Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 9

Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Alles geht über Pakete – Assistenten helfen

Zur Softwareverteilung steht ein Assistent zur Verfügung, der in jedem Fall ein Paket erstellt oder ein bestehendes verwendet. Es ist allerdings Geschmacksache, ob man zuerst mit einem weiteren Assistenten ein Paket erstellt und anschließend über einen dritten Assistenten das Paket einer Sammlung ankündigt. Bei der schrittweisen Vorgehensweise hat der Administrator die Möglichkeit, vor der Verteilung die Eigenschaften des Pakets zu überprüfen, wie Abbildung 2 zeigt.

Für das Paket wird ein Quellverzeichnis verwendet, das entweder auf dem lokalen Server oder auf einer beliebigen Freigabe liegt. Das Computerkonto des Standortservers – nicht der angemeldete Administrator – muss dorthin Zugriffsberechtigungen haben. Sämtliche Dateien und Unterverzeichnisse ab dem Quellverzeichnis werden in das Paket integriert, unabhängig davon, ob die Dateien auch wirklich benötigt werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Damit ist es vor der Paketierung vorteilhaft, die Datenmenge zu überprüfen um ggf. Programme aus dem Quellverzeichnis zu entfernen. Neben den Quelldateien gehört zum Paket auch die Angabe der Verteilungspunkte, auf denen das Paket später in Kopie liegen soll.

Zur Installation auf dem Client sind die Einstellungen im Knoten „Programme“ essentiell: Hier steht, wie das Programm auf dem Client laufen soll. Theoretisch stehen alle Möglichkeiten offen: unbeaufsichtigt, mit Benutzereingabe, unter einer bestimmten Plattform (z.B. Windows XP), mit oder ohne administrative Berechtigungen oder wenn ein Benutzer angemeldet ist oder nicht. Nützlich sind auch Abhängigkeiten, die beispielsweise ein bestimmtes Programmpaket voraussetzen oder ein Programm für jeden Benutzer neu starten, um hier nur einige Features aufzuzählen.

Handhabung vieler Pakete

Lobenswert hinsichtlich der praktischen Handhabung ist, dass Administratoren neue Knoten anlegen können, um den Paketpool zu strukturieren, wie Abbildung 2 ebenfalls zeigt. Hier wurden beispielsweise Container für Utilities oder für Office-Produkte geschaffen. Per Drag-and-Drop zieht man anschließend die gewünschten Objekte in den Container. Auch ein Suchordner ist möglich, damit aus hunderten von Paketen später die richtigen herausgesucht werden können.

weiter mit: Paketkontrolle

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2015403)