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mit: Sind auch 100 Meter drin?
Nach einigen Diskussionen wurde klar, dass auch eine Übertragung über 100 m Kabel in Konformität zu den allgemeinen Verkabelungsstandards möglich sein sollte. Und so wurde der Standard dann auch letztlich definiert.
Mit einer Reichweite von 100 m über geeignete Kupferkabel ist 10 GbE bei den heute schon zu sehenden günstigen Preisen eine sehr interessante Variante. Ich erinnere mich noch an den Zorn der Kabelhersteller, als ich in Vorträgen immer wieder darauf hingewiesen habe, dass eine Verkabelung nach CAT 7 ziemlich nutzlos sei, weil man sie für 10 GBASE-T auch nicht brauchen würde. Die Bemühungen, 10 GBASE-T mittels geeigneter Elektronik in die CAT 6 zu bringen und die viele Gespräche zwischen IEEE und den Kabelgremien haben letztlich gefruchtet.
Die notwendige hohe Symbolrate erfordert eine höhere Bandbreite als bisher. Eine Klasse E-Verkabelung muss dafür bis 625 MHz spezifiziert werden (TIA). Nur Klasse F (Cat 7) wäre bereits adäquat spezifiziert. TIA und ISO spezifizierten in der Folge eine höhere Bandbreite und eine Erweiterung für die Beeinträchtigung durch Fremdstörungen für die Klassen E und F.
Höhere Symbolrate und Modulation auf höherem Niveau erfordern
- höhere Leistung im analogen Teil
- komplexere Signalverarbeitung
- Unterdrückung der Fernnebensprechdämpfung
- aggressives Timing
Die Leistung bzw. maximale Entfernung kann mit speziellen Technologien noch gesteigert werden. Hierzu zählen z.B. analoge Signalkonditionierung und Unterdrückung von Fremdstörungen sowie verbesserte Kabelspezifikationen.
Es macht hier in dieser einführenden Reihe jedoch keinen besonderen Sinn, diese technologischen Einzelheiten genauer zu betrachten. Das ist etwas für Spezialisten und kann bei Interesse den Standardisierungsdokumenten sowie anderen Quelle, z.B. Büchern – auch von mir sind hierzu einige Werke erschienen – entnommen werden.
Für ein aggregates Signal/Rauschverhältnis von 25 - 26 dB über die Strecke müssen die einzelnen fünf SNR Hauptfaktoren um 32 dB liegen. Diese Hauptfaktoren sind:
- Ungleichheiten auf den Kanälen
- Intersymbol-Interferenz ISI
- Echo
- Nahnebensprechdämpfung NEXT
- Fernnebensprechdämpfung FEXT
weiter mit: Limitierender Faktor Fremd-Nahnebensprechdämpfung
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