zwei PTEs mit Glasfasern mit oder ohne Regenerator. Diese Implementierung ist gleichermaßen die einfachste SONET-Konfiguration. In dieser Konfiguration sind der SONET Path und der Service Path für die DS-1 und DS-3 Links identisch und diese synchrone Insel kann innerhalb eines asynchronen Netzwerks existieren.
Punkt-zu-Vielpunkt-Konfiguration
Eine Punkt-zu-Vielpunkt-Architektur (lineares Add/Drop) umfasst das Hinzufügen und Wegnehmen von Schaltkreisen über den Weg. Der SONET-ADM ist ein einzigartiges Netzwerkelement, welches speziell für diese Aufgabe entworfen wurde. Es vermeidet die normalerweise aufwendige Netzwerk-Architektur mit Demultiplexen, Cross-Connect, Hinzufügen und Droppen von Kanälen und erneutem Multiplexen. Der ADM wird normalerweise mitten in einem SONET-Link platziert, um das Ein- und Auskoppeln von Informationen an beliebigen Stellen des Netzes zu erleichtern.
Die Hub-Netzstruktur erlaubt unerwartetes Wachstum und leichtere Änderungen als bei Punkt-zu-Punkt-Netzen. Ein Hub konzentriert Verkehr an einer zentralen Stelle und erlaubt leichtes Bereitstellen von Schaltkreisen. Es gibt zwei Alternativen, ein solches Netz aufzubauen, nämlich die Benutzung von zwei oder mehr ADMs mit einem Wideband Crossconnect, wo die Verbindungen auf dem Niveau der Teilnehmerverbindungen gemacht werden, oder die Verwendung eines Breitband Crossconnects, der es erlaubt, Crossconnects auf dem SONET-Niveau vorzunehmen.
Ringnetz
Der SONET Baustein für eine Ring Architektur ist der ADM. Viele ADMs können zu einem Ring zusammengeschaltet und entweder unidirektional oder bidirektional benutzt werden. Der Hauptvorteil der Ringtopologie ist ihre Überlebensfähigkeit. Wird ein Glasfaserkabel zerstört haben die Multiplexer die Intelligenz, die betroffenen Dienste über einen Ersatzweg zu schalten. Die Forderung nach überlebensfähigen Services, diversifiziertem Routing von Fiber-Facilities, Flexibilität bei der Zuordnung von Diensten zu dienstleistenden Knoten und die automatische Restauration in Bruchteilen von Sekunden haben Ringe zur populären SONET-Topologie gemacht.
Der SDH-Standard
Nachdem SONET durch ANSI standardisiert wurde, hat CCITT 1989 die Synchrone Digitale Hierarchie SDH entworfen, um die bisherigen Ansätze für die Standardisierung synchroner Systeme zu harmonisieren. SONET kann letztlich als Untermenge der SDH angesehen werden. ANSI TDM multiplext vierundzwanzig 64-kilobit/s-Kanäle (DS-0s) in einen 1,54 Megabit/s DS-1 Kanal. ITU TDM multiplext zweiunddreißig 64 kilobit/s.-Kanäle (E0s) in ein 2,048 Megabit/s. E1-Signal. Erst bei der einer Basisrate von 155 Mbps für SONET konvergieren diese Datenraten einigermaßen.
Über den Autor
Dr. Franz-Joachim Kauffels ist seit über 25 Jahren als unabhängiger Unternehmensberater, Autor und Referent im Bereich Netzwerke selbständig tätig. Mit über 15 Fachbüchern in ca. 60 Auflagen und Ausgaben, über 1.200 Fachartikeln sowie unzähligen Vorträgen ist er ein fester und oftmals unbequemer Bestandteil der deutschsprachigen Netzwerkszene, immer auf der Suche nach dem größten Nutzen neuer Technologien für die Anwender. Sein besonderes Augenmerk galt immer der soliden Grundlagenausbildung.
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