Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 9

Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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Paketkontrolle

Jedes Paket hat in einem untergeordneten Knoten einen Paketstatus, der anzeigt, ob das Paket auf einem Verteilungspunkt angekommen ist oder nicht. Jeder Verarbeitungsschritt kann hier nachvollzogen werden, wie Abbildung 3 zeigt.

Ankündigungen (Advertisement)

Eine Ankündigung erfolgt auf Mitglieder einer auswählbaren Sammlung, ohne dass eine Plausibilitätsprüfung erfolgt. Es kann damit in der Praxis vorkommen, dass eine falsche Sammlung mit optionalen Untersammlungen ausgewählt wird. SCCM versucht immer seinen Auftrag zu erfüllen und wird, je nach Einstellung, das angegebene Programm ein oder mehrmals ausführen.

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Ein Administrator kann ein Zeitfenster bestimmen, in dem das Angebot seine Gültigkeit hat. Optional kann eingestellt werden, ob die Programmausführung obligatorisch sein soll. Ein Programm, das unbeaufsichtigt im Hintergrund laufen soll, muss immer obligatorisch zugewiesen sein. Wie bei den Paketen auch, können Ankündigungen in Knoten gegliedert sein. Abbildung 4 zeigt einen benutzerdefinierten Knoten mit zwei aktiven Ankündigungen.

Zum Rollout können Pakete entweder zum Download durch den Client auf dem Verteilungspunkt gespeichert werden (siehe Abbildung 5) oder Pakete werden sofort auf den Client in einem sog. Cache gespeichert. Der Cache liegt im SCCM-Clientverzeichnis unter C:\WINDOWS\system32\CCM\Cache. Der veränderbare Cache ist voreingestellt 5.120 MB groß.

Endkontrolle

Da ein Administrator bei hunderten oder tausenden Computern nicht extra auf jedem Computer eine Kontrolle ausführen kann, sind zuverlässige Rückmeldungen über Erfolg oder Misserfolg einer Installation essentiell. Im Knoten Systemstatus/Ankündigungsstatus sind, wie in Abbildung 6 zu erkennen ist, detaillierte Meldungen zu finden. Für eine spätere Endkontrolle sind ebenfalls webbasierende Berichte verfügbar, die die Statistik auswerten.

Fazit

Die Paketverschickung auf Clients ist mit einer Vielzahl von Optionen möglich, die kaum weitere Wünsche offen lässt. Zur Verteilung gibt es ein Push-Verfahren, das Software sofort zum Client kopiert, auf Kosten der Kapazität der lokalen Festplatte. Alternativ kann aber auch Software „On-Demand“ heruntergeladen werden. Statusmeldungen über Erfolg/Misserfolg werden zentral verwaltet und können statistisch ausgewertet werden.

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben

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