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Routinen und Automatisierung – auch für Unternehmen Smart Home- und IoT-Steuerung mit der Fritzbox

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Mit Fritzboxen von AVM können recht umfassende Smart Home-Steuerungen durchgeführt werden, die auch in kleineren Unternehmen sinnvoll einsetzbar sind – vor allem, weil VPN-Funktionen auch mit WireGuard möglich sind. Damit lassen sich smarte Steckdosen, Heizthermostate, Lampen und andere Geräte steuern zuverlässig und bei Bedarf remote.

In der Weboberfläche der Fritzbox lassen sich Szenarien, Vorlagen und Routinen zur Automatisierung des Smart Home-/IoT-Netzwerkes definieren.(Bild:  Joos - AVM)
In der Weboberfläche der Fritzbox lassen sich Szenarien, Vorlagen und Routinen zur Automatisierung des Smart Home-/IoT-Netzwerkes definieren.
(Bild: Joos - AVM)

Die Smart Home-Steuerung mit einer Fritzbox von AVM hat den Vorteil, dass sich in einer zentralen Weboberfläche verschiedene Geräte via DECT steuern lassen, auch unterwegs über ein WireGuard-VPN, das sich ebenfalls auf Fritzboxen einrichten lässt. Wenn keine kabelgebundene Internetleitung vorhanden ist, lässt sich das auch mit 5G/4G realisieren, zum Beispiel an entfernten Standorten. Neben der Steuerung von Smart Home/IoT-Geräten kann die Fritzbox auch weitere Aufgaben übernehmen und bspw. Telefonanrufe auslösen, wenn ein Gerät einen bestimmten Zustand annimmt.

Smart Home in Fritz!OS: Das müssen Sie wissen

AVM bietet verschiedene Geräte an, die sich optimal in ein Smart-Home integrieren und durchaus auch in kleinen Unternehmen sinnvoll einsetzen lassen. Dazu gehören smarte Steckdosen, sogar mit Spritzwasserschutz, smarte Tür- und Fensterkontakte, Heizkörperregler, Lampen und intelligente Schalter, mit denen sich die Geräte ebenfalls steuern lassen, aber mit der Fritzbox als Zentrale. Der Zugriff auf die Geräte erfolgt über die Weboberfläche der Fritzbox, was auch offline möglich ist. Über die Weboberfläche können Admins darüber hinaus auch die Software auf den angebundenen Geräten aktualisieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home-Lösungen arbeitet AVM hier mit DECT anstatt über WLAN.

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DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) arbeitet in einem eigenen Frequenzbereich, der weniger anfällig für Interferenzen ist, was eine stabilere und zuverlässigere Verbindung ermöglicht. Dies ist besonders vorteilhaft in Umgebungen mit vielen WLAN-Geräten, wo häufig Überlastungen und Signalstörungen auftreten. DECT-Verbindungen sind speziell für Sprach- und Datenübertragungen mit geringer Latenz optimiert, was eine reibungslose und verzögerungsfreie Steuerung von Smart Home-Geräten gewährleistet. Darüber hinaus verbrauchen DECT-Geräte typischerweise weniger Energie als WLAN-Geräte, was zu einer längeren Batterielaufzeit beiträgt. Schließlich bieten DECT-Netzwerke eine höhere Sicherheit durch verschlüsselte Verbindungen, was den Schutz der Daten und der Privatsphäre der Nutzer erhöht. Zudem besteht kein Cloud-Zwang. Wer sich remote verbinden will, richtet auf der Fritzbox einfach ein Wireguard-VPN ein und kann über dieses remote auf die Weboberfläche der Fritzbox zugreifen.

Smart Home-Geräte in der Weboberfläche steuern

Die Smart-Home-Geräte von AVM werden schnell und einfach per DECT gekoppelt. Danach sind die Geräte in der Weboberfläche der Fritzbox über den Bereich "Smart Home" zu finden. Bei "Geräten und Gruppen" lassen sich die einzelnen Geräte verwalten und Gruppen erstellen. Gibt es Updates für die Geräte, zeigt die Fritzbox dies an dieser Stelle zentral an und mit "Updates ausführen" kann die Software auf den Geräten aktualisiert werden. Alle Geräte können mit "Update für alle ausführen" auf einmal aktualisiert werden.

In den Einstellungen eines Smart Home-Gerätes können Admins die Bezeichnungen ändern, den Schaltzustand bei Neustart festlegen, die LED-Anzeige steuern und festlegen, ob die manuelle Steuerung direkt am Gerät ebenfalls erlaubt sein soll.

Bei "Automatisch Schalten" lassen sich Zeitpläne festlegen, wann ein Gerät automatisch eingeschaltet werden soll. Damit lassen sich zusammen mit der smarten Steckdose flexible Möglichkeiten definieren, einschließlich zufälliger Steuerung, Countdowns und andere Optionen. Interessant sind die Informationen zum Energieverbrauch und der Temperatur der Geräte.

Automatisierung und Szenarios

Neben der zeitgesteuerten Aktivierung von einzelnen Geräten ist es im Bereich "Automatisierung" möglich, Szenarien und Routinen zu erstellen. Szenarien ermöglichen es, Aktionen auf Basis von Vorlagen für verschiedene Geräte zu definieren. Wird das Szenario gestartet, dann schaltet die Fritzbox alle Geräte im Szenario in den gewünschten Zustand. Die Einstellungen der Geräte werden daher in Vorlagen gespeichert und dann mit Szenarios ausgeführt.

Routinen können wiederum das Schalten automatisieren, indem Wenn-Dann-Szenarien festgelegt werden. Dadurch können automatische Aktionen für eine Vielzahl von Geräten gesteuert werden. Steigt zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit in einem Raum an, und der Fritz-Sensor erkennt das, kann die Fritzbox eine smarte Steckdose aktivieren, an der ein Luftentfeuchter angeschlossen ist. Oder erkennt die Fritzbox, dass ein Sensor an einer Tür oder an einem Fenster reagiert, können einzelne Lichter eingeschaltet werden. Auch das Ausschalten der Heizung ist beim Öffnen von Fenstern automatisierbar. Das alles wird schnell und einfach über Szenarien, Routinen und Vorlagen gesteuert.

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Über den Menüpunkt "Bedienung" lassen sich in der Weboberfläche die einzelnen Geräte, Gruppen, Szenarien, Routinen und Vorlagen mit einem Klick aktivieren. Dadurch können Admins die Einstellungen automatisieren und parallel noch manuell steuern. Bei jedem Gerät ist auch die Temperatur zu sehen. Neben der Möglichkeit, ein VPN zu nutzen, ist es auch möglich, über das MyFritz-Konto zuzugreifen. In diesem Fall muss die Fritzbox aber an die Cloud angebunden werden – allerdings nicht die einzelnen Geräte.

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