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Ohne Sichtbarkeit kein zuverlässiges Endpoint Management So vermeiden Sie blinde Flecken bei der Client-Verwaltung

Von Jeannine Balsiger und Sascha Stock

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Traditionelle Lösungen für Endpoint Management schaffen es oft nicht, Rechner außerhalb des Firmennetzwerks anzusprechen. Das reißt Lücken ins Sicherheitskonzept des Unternehmens und gefährdet die Produktivität der Mitarbeiter. Moderne Tools stellen Sichtbarkeit her und schaffen damit die Basis für ein effizientes Remote-Management, unabhängig vom Standort der Systeme.

Gerade in Zeiten von Homeoffice & Co. bauen viele Firmen komplexe Infrastrukturen mit unzähligen Verteilpunkten auf, um möglichst viele Endpoints zu erreichen. Peer-to-Peer-Management-Systeme (P2P) gehen hier einen anderen Weg.(Bild:  © Jelena - stock.adobe.com)
Gerade in Zeiten von Homeoffice & Co. bauen viele Firmen komplexe Infrastrukturen mit unzähligen Verteilpunkten auf, um möglichst viele Endpoints zu erreichen. Peer-to-Peer-Management-Systeme (P2P) gehen hier einen anderen Weg.
(Bild: © Jelena - stock.adobe.com)

IT-Abteilungen können Endpoints nur dann zuverlässig verwalten, wenn sie diese jederzeit erreichen, um beispielsweise den Update-Status zu überprüfen oder Anwendungen und Richtlinien zu aktualisieren. Das mag banal klingen, ist in der neuen Arbeitswelt aber tatsächlich zu einer Herausforderung geworden, weil sich viele Geräte nicht mehr im Unternehmensnetzwerk befinden. Im Homeoffice und an anderen Remote-Standorten bleiben sie jedoch für traditionelle Endpoint-Management-Lösungen häufig unsichtbar – insbesondere, wenn Mitarbeiter überwiegend mit Cloud-Services arbeiten und keine Verbindung ins zentrale Netz aufbauen.

Doch selbst wenn es den Lösungen gelingt, die entfernten Systeme aufzuspüren, scheitert deren kontinuierliche Überwachung und Pflege immer wieder an überlasteten WAN- und VPN-Verbindungen oder den flexiblen Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Statt täglich „9 to 5“ sind diese zu ganz unterschiedlichen und wechselnden Zeiten online, sodass es schwerfällt, Software-Aktualisierungen zu planen und zu verteilen. Vielen Legacy-Tools gelingt es darüber hinaus nicht, die entfernten Geräte remote aufzuwecken oder nachzuvollziehen, ob alle Update-Pakete erfolgreich übertragen und installiert wurden. Genau das wäre aber wichtig, da Verbindungen zu Remote-Arbeitsplätzen überraschend abreißen können, wenn mobile Mitarbeiter in ein Funkloch geraten oder Heimarbeiter ihren Rechner für eine längere Pause herunterfahren. Ohne eine Rückmeldung zum Stand der Rollouts tappen IT-Abteilungen allerdings im Dunkeln, ob alle Geräte wirklich auf den neuesten Stand gebracht wurden.

Steigende Sicherheitsrisiken, sinkende Produktivität

Der Schlüssel für ein modernes Endpoint Management ist Device Visibility über sämtliche Geräte hinweg, unabhängig von ihrem Standort. Bleiben einzelne Rechner unsichtbar, lassen sich nicht ansprechen oder liefern keine Informationen zu ihrem Update-Stand beziehungsweise dem Status laufender Software-Rollouts, hat das weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen. Zum einen tun sich enorme Lücken in der Cyberabwehr auf, da die Systeme ohne regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches höchst verwundbar sind. Cyberkriminellen fällt es in der Regel relativ leicht, Rechner mit veralteten Betriebssystemen und Anwendungen zu infiltrieren und von dort weiter ins Unternehmensnetzwerk vorzudringen.

Zum anderen verlieren Unternehmen schrittweise die Kontrolle über ihre Systeme und Daten, weil sie Sicherheitsrichtlinien – etwa zur Komplexität von Passwörtern oder zum Zugriff auf Anwendungen und Dienste – nicht aktualisieren können. Verwenden Mitarbeiter dann schwache Passwörter oder setzen Cloud-Services ein, die unsicher oder aus Datenschutzsicht bedenklich sind, drohen ungewollte Datenabflüsse und Datenschutzverletzungen.

Darüber hinaus kann ein unzureichendes Endpoint Management auch die Produktivität beeinträchtigen, schließlich sind Mitarbeiter im Arbeitsalltag auf reibungslos funktionierende Anwendungen angewiesen. Erhalten diese keine Updates, fehlen unter Umständen nützliche neue Funktionen oder Fehlerbereinigungen, was zu Frusterlebnissen und sinkender Motivation führt. Bisweilen lassen sich Tools auch gar nicht mehr nutzen, weil veraltete Versionen inkompatibel zu neueren Ausgaben sind. Letztlich wird es für Unternehmen unmöglich, ihren digitalen Arbeitsplatz funktionsfähig zu halten und beispielsweise durch die Einführung neuer Produktivitätstools und Kollaborationslösungen weiterzuentwickeln.

P2P statt mehr Infrastruktur

Oft bauen Firmen komplexe, hierarchische Infrastrukturen mit unzähligen Verteilpunkten auf, um möglichst viele Endpoints zu erreichen. Eine Studie von Adaptiva und dem Ponemon Institute [registrierungspflichtig] zeigt, dass ein Update-Server in mittelständischen und großen Unternehmen durchschnittlich nur sechs Rechner verwaltet – eine enorme Verschwendung von Ressourcen. Abgesehen von hohen Anschaffungskosten verursachen die Server auch einen enormen Wartungsaufwand und kosten IT-Abteilungen viel Zeit, die sie eigentlich für strategische Transformationsprojekte benötigen.

Moderne Lösungen für Endpoint Management setzen deshalb auf Peer-to-Peer-Infrastrukturen (P2P) ohne eine große Menge an Verteilpunkten. Im Prinzip reicht ein einziger Update-Server – physikalisch oder in der Cloud – um alle Aktualisierungen initial bereitzustellen. Anschließend verteilen die Endpoints diese selbständig untereinander. In der Praxis kommen zwar meist mehrere Server zum Einsatz, etwa in einzelnen Niederlassungen oder geografischen Regionen, dennoch ist das Einsparpotenzial erheblich. Zumal Unternehmen auch deutlich geringere WAN- und VPN-Kapazitäten vorhalten müssen, da nur noch wenige Update-Pakete über diese Verbindungen verteilt werden.

Detaillierte Informationen in Echtzeit

Die Vernetzung der Endpoints via P2P garantiert eine hohe Sichtbarkeit – auch für reine Internet-Clients, die nicht mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind. Die einzelnen Rechner kennen andere Rechner in ihrer Nachbarschaft, sodass sich kein System der Verwaltung entziehen kann. IT-Abteilungen sind dadurch in der Lage, den Status jedes Endpoints in Echtzeit einzusehen, dynamische Dashboards liefern ihnen detaillierte Einblicke in den gesamten Systembestand und die Update-Performance.

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Jeannine Balsiger.(Bild:  Adaptiva)
Jeannine Balsiger.
(Bild: Adaptiva)

Sascha Stock.(Bild:  Adaptiva)
Sascha Stock.
(Bild: Adaptiva)

Die Verteilung der Datenpakete läuft automatisch und reibungslos im Hintergrund ab, selbst bei zehntausenden Endpoints. Das Endpoint Management stellt sicher, dass alle Aktualisierungen vollständig übertragen und eingerichtet werden, auch bei schmalen Bandbreiten an öffentlichen Internetzugängen oder bei unterbrochenen Verbindungen. Die Übertragung wird nahtlos fortgesetzt, wenn der Rechner wieder online ist und mit benachbarten Systemen in Kontakt tritt.

Obwohl ein modernes Endpoint Management auf P2P-Basis IT-Abteilungen viel Arbeit abnimmt, behalten diese jederzeit die Kontrolle über alle Inhalte und deren Verteilung. Sie können den Rollout beispielsweise nach Inhaltstypen oder Regionen priorisieren und bei Bedarf pausieren, neu konfigurieren und fortsetzen – und sich stets darauf verlassen, dass neue Anwendungen, Updates und Richtlinien tatsächlich jeden Endpoint erreichen, unabhängig davon, wo er sich befindet.

Über die Autoren

Jeannine Balsiger ist Sales Director Major Accounts bei Adaptiva, Sascha Stock ist Regional Sales Director bei Adaptiva.

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